Das hat Brisanz: Zweigert nach Hattendorf

Neue Note im Fall Weilmünster

04. Juli 2017, 13:30 Uhr

Paul Zweigert verlässt den SV Müs.

Angreifer Paul Zweigert wechselt vom SV Müs zum Alsfelder A-Ligisten SV Hattendorf. Das vermeldet die "Oberhessische Zeitung", die den 29-Jährigen mit sieben weiteren Neuzugängen auf einem Bild im neuen Trikot abgelichtet hat. Zunächst ein eher unscheinbarer Wechsel, allerdings nur auf den ersten Blick.

Denn wenn man genau hinschaut, dann bekommt der Wechsel eine ordentliche Portion Brisanz: Zweigert sagte nämlich vor einigen Wochen im Fall Jürgen Weilmünster (wir berichteten) vor dem Sportgericht für die Hattendorfer und gegen den osthessischen Schiedsrichter aus. Hintergrund ist, dass Weilmünster nach der Begegnung des SV Hattendorf gegen Schwalmtal am 21. April angeblich von einem Hattendorfer Offiziellen geschlagen worden und sich dabei ein Schädelhirntrauma zugezogen haben soll. Ein Vergehen, das der Verein vehement abstreitet und sich hierbei auch auf den Zeugen Zweigert beruft. Denn entgegen der Schilderungen von Weilmünster, er wäre direkt nach der Partie nach Hause und anschließend ins Krankenhaus gefahren, sagte Zweigert, der nebenberuflich in einer Bar tätig ist, aus, Weilmünster am gleichen Abend noch in jener Lokalität gesehen - und das ohne Gesichtsverletzungen.

Was an jenem 21. April wirklich geschehen ist, wird sich wohl erst vor einer staatlichen Gerichtsbarkeit klären. Denn der SV Hattendorf hat bei der Staatsanwaltschaft Gießen Strafantrag gegen Weilmünster wegen „Übler Nachrede“ und „Verleumdung“ gestellt. Ein Termin für die Verhandlung ist uns aber noch nicht bekannt.

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