Daniel Wolf war der Matchwinner

Gruppenliga Frankfurt West: Speuzer mit Torfestival

28. Oktober 2017, 22:08 Uhr

Oberstedtens Daniel Wolf (vorne) erzielte den Siegtreffer. Foto: Steffen Turban

In der Gruppenliga Frankfurt West hat sich der 1. FC Oberstedten gegen den VfB Friedberg mit 3:2 (2:1) durchgesetzt. Der FFV Sportfreunde 04 schoss den SKV Beienheim mit 7:0 (4:0) ab.

FFV Sportfreunde 04 - SKV Beienheim 7:0 (4:0)

"Die frühen Tore waren für uns entscheidend und haben uns recht schnell auf die Siegerstraße gebracht", beschrieb der Speuzer Trainer Mehmet Tunay Somun die erfolgreiche Anfangsphase seiner Mannschaft. Die Tore fielen wie am Fließband und wurden fast allesamt aus dem Spiel heraus produziert. So wie beim 1:0 durch Okan Ilkiz, dem eine Kombination von Emre Kadimili und Danyal Tekin vorausging (7.). Aber auch aus der Distanz gab es Treffer, so wie Faith Sultan Bosnaks Schuss aus 18 Metern nach einer Ecke (22.). Beienheim hatte heute nicht wirklich eine Chance, zu massiv und gekont waren die Kombinationen des Gastgeber.

Auch nach dem Seitenwechsel ging das muntere Treiben der Speuzer weiter. Sehenswert das 5:0, als Ilkiz auf Aleksandar Sasar Matovic durchsteckte, der noch abschließend Serge Mamoum Amouzong vernaschte, bevor er einlochte. Die beste Gelegenheit bot sich den Beienheimern kurz vor Schluss, aber Amouzong scheiterte mit einem Strafstoß am Sportfreunde-Torwart Tomo Toumpas (85.). "Ich möchte heute keinen einzigen herausheben. Es gab keine One-Man-Show, sondern es war ein verdienter Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der alle Spieler von 1-15 top waren", lobte Somun seine Elf.

"Die Speuzer haben eine starke Truppe und heute einen Sahnetag erwischt. Die haben wie aus einem Guss gespielt. Das hat denen natürlich gefallen, dass wir das Ergebnis nach dem 0:3 nicht verwaltet haben und weiter mitspielen wollten. Die Niederlage tut zwar weh, ist aber absolut verdient für uns", erkannte Beienheims sportlicher Leiter Michael Major die Leistung des Widersachers neidfrei an. Major ärgert besonders, dass es "unsere zweite 0:7-Niederlage gewesen ist. Das kann einfach nicht sein und so darfst du Dich in dieser Liga nicht präsentieren. Zur Winterpause braucht man 20 Punkte plus. Wir sollten jetzt tunlichst vermeiden, in Oberstedten zu verlieren."

Schiedsrichter: Boris Reisert.
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Okan Ilkiz (7.), 2:0 und 3:0 Faith Sultan Bosnak (16., 22.), 4:0 Danyal Tekin (37.), 5:0 Aleksandar Sasar Matovic (67.), 6:0 Emre Kadimli (73.), 7:0 Okan Ilkiz (89.).
Besonderes Vorkommnis: Serge Mamoum Amouzong (Beienheim) scheitert per Elfmeter an Tomo Toumpas (85.).

1. FC Oberstedten - VfB Friedberg 3:2 (2:1)

Spannung pur bei fünf Toren und sieben Gelben Karten bekamen die Zuschauer auf dem frisch zubereiteten Geläuf in Oberstedten geboten. "Die Stadt Oberursel hat den Platz für heute wieder gut hergestellt. Es war zwar ein kämpferisches Spiel, aber kein unfaires. Die Gelben Karten gab es überwiegend wegen Meckerei", ordnete Oberstedtens sportlicher Leiter Rüdiger Rau technische Begebenheiten zu.

Nach einem Querpass von Salih Yasaroglu gingen die Gäste durch Dominique Ware in Führung (19.), die kurze Zeit später Emin Basdar per Foulelfmeter ausglich. Mit dem schönsten Spielzug des Tages zwischen Rachid El Ghazouani und Andrè Masarski ging die Rissling-Elf dann mit der Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel hatte der 1. FC noch ein bis zwei gute Chancen, dann aber nachgelassen. Friedberg kam besser ins Spiel und erzielte konsequenterweise den Ausgleich durch Waldemar Patzwald (74.).

Man hatte das Gefühl, dass sich dann beide Mannschaften auf ein Unentschieden einigen wollten, aber der eingewechselte Routinier Cevat Temur schlug den Ball aus dem Mittelfeld nach vorne, und als das Leder nochmals aufsetzte, köpfte Daniel Wolf zum 3:2-Endstand ein. Profitieren konnte der Mittelstürmer davon, dass sich Friedbergs Defensive nicht einig in der Zuordnung war. "Wir haben jetzt 20 Punkte, das war unser erstes Saisonziel für die Hinrunde. Am Dienstag haben wir noch ein Spiel. Vielleicht punkten wir da ja auch noch", ist Rau mit der Zwischenbilanz durchaus zufrieden.

Schiedsrichter: Daniel Kamnitzer.
Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Dominique Ware (19.), 1:1 Emin Basdar (26., Foulelfmeter), 2:1 Andrè Masarski (37.), 2:2 Waldemar Patzwald (74.), 3:2 Daniel Wolf (83.).

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Autor: Christoph Weß

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