Debüt nach endloser Verletzungspause: Schmitt ist angekommen
Lange musste Sebastian Schmitt (rechts) mit Marius Löbig die Spiele verletzungsbedingt von außen ansehen. Zumindest Schmitt stand nun auf dem Platz. © Charlie Rolff
Lediglich in einigen wenigen Testspielen kam Sebastian Schmitt, der im Sommer von Alemannia Aachen zur SG Barockstadt wechselte, bislang zum Einsatz. Ein Haarriss im Fuß und muskuläre Verletzungen sorgten für eine Leidensgeschichte des 27-Jährigen, die im September ein vorzeitiges Ende zu haben schien, als der Linksverteidiger im Spiel beim TSV Steinbach Haiger erstmals im Kader stand . Zu einem Einsatz kam es damals nicht, nur wenige Tage später sorgte die nächste Verletzung für einen weiteren Rückschlag.
Sebastian Schmitt: Debüt nach endloser Verletzungspause
„Er hat sich reingekämpft. Sebastian bringt viele Qualitäten mit und wir helfen ihm, dass er wieder Fußball spielen kann“, sagte Trainer Sedat Gören nach dem 1:0-Erfolg der Barockstadt im Nachholspiel gegen den SGV Freiberg . Schmitt wurde für Marius Köhl eingewechselt und spielte auf der linken Offensivseite. „Er hat seine Sache gut gemacht. Natürlich fehlt es noch konditionell, deswegen haben wir ihm erstmal 20 Minuten gegeben. Aber sowas kommt nicht von heute auf morgen“, betonte Gören, der in Schmitt einen wichtigen Mann für sein System sieht, da der 27-Jährige die linke Seite sowohl defensiv als auch offensiv spielen kann.
War es für Schmitt ein gelungenes Debüt, mussten einige andere 90 Minuten auf der Bank verbringen, die in der Hinrunde noch Stammspieler oder meist erste Wechseloptionen von Gören waren. Gal Grobelnik, Nico Rinderknecht, Moritz Dittmann oder Hendrik Hansen, der als Innenverteidiger beim Pokalerfolg in Alzenau überzeugte, kamen nicht zum Einsatz, Kristian Gaudermann musste für Neuzugang Clint Essers weichen und kam lediglich für die letzten Minuten. Ein Beweis, wie groß und gut der SGB-Kader mittlerweile ist.
„Die Jungs mussten in den sauren Apfel beißen, aber wir haben etwas umgestellt, was auch funktioniert hat“, erklärt Gören die Umstellungen, durch die die SGB keinen Torschuss der Freiberger zuließ. „Wenn du etwas erreichen willst, musst du so einen großen Kader haben. Wir haben die Lehren aus der vergangenen Rückrunde gezogen und deshalb haben wir reagiert. So können wir bei Einwechslungen Qualität nachlegen“, betonte Gören.

