Dennis Leopold: "Ich wollte immer Profi werden"

Verbandsliga Mitte: 38-Jähriger jetzt bei Oberliederbach

28. August 2017, 15:58 Uhr

Der 38-jährige Dennis Leopold hier noch im Trikot von Rot-Weiss Hadamar. Foto: Marcel Lorenz

Mittwoch letzter Woche stellte Oberliederbachs Trainer Asad Ahmat noch einen potentiellen Neuzugang in Aussicht. Am Freitag ist dann Dennis Leopold schon zum ersten Mal für die SG gegen Germania Schwanheim aufgelaufen.
Dabei ist Leopolds Entscheidung für den Mitte-Verbandsligisten durch einen persönlichen Kontakt entstanden.

Letzte Saison noch ist Dennis Leopold mit der TSG Wörsdorf aus der Verbandsliga Mitte in die Gruppenliga Wiesbaden abgestiegen: "Vielleicht wirkt es nicht loyal, dass ich jetzt nicht mehr für Wörsdorf spiele, nachdem wir zusammen abgestiegen sind. Der Fall liegt aber anders. Um den Trainer und die Mannschaft hat es mir Leid getan, dass ich gegangen bin, aber ich hatte keinen Ansporn mehr, weil die Vereinsführung sich mit einem siebten oder achten Platz als Saisonziel zufrieden geben wolle", sagt Dennis Leopold mit etwas Wehmut.

Den Kontakt zur SG stellte Oberliederbachs Spieler Bülent Öztürk her: "Bülent und ich haben schon vor 20 Jahren gemeinsame Disco-Zeiten erlebt. Er hat mich ins Gespräch gebracht und so hat mich Asad angerufen und gesagt, dass ich doch mal mittrainieren soll. Sie würden einen Leader suchen, der die Mannschaft führt. Das gesamte Vereinsumfeld hat mir dann sofort zugesagt", schildert der 38-Jährige, der schon unter anderem für die Reserve von Eintracht Frankfurt und den SV Wehen Wiesbaden unter Vertrag stand, seinen ersten Eindruck.

Zu seinem fußballerischen Laufbahn gibt der Einkaufsleiter eines Baukonzerns ein klares Bekenntnis ab: "Ich wollte immer Profi werden. Bei Eintracht Frankfurt habe ich auch mit den Profis trainiert, aber zu mehr hat es nicht gereicht. Es ging einfach nicht mehr dynamisch vorwärts. Die Zeiten in Frankfurt und beim SV Wehen Wiesbaden waren sehr intensiv, aber jede Station hat mich letzten Endes geprägt."

Autor: Christoph Weß

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