Showdown

„Darf ein Kackspiel werden“

Hessenliga: Für Radic zählen im Kellergipfel nur die Punkte

25. April 2019, 07:04 Uhr

Für Felix Hack (rechts) und den SV Buchonia Flieden steht der Showdown gegen Griesheim an. Foto: Julian Belz

Showdown am Fliedener Weiher. Zum Kracher des Spieltages im Tabellenkeller empfängt der SV Buchonia Flieden am Samstag (15 Uhr) den SC Viktoria Griesheim. Mit einem Sieg kann die Radic-Elf ein beruhigendes Fünf-Punkte-Polster auf Griesheim herausschießen. Bei einer Niederlage wird die Luft dagegen ganz eng im Abstiegskampf.

Die Ausgangslage:

Die Buchonia rangiert auf Platz 13 mit 29 Punkten aus 27 Spielen. Griesheim steht mit 27 Punkten aus 28 Spielen auf dem derzeitigen ersten Abstiegsplatz. Für beide Mannschaften geht es somit einzig und allein um den Klassenerhalt in der Hessenliga. Mit einem Sieg kann Flieden einen riesigen Schritt machen, denn die Kluft auf die letzten vier Plätze beträgt anschließend bereits fünf Zähler, sollte der Hünfelder SV nicht gegen den FC Gießen punkten.

Wissenswertes zum Spiel:

Für Fliedens Trainer Zlatko Radic ist die Begegnung gegen den Tabellennachbarn das Spiel des Jahres, ein Sechs-Punkte-Spiel, welches „ganz, ganz wichtig ist. Hätte uns jemand Anfang November erzählt, dass wir Ende April über dem Strich stehen und es in der eigenen Hand haben, hätten demjenigen das die wenigsten geglaubt.“ Beim Blick zurück auf das vergangenen halbe Jahr ist Radic entsprechend stolz, denn was die Beteiligten aus dem Königreich sich erarbeitet haben, ist aller Ehren wert.

Der Buchonen-Coach stellt sein Team erneut auf einen wahren Kampf ein, denn mit den gleichen Attributen erwartet er den kommenden Gegner. „Es geht bei beiden Teams um zu viel. Beide werden engagiert bis zur letzten Minute sein, für beide zählt nur ein Sieg. Da interessiert niemanden, wie das auf dem Platz aussehen wird, zumal ich keine schönen Spiele im Abstiegskampf kenne. Von mir aus kann es ein absolutes Kackspiel werden, wenn am Ende die drei Punkte in Flieden bleiben“, frohlockt Radic. Personell hat der 49-Jährige die Qual der Wahl. Alle Mann sind an Bord, zumal sich der Trainer sicher ist, dass sich niemand dieses Spiel entgehen lassen will. „Unser Teamgeist, den ich zuvor nirgends so erlebt habe, könnte der Schlüssel zum Erfolg sein“, meint Radic und freut sich auf einen tollen Fight am Samstag.

Der Gegner:

Lange Zeit hielt sich Griesheim im Mittelfeld der Tabelle, doch nach und nach ging es für die Elf von Trainer Richard Hasa immer weiter bergab. Besonders nach der Winterpause ist der Wurm drin, denn aus acht Spielen gingen nur drei Punkte hervor (beim 3:0-Sieg in Friedberg). Nach dem Aufstieg 2012 aus der Verbandsliga kämpfen die Südhessen wie in jeder Saison gegen den Abstieg. Nachdem in den vergangenen Jahren dieser gerade noch so abgewendet werden konnte, könnte es die 27.000-Einwohner-Stadt in diesem Jahr treffen. Treffsicherster Mann bei der Viktoria ist Ali Kazimi mit 7 Saisontoren.

Statistiken:

Ausgeglichener könnte die Historie zwischen Flieden und Griesheim kaum sein. In den vergangenen 13 Duellen feierte jedes Team fünf Siege, dreimal wurden die Punkte geteilt und folglich fünf Niederlagen mussten beide einstecken. Die letzten fünf Spiele gegeneinander gingen ausschließlich an das Heimteam (Griesheim siegte in der Hinrunde 1:0). Die Vorzeichen für die Buchonia stehen demnach nicht schlecht.

Autor: Tobias Konrad

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