Gruppenliga: Horas Dennis Möller
Dank Premierentor zum Lucky Puch
Gegen seinen Ex-Verein ließ es sich Horas-Trainer Julian Wehner nicht nehmen, von Anfang an aufzulaufen und hatte bei der ersten Chance seiner Mannschaft gleich seine Füße im Spiel, als er einen Freistoß 17 Meter vor dem Tor herausholt. „Es ist ja nicht das erste Spiel in dieser Saison, das ich bestreite. Da wir ein paar angeschlagene Spieler haben, habe ich mich eben nochmal gequält“, gibt der 32-Jährige schmunzelnd zu Protokoll. Der fällige Freistoß landete indes in der Mauer (24.)
Einer dieser zuletzt angeschlagenen Spieler war Dennis Möller, der nach Verletzung in der jüngsten Vergangenheit zu drei Kurzeinsätzen kam und zum Matchwinner werden sollte. Der Stürmer lauerte nach Hereingabe von Daniel Fabrizius am zweiten Pfosten, nahm die Flanke an und versenkte sie im langen Eck zum Führungstreffer (79.). „Das Tor ist für die Mannschaft unfassbar wichtig. Dass es ausgerechnet mein ersten Gruppenligator war, ist natürlich umso schöner“, freut sich der 19-Jährige.
Dass es überhaupt so weit kam, hat sich der RSV Petersberg teilweise selber zuzuschreiben. Die Gajic-Elf bestimmte gerade in der ersten Halbzeit das Spielgeschehen, konnte aber beste Chancen nicht nutzen. Beispiel: Nach herrlichem Doppelpass mit Tim Schuster war Dimitri Bonny durch, scheiterte aber freistehend am Horaser Schlussmann Tim Seitz (29.). „Es war ein typisches 0:0-Spiel. Wir waren die erste Halbzeit klar besser, nach der Pause kam hingegen Horas auf und setzte den Lucky Puch“, bedauert RSV-Keeper Timo Goldbach. „Unser Manko war und ist einfach, dass wir bis jetzt immer in Rückstand geraten sind. Wir müssen endlich mal das erste Tor in der Partie erzielen. Dann geht vieles einfacher.“
Selbst Wehner spricht von einer „enttäuschenden ersten Halbzeit“ seiner Mannschaft, in der Petersberg den FV gut unter Druck gesetzt habe. „Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und konnten uns nach dem Seitenwechsel drei, vier gute Chancen herausspielen.“ Eine davon landete im Vergleich zum RSV Petersberg eben im Tor. „Ob verdient oder nicht möchte ich nicht beurteilen. Wir hatten gegen FT Fulda Pech, heute hat es der Fußballgott eben mit uns gut gemeint“, resümiert der Trainer.
Mit jetzt 13 Punkten hat sich Horas somit in der Spitzengruppe der Gruppenliga festgebissen und geht mit „bester Laune“, wie Wehner sagt, in die kommenden Begegnungen. Der RSV rutscht hingegen auf einen Abstiegsplatz ab, möchte sich davon aber nicht beirren lasse. „Wir dürfen uns jetzt nicht vom Ergebnis runterziehen lassen. Die Leistung hat gepasst. Daran müssen wir uns hochziehen und weitermachen“, betont Goldbach.
Die Statistik:
RSV Petersberg: Goldbach – L. Aschenbrücker, M. Aschenbrücker, Masoldt (56. Wollny) – Gajic, Bott, Schuster (80. Ickler), Elm, Ehresmann – Karadavut (78. S. Aschenbrücker), Bonny.
FV Horas: Seitz – D. Fabrizius, Walt (73. Pekala), Eckard, T. Fabrizius – Günther, Zentgraf – Rippert (68. Rich), Wehner (68. Möller), Savran – Lesser.
Schiedsrichter: Andreas Böck (Steinau). Zuschauer: 160. Tore: 0:1 Dennis Möller (79.), 0:2 Patrick Lesser (90.).

