Das Warten hat ein Ende

Überragende Borussen schlagen Stadtallendorf 3:1

07. November 2015, 16:00 Uhr

Der neue Coach Thomas Brendel konnte seinen ersten Sieg bejubeln. Foto: Charlie Rolff

Auf dem Papier spielte der Tabellenvorletzte gegen den Zweiten, auf dem Platz bot sich aber ein ganz anderes Bild. Der SC Borussia Fulda beendete die drei Monate andauernde Durststrecke und besiegte am Samstagnachmittag Eintracht Stadtallendorf hochverdient mit 3:1 (1:1).

Dabei begann die Partie absolut passend zur aktuellen Borussen-Situation. Nach drei Minuten konnte Del Angelo Williams den Ball mit der Brust annehmen und per Fallrückzieher über den verdutzen Tobias Wolf ins Tor treffen. Sichtlich geschockt lief bei den Borussen daraufhin nicht mehr viel zusammen, Williams hätte eigentlich das 2:0 machen müssen, als er ganz alleine vor Wolf auftauchte (15.).

Nach einer gewissen Zeit fingen sich die Hausherren aber und hatten klarste Chancen auf den Ausgleich. Zweimal rettete das Aluminium für Stadtallendorf: Felix Beck traf den Pfosten, Matija Poredskis Nachschuss wurde anschließend geblockt (23.), sieben Minuten später traf Poredksi nach toller Hereingabe von Dennis Müller nur die Latte. In der 38. Minute war es erneut Dennis Müller, der über die rechte Seite kam und auf den überragenden Mark Jaksch zurücklegte. Der Kapitän fackelte nicht lange und erzielte den hochverdienten Ausgleich.

Den Schwung konnte der SCB in die zweite Halbzeit transportieren, es entwickelte sich ein Spiel einzig und allein aufs Gäste-Tor. Nachdem die Borussen schon kurz nach dem Seitenwechsel einige Chancen auf die Führung hatten, war es dann in der 59. Minute soweit. Ausgerechnet Ingmar Merle, in den vergangenen Wochen und Monaten mit meist unglücklichen Auftritten, traf nach einer Flanke von Beck, die Poredski per Kopf zuvor verpasste.

Wer auf eine Reaktion der Gäste gehofft hatte, wurde enttäuscht. Am gefährlichsten wurde es nach einem Abschluss von Torschütze Williams aus der Distanz, ansonsten waren die Hausherren dem 3:1 näher als die Gäste dem Ausgleich. Nach einer kurz ausgeführten Ecke war es dann soweit, Beck nahm Maß, bei seinem Schuss war wohl niemand mehr dran und der Ball flog zur Entscheidung ins Tor (84.).

Entsprechend groß war der Jubel und die Erleichterung nach dem Spiel. "Wir haben alles in die Waagschale geworfen und die taktischen Vorgaben gut umgesetzt", war Kapitän Jaksch zufrieden. "Nach drei Monaten ohne Sieg ist das natürlich ein riesiger Stein, der vom Herzen fällt. Wir wussten kaum noch, wie sich so ein Erfolg anfühlt." Von einem Sieg aufgrund des Trainerwechsels will Jaksch aber nichts wissen. "Ich will jetzt nicht mehr über die Vergangenheit reden. Entscheidend ist, dass wir jetzt eine Serie starten wollen."

Fulda: Wolf; Dimitrijevic (78. Ruhl), Schad, Milankovic, Beck - Jaksch, Krause - D. Müller, Pomnitz (90. Schwab), Merle - Poredski (67. Trägler).
Stadtallendorf: Bachmeier; Richardt; Szymanski, Vidakovics, Dinler - Arifi, Bartheld (61. Tega) - Vogt, Döringer (46. Ademi) - Völk, Williams (77. Yildirim).
Schiedsrichter: Patrick Haustein (Buseck).
Zuschauer: 750.
Tore: 0:1 Del Angelos Williams (3.), 1:1 Mark Jaksch (38.), 2:1 Ingmar Merle (59.), 3:1 Felix Beck (84.).

Autor: Steffen Kollmann

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