Dank Speuzer fünf Teams im Aufstiegsfieber
Gruppenliga Frankfurt West: Bosnien mit Kantersieg im Tabellenkeller
Speuzers Keeper Kofi Deda sah die Rote Karte - es folgten ihm ab der 86. Minute sage und schreibe drei Kalbacher in die Kabine. Foto: Marcel Lorenz
FFV Sportfreunde 04 – FC Kalbach 3:0 (0:0)
Den torlosen ersten Durchgang beschrieb Speuzer-Coach Mehmet Somun als "recht ausgeglichen, mit etwas mehr Spielanteilen für Kalbach.“ Die erste größere Aufregung gab es nach knapp einer Stunde, als FFV-Keeper Kofi Deda den Ball nach einem Abstimmungsfehler außerhalb des Strafraums mit der Hand berührte und mit rot vom Feld geschickt wurde. Genutzt hat Kalbach die Überzahl nichts, im Gegenteil. Nach 72. Minuten gab Schiedsrichter Florian Tesch Elfmeter auf der anderen Seite. Okan Ilkiz traf zum 1:0. "Das war eine schwache Leistung von uns. Obwohl wir heute viel mehr hätten machen können, haben wir den letzten Pass nicht konsequent genug gespielt“, musste Kalbachs Spielertrainer Elton da Costa in der Schlussphase zudem insgesamt drei Platzverweise seiner Mitspieler beobachten.
Zunächst flog Deniz Pekgüzelyigit nach mehrfachem Meckerns, kurz danach musste sein Torwart Jannis Pellowski nach einem Foul im Strafraum ebenfalls mit gelb-rot runter. Den fälligen Elfmeter schossen die Hausherren im Nachschuss durch Fatih Bosnak ins Tor. Kurz nach der dritten gelb-roten Karte der Kalbacher für Dimitru Chiriloae erzielte Robert Kohns den Treffer zum 3:0-Endstand.
Schiedsrichter: Florian Tesch (SC Hassia Dieburg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Okan Ilkiz (72., Foulelfmeter), 2:0 Fatih Bosnak (89.), 3:0 Robert Kohns (90.+4).
Gelb-Rote Karten: Denis Pekgüzelyigit (Kalbach, 86.), Jannis Pellowski (Kalbach, 88.), Dimitru Chiriloae (Kalbach, 90.).
Rote Karte: Kofi Deda (Sportfreunde, 58.).
Besonderes Vorkommnis: Okan Ilkiz (Sportfreunde) verschießt Foulelfmeter (89.).
SC Dortelweil – SKV Beienheim 4:1 (2:0)
Drei Treffer von Markus Vancura brachten den SC Dortelweil in der ersten Stunde auf die Siegerstraße. Nach dem 3:0 in der 55. Minute hörte der SCD laut Martin Gunkel aus dem Vorstand jedoch auf, Fußball zu spielen. "Wir waren in den Zweikämpfen nicht mehr präsent und haben dem Gegner zu viele Räume gelassen. Wenn es ganz doof läuft, kann es sogar 2:3 stehen.“ Denn nach dem Anschlusstreffer durch Mike Michalak verpasste es der SKV Beienheim, seine Halbchancen konsequenter zu nutzen. Zudem hatte Dortelweil bei einigen knappen Abseitsentscheidungen das nötige Quentchen Glück. Nach dem Flippertor zum 4:1 durch Marcel Bittner in der Nachspielzeit beschrieb Gunkel den Sieg als "verdient, aber vielleicht um ein Törchen zu hoch.“
Schiedsrichter: Dirk Siefert (SV Gammelsbach).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0, 2:0 und 3:0 Markus Vancura (4., 44., 55.), 3:1 Mike Michalak (63.), 4:1 Marcel Bittner (90.+1).
Spvgg. Griesheim – SG Bornheim 1:4 (1:0)
Mit einem schönen Distanzschuss aus 25 Metern brachte Griesheims Daniel Sikorski den Tabellenletzten nach einer halben Stunde in Front. Bis dahin sahen die Zuschauer laut Bornheim-Coach Maik Rudolf einen Sommerkick. "Wir haben es versucht, hochkarätige Chancen gab es aber nur nach Standardsituationen.“ Nach der Pause zeigten die Gäste endlich, warum sie mitten im Aufstiegskampf stehen. Der Treffer zum Ausgleich von Kapitän Niklas Troll war der Dosenöffner für die Bornheimer, die in den letzten zehn Minuten das Spiel zu ihren Gunsten drehten. Manuel Elford setzte einen Freistoß ins Torwarteck, Simon Horn und erneut Troll sorgten für ein deutliches Ergebnis. Zwischen den letzten beiden Treffern sah Kapitän Lars Jung bei den Griesheimern die gelb-rote Karte.
Schiedsrichter: Kiriakos Karras (SV Eintracht Zwingenberg).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Daniel Sikorski (30.), 1:1 Niklas Troll (68.) 2:1 Manuel Elford (80.), 3:1 Simon Horn (82.), 4:1 Niklas Troll (87.).
Gelb-Rote Karte: Lars Jung (Griesheim, 85.).
