Der SV Steinbach macht richtig Bock!

30. September 2024, 12:11 Uhr

Der SV Steinbach jubelt über den fünften Hessenliga-Sieg in Folge. © Memento36

„Viel geiler geht es nicht“, sagte Steinbachs Trainer Petr Paliatka, nachdem sein Team in der Hessenliga bereits den fünften Sieg in Folge eingefahren hat.

Wenn es läuft, dann läuft es einfach. Das wurde aus Steinbacher Sicht im Gastspiel in Weidenhausen mehrmals deutlich. Beispielsweise beim Blick auf die Zeitpunkte der Treffer. Ein frühes Führungstor nach fünf Minuten. Das vorentscheidende zweite mit dem Pausenpfiff. Und zu guter Letzt der 3:0-Endstand Mitte der zweiten Hälfte, der sämtliche Restzweifel beseitigte.

Hessenliga: Steinbacher Personalsorgen werden zum Trumpf

Zudem wäre da der Blick aufs Personal. Obwohl Carlo Yanez verletzt ausfiel, kurzfristig Reservetrainer Sascha Schleinig in den Kader beordert werden musste und der für die Startelf eingeplante Lukas Hildenbrand aufgrund von Leistenproblemen kurz vor Anpfiff den Daumen senken musste, passte personell alles. Trainer Petr Paliatka brachte für Innenverteidiger Hildenbrand Angreifer Darian Jung, stellte das Team auf einigen Positionen um – und sollte goldrichtig handeln, weil Jung mit zwei Toren und herausgeholten Elfmeter zum Matchwinner wurde .

„Nicht ich, sondern meine Spieler haben alles richtig gemacht. Ich habe vorher schon überlegt, Darian direkt zu bringen, weil er gut trainiert und oft als Joker getroffen hat“, erklärt Paliatka. Jung bewies, dass er es auch von Beginn an kann. Der vor der Saison aus Bebra gekommene Torschützenkönig der Kreisoberliga Nord hatte ein kleines Heimspiel bei schwachen Adlern – und ließ sich davon beflügeln. Beim 1:0 stand er nach Leon Wittkes Querpass richtig (5.), beim 3:0 nutzte er seine Schnelligkeit und traf per Heber (69.). Außerdem holte er für Alexander Reith einen Elfmeter heraus – das Foul war unstrittig, der Ort des Vergehens aber außerhalb des Strafraums (45.+2).

„Ich hatte damit gerechnet, dass es da Freistoß geben würde“, gab auch der Matchwinner zu, der sich schon vor Anpfiff, als Paliatka ihn doch noch in die Startelf beförderte, gut fühlte. „Ich habe mir wenig Gedanken gemacht. Generell konnte ich mit viel Selbstvertrauen in die Saison gehen, ich wurde super von der Mannschaft aufgenommen“, erzählte Jung. Es passt einfach beim SVS. „Es macht zurzeit total Bock. Jeder kämpft für den anderen, wir lassen kaum etwas zu“, stellte Paliatka heraus.