Der Sekt kann fast schon kalt gestellt werden
FT Fulda vor Rückkehr in die Gruppenliga
Dennoch ist klar: Die Turner können sich nur noch selbst im Weg stehen. 21 der 24 absolvierten Spiele gewannen die Mannen von Andrijasevic, zweimal gab es keinen Sieger, während die erste Partie der Restrunde beim Hünfelder SV mit 1:2 verloren ging. Heißt konkret: Sofern die SG Schlitzerland alle seine acht restlichen Partien gewinnt, braucht FT Fulda noch zehn Zähler aus den letzten sechs Partien der Saison, womit der Liga-Primus sich zwei Pleiten und ein Unentschieden erlauben darf.
"Solche Rechenspiele betreibe ich nicht", macht Andrijasevic deutlich. Vielmehr konzentriere er sich auf die Partie am Donnerstagabend (18.30 Uhr) bei der Drittvertretung des TSV Lehnerz. "Das wird eine ganz schwere Aufgabe, weil der TSV erfahrungsgemäß Mann und Maus aufbietet, wenn sie gegen uns spielen. Zumal weder die Erste, Zweite noch die A-Junioren parallel im Einsatz sind", warnt der Ex-Lehnerzer, der froh ist, dass die Mannschaft nach der Niederlage zum Restrundenstart auf der Hünfelder Rhönkampfbahn wieder in die Spur gefunden hat. "Nach der Pleite hat plötzlich der Kopf Fußball gespielt. Die Leichtigkeit, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat, ist verloren gegangen."
Wiedergespiegelt habe sich das vor allem in den Leistungen, jedoch nicht den Ergebnissen. Denn der "Ausrutscher" beim HSV sollte der einzige in diesem Jahr sein, wurden die folgenden fünf Partien allesamt gewonnen. Gerade am Wochenende beim 5:1-Sieg in Lauter zeigten seine Mannen im zweiten Spielabschnitt eine ganz starke Vorstellung. "Spätestens da ist der Knoten geplatzt. Wir mussten uns die Leichtigkeit und den Spielwitz in den vergangenen Wochen erst wieder erarbeiten", so Andrijasevic.
Als goldrichtig hat sich derweil die Verpflichtung von Torhüter David Schwarz vor gut drei Wochen (wir berichteten) herausgestellt, der als Stand-by-Keeper bis zum Saisonende zur Verfügung steht. Denn ausgerechnet am Sonntag, als der Ex-Petersberger das erste Mal in dieser Spielzeit auf der Ersatzbank Platz genommen hatte, verletzte sich Stammtorhüter Sebastian Hüter am Rücken und musste ausgewechselt werden. "Er hat sich einen Nerv am Rücken eingeklemmt und konnte sich kaum bewegen. Wir müssen mal sehen, wie schnell er sich davon erholt und können umso glücklicher sein, dass wir David als Back-Up verpflichten haben", ist Andrijasevic über das glückliche Händchen froh. Denn mit goldrichtigen Entscheidungen kennt sich der 42-jährige Erfolgstrainer in dieser Saison bestens aus.


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