Captain Krieg schießt Rasdorf in die KOL - Fotos
A-Liga Hünfeld/Hersfeld: Diesmal lässt sich’s der RSC nicht nehmen
„Überglücklich“, war Ebert direkt nach Spielende, aber auch sehr gefasst. Seine topfitte Mannschaft führte er im zweiten Jahr als Spielertrainer zurück in die Kreisoberliga, aus der der RSC 2009 abgestiegen war und zwischenzeitlich sogar in die B-Klasse musste. „Die Mischung aus jung und alt“, führte Ebert als Hauptgrund für den Erfolg an, um anzuschließen, „dass ich mich vielmehr für die Mannschaft als für mich selbst freue“. Mit Krieg steckte Ebert nach dem Spiel flugs die Köpfe zusammen, das Ergebnis des Zwiegesprächs bleibt zwar im Verborgenen, doch Krieg brach bereits kurz zuvor eine Lanze: „Ein Riesenkompliment an Marius, wie er die Mannschaft von Woche zu Woche eingestellt und motiviert hat.“
Auch nach dem Samstag, als der RSC in letzter Sekunde die Entscheidung noch einmal vertagen musste, wie Krieg bekräftigt: „Da hätten wir es schon entscheiden müssen, aber eine Stunde nach dem Spiel war uns klar, dass wir das am Montag erledigen.“ Genauso kam es – Marc Doebler war dies aber schon vor der Saison bewusst: „Guck nach, da habe ich es schon im Interview gesagt, dass wir in die KOL gehen werden“, sagte er lachend im Interview und beschloss: „Ich musste jetzt einfach Meister werden!“ Grund: Am Samstag feierte „sein“ SV Großenbach, den er vor der Saison verlassen hatte, den B-Liga-Titel.
Krieg mit Traumtor zur Entscheidung
Das Spiel war intensiv, beide Mannschaften spulten nach den so anstrengenden vergangenen Wochen bemerkenswerte Laufleistungen ab. Und Großentaft, Kooperationspartner des RSC im Juniorenbereich, hatte von Sekunde eins an keinerlei Interesse, dem Nachbarn etwas zu schenken. Und hätte Kamil Bontal (3.) oder Alexander Krieg (13.) die Großentafter in Führung gebracht, Rasdorf hätte sich bei extremer Hitze wohl richtig strecken müssen.
Doch die höhere Qualität setzte sich von Minute zu Minute mehr durch: Doebler (17.), Marian Streber (19.), Christian Dubowy (34.) oder Krieg (38.) hätten schon für das 0:1 sorgen können, weswegen Kriegs Treffer noch vor der Pause vollauf verdient war: Doebler hatte abgezogen, ein Großentafter vermeintlich Hand gespielt, alle lamentierten, Schiedsrichter Marco Börner pfiff nicht, Ebert hatte nicht abgeschaltet und legte für Krieg auf (42.).
Und nach einem langen Ball durch Benny Wolf war es erneut die Kombination Spielertrainer auf Kapitän, die für die Entscheidung sorgte (62.). Mit welcher Überzeugung Krieg das Leder ins Dreieck rotzte? Überragend! Dass Doebler gegen den stark reagierenden Gerald Pachner noch einen diskutablen Handelfmeter vergab? Nicht mehr als eine Randnotiz.
Die Statistik:
Blau-Weiß Großentaft: Pachner – A. Krieg, Helmke, Münkel – Jost, M. Wiegand – Maximilian Michel – Witzel, Johannes Krieg, T. Wiegand, Maximilian Michel – Bontal. (Marcel Michel, Peter, Justus Krieg)
Rasdorfer SC: J. Weller – Claudius Wald, Arnold, Dubowy, Sondergeld – van Thiel, Doebler – Streber, Wolf, Ebert – P. Krieg. (Isberner, Klee, Seidel)
Schiedsrichter: Marco Börner (SG Iba/Machtlos).
Zuschauer: 420.
Tore: 0:1 Philipp Krieg (42.), 0:2 Philipp Krieg (63.).
Verschossener Handelfmeter: Marc Doebler (Rasdorf) scheitert an Gerald Pachner (45.).
Gelb-Rote Karte: Marcel Michel (79., Großentaft).


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