SV BKC Bosnien – TuS Merzhausen 6:1 (1:1)
"Ich denke, dass wir aus den letzten drei Spielen noch einen Sieg benötigen. Im Moment sieht es ja so aus, als würden nur drei Mannschaften absteigen“, analysierte Bosniens sportlicher Leiter Admir Malohodzic nach dem 6:1-Kantersieg auch gleichzeitig die Ergebnisse aus der Verbandsliga. Im heimischen Gallusviertel gingen zunächst die Gäste durch Julian Ivan in Führung. Branislav Glamocanin glich kurz vor dem Seitenwechsel aus.
"Wir haben unser bestes Saisonspiel gezeigt. Wir haben mit Tempo gespielt, gepresst und viel kombiniert. Das einzige Manko war die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit“, beschrieb Malohodzic eine Kabinenansprache von Trainer Rasim Grabovica, die "Wirkung zeigte.“ Nach der Pause machten Michele Burgio, Ognjen Vulic mit insgesamt drei Treffern und Tino Matijevic das halbe Dutzend voll.
Schiedsrichter: Dominik Weber (Main-Taunus).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Julian Ivan (16.), 1:1 Branislav Glamocanin (40., Foulelfmeter), 2:1 Michele Burgio (51.), 3:1 und 4:1 Ognjen Vulic (62., 64.), 5:1 Tino Matijevic (84.), 6:1 Ognjen Vulic (87.).
1.FC Oberstedten – FV Hausen 4:3 (0:0)
Die insgesamt sieben Treffer hoben sich die Akteure ausschließlich für den zweiten Durchgang auf. Der A-Jugendliche Matteo Klier traf fünf Minuten nach Wiederbeginn, Andre Masarski erhöhte auf 2:0 für Oberstedten. Weitere drei Minuten später köpfte Tobias Neugebauer das 2:1. Kliers abgefälschter Freistoß stellte den alten Abstand wieder her. Zwei berechtigte Foulelfmeter in der Schlussphase brachten den FV Hausen wieder ins Spiel, nach 85 Minuten stand es 3:3. Das letzte Wort sprach jedoch der FCO, der nach einem Pass von Vincent Warnecke in die Mitte auf Daniel Wolf in der Nachspielzeit den späten 4:3-Siegtreffer erzielte.
"Ein Unentschieden wäre nach den gezeigten Leistungen gerecht gewesen, Hausen hat nicht wie ein Absteiger gespielt“, äußerte sich Oberstedtens sportlicher Leiter Rüdiger Rau nach den Vorkommnissen im letzten Spiel der Gäste lobend über den Gegner: "Chapeau. Am Auftreten von Hausen war nichts auszusetzen. Kein böses Foul, kein gar nichts. Es war ein sehr faires Spiel.“
Schiedsrichter: Volker Höpp (FSV Dauernheim).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Matteo Klier (47.), 2:0 André Masarski (54.), 2:1 Tobias Neugebauer (57.), 3:1 Matteo Klier (65.), 3:2 und 3:3 Sina Shakouri (75., Foulelfmeter, 85. Foulelfmeter), 4:3 Daniel Wolf (90.+2).
FV Stierstadt – FC Neu-Anspach 1:1 (1:1)
Dass der FV Stierstadt über die 90 Minuten ein Chancenplus hatte, sah auch Neu-Anspachs Trainer Rico Henrici. Aufgrund der engen Personaldecke – der FCNA reiste mit nur 13 Spielern nach Stierstadt – wollte der Trainer dennoch mit seiner Mannschaft "nicht zu hart ins Gericht gehen. Aufgrund unseres bekannten Personalmangels müssen eben immer die selben Leute die Knochen hinhalten.“ Nach einer schönen Kombination traf sein Schützling Niklas Kraus zunächst sogar zum 0:1. Noch vor der Pause glich Tim Weidehoff die Partie aus. Ein Sonderlob verteilte Henrici an seinen Torhüter Mario Schreiber, der "eine sehr gute Leistung gezeigt hat. Das war toll, was er alles gehalten hat.“ Durch den Punkt steht der FVS auf dem 14. Tabellenplatz, der möglicherweise zum Klassenerhalt ausreicht.
Schiedsrichter: Patrick Tim Glaser (Wiesbaden).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Niklas Kraus (12.), 1:1 Tim Weidehoff (34.).
FG Seckbach – FSV Friedrichsdorf 3:0 (2:0)
Mit einem Doppelschlag ging die FG Seckbach vor heimischer Kulisse Mitte des ersten Durchgangs mit 2:0 in Führung. Mabulli Sawo erzielte nach einer Ecke das 1:0, drei Minuten später traf Milad Wardak nach einem fragwürdigen Elfmeterpfiff. "Das 2:0 zur Pause war eher schmeichelhaft“, musste auch Seckbach-Trainer Thorsten Spahn zugeben. Dennoch hatte die FGS das Spiel "in der zweiten Halbzeit gut im Griff gehabt.“ Weniger erfreut zeigte sich Spahn über die zunehmende Härte der Gäste, wenngleich er den Ärger des FSV nachvollziehen konnte. "Den Elfmeter muss man nicht unbedingt geben. Aber das war kein Grund, so eine Härte ins Spiel zu bringen.“ Nach etwa einer Stunde sorgte Abwehrmann Gabriel Fustero für den 3:0-Endstand.
Schiedsrichter: Christoph Schneider (SpVgg Sonnenberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Mabulli Sawo (22.), 2:0 Milad Wardak (25., Foulelfmeter), 3:0 Gabriel Fustero (64.).

