O/Z marschiert
Den Ankerts sei dank
Gruppenliga: Siegtreffer ganz zum Schluss
Obwohl nach dem Platzverweis gegen Maximilian Heil nach einer Notbremse gegen den durchgebrochenen Marcel Zehner in Unterzahl spielend, drehte Oberzell die Partie. Zunächst landete ein Eckball von Valentin auf dem Kopf des gerade eingewechselten Simon, der das Spielgerät zu Bruder Julian verlängerte. Und dieser stand dort, wo ein Torjäger in solchen Situationen zu stehen hat - am Fünfmeterraum - und musste den Ball nur noch einnicken.
Oberzell erkannte, dass der Gegner nach diesem Tor schwer angeschlagen war und setzte daher weiter auf bedingungslose Offensive. In den letzten fünf Minuten erspielten sich die Gastgeber Chance auf Chance und wurden schließlich in der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer belohnt. Eine Flanke von Julian drückte Valentin aus kurzer Distanz über die Linie.
Schirmer ist konsterniert
Danach war nur noch kollektiver Jubel angesagt, während die Gästespieler niedergeschlagen zu Boden sanken. "Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie hat gekämpft bis zum Umfallen und das Ding tatsächlich noch gedreht. Entscheidend war auch, dass unser Torhüter Robin Dorn unmittelbar vor dem Ausgleich dem Marcel Zehner den Ball vom Fuß gepflückt hat. Wäre der drin gewesen, wäre es sicherlich umgegangen", frohlockte Oberzells Trainer Frank Kühlthau. Sichtlich konsterniert wirkte indes sein Gegenüber Daniel Schirmer: "Die Mannschaft hat 70 Minuten gut gespielt, es aber versäumt, sich dafür auch zu belohnen. Leider sind wir nach dem Weggang von Moritz Reinhard vorne viel zu harmlos. Das hat man heute wieder gesehen. Wenn man sich die Ergebnisse so betrachtet, scheint momentan keiner so richtig Lust auf Platz zwei zu haben. Wer es dann am Ende wirklich schafft, für den ist die Relegation noch einmal eine sehr schöne Einnahme - mehr auch nicht. Wir werden es aber sicherlich nicht werden.“
Dabei bestimmte sein Team noch weitestgehend das Geschehen in der ersten Halbzeit, obwohl Torchancen freilich Mangelware blieben. Eine der wenigen gefährlichen Torraumszenen führte kurz vor dem Seitenwechsel auch zum Führungstreffer der Elterser. Ein Pass von Kilian Farnung fand Maximilian Grösch, der aus gut 16 Metern ins linke untere Eck traf. Die zehnminütige Drangphase der Oberzeller nach dem Seitenwechsel überstand Elters noch glimpflich. Und nach Heils Platzverweis glaubten wohl die meisten der gut 180 Zuschauer, dass die Partie nun zu Gunsten von Elters entschieden sei. Doch es kam anders - dank der Familie Ankert. / rd
Die Statistik:
Oberzell/Züntersbach: R. Dorn; Manz (79. S. Ankert), Föller, Statt, Müller, N. Dorn (46. V. Ankert), Löffert, J. Ankert, Heil, Lingelbach, Münch.
Elters: Hartung; Neubauer, Hohmann, Möller, Hahner, J. Reinhard (88. Kraus), Langgut, Farnung, Grösch (83. Weber), Zehner, Haas.
Schiedsrichter: Sven Marquardt (SG Orlen).
Zuschauer: 180.
Tore: 0:1 Maximilian Grösch (40.), 1:1 Julian Ankert (82.), 2:1 Valentin Ankert (90.+1).
Rote Karte: Oberzells Maximilian Heil wegen Notbremse (68.).


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