Nullnummer im Derby
Das erste Saisontor lässt noch auf sich warten – Fotos
Der wichtigste Moment des Spiels: Langenbiebers Janek Claaßen hält den Foulelfmeter von Hofbiebers Carl-Sebastian Dege. Foto: Charlie Rolff
Dass einige Zuschauer im Nachgang von „Not gegen Elend“ sprachen, wurde der Sache dennoch nicht gerecht. Natürlich war es kein Leckerbissen, was beide Mannschaften anboten – wozu allerdings der schlechte Platz einen gehörigen Teil beitrug. Aber es war Feuer drin, selten unfair, und trotzdem war zu sehen, dass dort zwei Nachbardörfer aufeinandertrafen.
Und ein typisches 0:0-Spiel war es auch nicht, denn beide Mannschaften hatten dicke Chancen. Die größte im Spiel hatte Hofbiebers Carl-Sebastian Dege Mitte der ersten Halbzeit. Felix Kluge traf Tim Bleuel beim Kreuzen, doch Routinier Dege scheiterte vom Punkt an einem anderen Erfahrenen: Langenbiebers Stand-by-Keeper Janek Claaßen, der eine Menge Sicherheit ausstrahlte und der Fels in der Brandung war.
Starke Torhüter bei der Nullnummer zwischen dem TSV Langenbieber und SV Hofbieber II
„Beide Torleute waren überragend“, konstatierte Gabriel Mahr, der nach Cyrus Saradjs zwölfjähriger Ära – als Zuschauer war „Charly“ trotzdem vor Ort – das Traineramt in Langenbieber übernommen hat. Mahr muss es wissen, schließlich vergab er – als Stürmer aufgestellt – freistehend vor SVH-Keeper Sebastian Hahner eine der besten Chancen für den TSV (26.).
Der TSV war dem Sieg einen Tick näher, hatte mehrere gute Gelegenheiten – doch es wurde offensichtlich, dass die besten Torjäger der Vorsaison mit Pascal Eich (Wechsel nach Ehrenberg) und Fabian Hofmann (verletzt) nicht dabei waren. „Ich sehe das Positive, die Chancen waren da. Wir haben uns hier gut reingefighted“, konnte Mahr nach seiner Premiere ein gutes Gefühl mit nach Hause nehmen. Zumal das neu einstudierte System mit Dreierkette prima funktionierte.
Enttäuschter wirkten die Hofbieberer, die auf ihren kranken Trainer Thomas Birkenbach verzichten mussten. „So ein Derby ist nie einfach. Wir haben spielerisch mehr drauf als das, was wir gezeigt haben“, sagte sein Stellvertreter Oliver Beck, der mit der Chancenverwertung vor der Pause haderte. Neben Dege hatte Marlon Etzel per Direktabnahme früh eine dicke Gelegenheit (5.).
Die Statistik:
TSV Langenbieber: Claaßen; Wehner, Zengerle, Kluge – Wingenfeld, Fröhlich, Hahner, Kollmann – Mihm, Mahr, Schmidt (Mehler, Schwerd, Wess).
SV Hofbieber II: Hahner; Brehl, Hosenfeld, Breitung, N. Sondergeld – Streitenberger, M. Kohlhoff, Dege, Reinhard, Etzel – Bleuel (F. Sondergeld, Fröhlich, F. Kohlhoff).
Schiedsrichter: Heiko Jäckel (SV Uttrichshausen).
Zuschauer: 180.
Verschossener Foulelfmeter: Carl-Sebastian Dege (Hofbieber II) scheitert an Janek Claaßen (23.).


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