Dank Blitzstart: SG Kerzell meldet sich eindrucksvoll zurück
Tom Schnopp (links) und die SG Kerzell besiegten Johann Fuchs und den RSV Petersberg im Gruppenliga-Kellerduell hochverdient. Foto: Charlie Rolff
Die Sorge, dass eine Niederlage den Sturz in die Kreisoberliga besiegelt hätte, war den Kerzellern definitiv nicht anzumerken. Die schwächste Offensive der Liga legte in einem attraktiven Spiel los wie die Feuerwehr: Keine 90 Sekunden waren gespielt, als Tristan Niklas den Ball aus der Distanz herrlich in den Winkel hämmerte. Kurz darauf schoss Sascha Heil einen Freistoß an die Latte, doch Marc Röhrig belohnte die starke Anfangsphase schon nach neun Minuten mit einer Zwei-Tore-Führung. Niklas hatte Fabius Schnopp geschickt, der auf den ehemaligen Spielertrainer nur noch quer legen musste.
Dank Blitzstart: SG Kerzell meldet sich eindrucksvoll zurück
Die hohe Intensität der ersten Minuten war den Gästen aber anzumerken. Die Helvetia musste einen Gang runterschalten und wurde prompt durch Ex-Kerzeller Nick Heil bestraft, der seit kurzem das RSV-Trikot trägt und erstmals traf (18.). Heil hätte nach Flanke von James Sauer um ein Haar noch den Ausgleich erzielte, zielte aber zu zentral (43.). Defensiv waren den Petersbergern die Sperren von Marc Aschenbrücker und Mark Lindiger aber anzumerken, so mancher Spieler musste auf ungewohnter Position ran. Auf der Gegenseite musste Kerzell eine erneute Verletzung von Niklas verkraften, der gerade erst wieder zurückgekehrt war. Doch von Anfang bis Ende war der Vorletzte galliger in den Zweikämpfen, wenngleich die endgültige Belohnung lange auf sich warten ließ.
Der für Niklas gekommene Julian Hasenauer ließ mehrmals den dritten Treffer liegen, doch dann gelang es dem Stürmer, gegen Torhüter Carsten Peikert einen Elfmeter rauszuholen. Den verwandelte Tom Schnopp mit voller Überzeugung (73.) zur Vorentscheidung. Röhrig, der sein vermutlich bestes Spiel im Kerzeller Trikot machte, machte nach Chancenwucher der Gäste mit der letzten Aktion noch das 4:1, wodurch die Helvetia den direkten Vergleich der beiden nun punktgleichen Konkurrenten für sich entschied. Nach schwierigen Wochen und Monaten hat sich Kerzell damit eindrucksvoll zurück gemeldet. „Das war Balsam für die Seele, dass wir jetzt endlich mal die Tore gemacht haben. Es war von jedem eine Top-Leistung und der Sieg ist auch in der Höhe verdient“, freute sich Doppelpacker Röhrig. Ganz anders natürlich die Stimmungslage bei RSV-Trainer Stanislav Szilagyi. „Ich in absolut enttäuscht. Für Abstiegskampf war das absolut zu wenig. Einstellung und Engagement gleich null.“
Die Statistik RSV Petersberg: Peikert; Sentürk (77. Emde), Bott, Sammet, Sauer (66. Junk) – Flach, L. Aschenbrücker, Meister, von Pazatka (46. Dabbaj) – Fuchs, Heil (57. Yemane). SG Kerzell: Hohmann; Wess, Birkenbach (74. Lomb), Kreß, T. Schnopp – F. Schnopp – Heil (59. Reith), Hörl – Kennel – Niklas (27. Hasenauer, 89. Henning)), Röhrig. Schiedsrichter: Lars-Hendrik Köpsel (SV Mittelkalbach). Zuschauer: 350. Tore: 0:1 Tristan Niklas (2.), 0:2 Marc Röhrig (9.), 1:2 Nick Heil (18.), 1:3 Tom Schnopp (73., Foulelfmeter), 1:4 Marc Röhrig (90.+1).


Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können