Starke SGF
Deutlich wird es erst mit den Ex-Offenbachern - Fotos
Hessenpokal: Freiensteinau macht Alzenau das Leben richtig schwer
Marvin Höbeler (im Zweikampf rechts) und Freiensteinau lieferte Alzenau um Alexander Okyere einen tollen Fight. Foto: Oliver Müller
Gerade zu Beginn des Spiels präsentierte sich die SGF richtig stark, als sie nicht nur im Kollektiv gut verteidigte, sondern auch immer wieder vorne Nadelstiche setzte. Gerade die einzige Spitze Jannik Beikirch initiierte den ein oder anderen guten Konter, von Erfolg gekrönt waren die Vorstöße aber nicht. Beispielsweise legte sich Stefan Stramm den Ball zu weit vor, sonst hätte der Rechtsaußen eine Top-Chance gehabt (11.). Auch den ersten Abschluss der Partie hatten die Hausherren, der einzige Neue in der Partie, Marvin Höbeler, zog aber nach vier Minuten zu zentral ab.
"Wenn wir kaltschnäuziger sind, kann es 2:0 stehen", wusste Freiensteinaus Trainer Heiko Breitenberger, und auch sein Gegenüber Angelo Barletta hatte "nach 20 Minuten nur zwei Schüsse des Gegners" notiert. Die neuformierte Alzenau-Truppe – Barletta hatte neun neue Spieler gebracht – brauchte dagegen einige Zeit. Als dann der Druck immer größer wurde, traf Mahdi Mehnatgir nach einer halben Stunde, nachdem Freiensteinau keinen Zugriff auf Vorbereiter Kubilay Cetin bekam. Ansonsten verteidigte die Breitenberger-Elf im 4-1-4-1-System sehr kompakt, Beikirch hatte kurz vor der Pause sogar noch eine gute Ausgleichschance, brachte eine Flanke aber nicht unter Kontrolle.
Nach 60 Minuten hatten die Bayern nur einen Treffer erzielt, dann setzte sich die individuelle Qualität gegen müder werdende Hausherren aber immer mehr durch. Auch bedingt durch die Einwechslungen der letztjährigen Offenbacher Dren Hodja und Serkan Firat wurde Alzenau dominanter und effektiver. Cetin, Semih Sentürk und eben Hodja trafen dann allesamt aus der Distanz, zweimal nach einer Ecke.
"Diese Spieler sind natürlich nochmal komplett andere Hausnummern, die heben uns auch in der Regionalliga auf ein anderes Level", betonte Barletta, der auch Lob für den Gegner über hatte – nicht nur wegen der Leistung. "Wie wir hier aufgenommen wurden, war schon bemerkenswert. Es war sehr angenehm, hier zu spielen." Breitenberger sprach seiner Truppe noch ein "Riesenkompliment" aus, "gerade taktisch hat die Mannschaft das sehr gut gemacht". Der Schachzug, Angreifer Roland Lotz aufgrund seiner Kopfballstärke auf die Sechs zu stellen, ging voll auf, auch wenn das Ergebnis am Ende noch recht deutlich wurde.
Die Statistik:
SG Freiensteinau: Kania - Link, S. Sill, Krieg, N. Höbeler - Lotz (79. Lang) - Stramm (62. Schöniger), Schenk, Papsch, M. Höbeler - J. Beikirch (77. Hausmann).
FC Bayern Alzanau: Gärtner - Okyere, Wilke (55. Hodja), Auer, Sejdovic (55. Firat) - Jourdan, Köhler (59. Kikutani) - Cetin, Sentürk, Alessandro - Mehnatgir.
Schiedsrichter: Oleg Karaliov (SF Oberau).
Zuschauer: 600.
Tore: 0:1 Mahdi Mehnatgir (31.), 0:2 Kubilay Cetin (61.), 0:3 Semih Sentürk (72.), 0:4 Dren Hodja (76.).


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