KOL Süd: SG Lauter
Das Phänomen Saisonstart
Marco Hühn, Toptorschütze der vergangenen Jahre, konnte mit der SG Lauter schon so viele Siege feiern wie vorige Saison. Foto: Charlie Rolff
Wenn einer die Gründe für diese Kuriosität kennen muss, dann Schmidt. Schließlich coacht er das Team seit bereits zwölf Jahren. "Wir hatten eine gute Vorbereitung und jetzt einen sehr breiten Kader. Die Trainingseinheiten werden gut besucht, es sind immer 20 bis 22 Mann da." In solchen Trainings können dann Abläufe gut trainiert werden, was schon zwei Siege zur Folge hatte. Gegen Magdlos und Schweben - vergangene Saison gab es nur einen Punkt aus den Spielen - siegte Lauter 4:3 und 3:0. "In Schweben waren wir aggressiv, läuferisch sehr gut und haben sie gut unter Druck gesetzt. Wir haben uns das Glück erzwungen. Gegen Magdlos haben wir nach Rückständen eine gute Moral gezeigt, was die Formel zum Sieg war. Zudem waren die Laufbereitschaft und Zweikämpfe sehr gut."
Aber es gab auch schon negative Ausreißer: Gegen Huttengrund setzte es ein 0:6, gegen Lütter sogar ein 0:11. Bereits vergangene Saison gab es gegen erstgenanntes Team sieben Gegentore. "Aber wir haben eine Entwicklung im Vergleich zum letzten Spiel gegen sie gemacht. Vorne war Huttengrund effektiv und gnadenlos. Gegen Lütter war es ein Kollektivversagen. Mir geht es darum, wie man verliert; wir müssen das nächste Mal Zähne zeigen und Zweikämpfe führen. Gegen Lütter standen wir mit elf Mann hinten und haben keinen Zweikampf geführt", ärgert sich der Coach über die beiden hohen Niederlagen.
Ein Spieler, auf den sich die Lauterer verlassen können, ist der 40-jährige Marco Hühn. Er schoss in den vergangenen Jahren immer mindestens 15 Tore und auch diese Saison ist das möglich. "Die Qualität ist da und er ist auch sehr flexibel einsetzbar. Entweder ganz vorne oder als Zehner. Er macht noch seine Tore", so Schmidt über den Stürmer.
Das Saisonziel ist indes der Klassenerhalt. "Wir wollen beweisen, dass wir in die Kreisoberliga gehören." Besonders hebt Schmidt die Jugendspieler hervor, die so eine Perspektive haben sollen. Die Entwicklung ist zwar bei jedem unterschiedlich, aber es ist von Vorteil, höherklassig spielen zu können. Auch für die nächsten Spiele gegen Welkers und Flieden seien Punkte möglich, auch wenn es ein "dreckiges 1:0 wird. Drei Punkte sind drei Punkte", blickt Schmidt optimistisch in die Zukunft.

