Di Gregorio: Müssen über 100 Prozent gehen

Gruppenliga Frankfurt West: Bleibt Merzhausen zu Hause ungeschlagen?

06. Oktober 2017, 09:58 Uhr

Oberrads Spielertrainer Baldo di Gregorio (vorne) hat den FV Hausen zu Gast. Foto: Rita Hartenfelser

Zum ersten Mal in dieser Saison werden alle acht Partien der Gruppenliga am Sonntag um 15 Uhr ausgetragen. Dabei empfängt der TuS Merzhausen im Top-Spiel des 12. Spieltags den SC Dortelweil. Auch in der Begegnung des FC Neu-Anspach gegen die FG Seckbach wollen beide Mannschaften den Anschluss an die begehrten Aufstiegsplätze halten.

TuS Merzhausen – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

Zum Top-Spiel des 12. Spieltages kommt es in Merzhausen, wenn der TuS den SC Dortelweil empfängt. Merzhausen könnte bei möglichen Ausrutschern des Spitzenduos auf einen der Aufstiegsränge klettern. Sollte Dortelweil die Begegnung gewinnen, würde der SC nach Punkten mit den Gastgebern gleichziehen. "Dortelweil hat für mich am Anfang der Saison zum Favoritenkreis gezählt. Sie haben sehr, sehr große Qualität“, erwartet TuS-Coach Enis Dzihic ein "spannendes Spiel. Wir sind eine eingeschworene Truppe und auf unserem Platz bisher ungeschlagen.“ Exakt ein Jahr und einen Tag vor dieser Paarung fand das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in Merzhausen statt, welches der TuS mit 1:0 für sich entschied. Das Rückspiel gewann Dortelweil zu Hause mit 4:1.

FC Neu-Anspach – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)

Seit Oberrad und Kalbach an der Tabellenspitze ins Rollen gekommen sind, müssen sowohl der FC Neu-Anspach als auch die FG Seckbach wöchentlich kämpfen, um den Anschluss ans obere Tabellendrittel zu halten. Anspach ist momentan Sechster, Seckbach liegt zwei Punkte dahinter auf Rang acht. Thorsten Spahn erwartet ein "Spiel auf Augenhöhe mit zwei Mannschaften, die vom Niveau her gleich sind. Hoffentlich liegt noch kein Schnee in Neu-Anspach“, freut sich Seckbachs Trainer auf ein Duell, in dem "Kleinigkeiten entscheiden werden.“ Verzichten müssen die Seckbacher wohl auf Abwehrchef Gabriel Fustero, der gegen den SC Dortelweil mit einer Zerrung ausgewechselt werden musste.

Spvgg. Oberrad – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)

Mit neun Gegentoren aus den ersten elf Partien sind die Oberräder die einzige Mannschaft der Liga, die im Schnitt weniger als ein Tor pro Spiel kassiert haben. Bei den letzten sechs Ligaauftritten hielt die Spielvereinigung viermal den Kasten hinten sauber. Mit dem FV Hausen kommt eine Mannschaft nach Oberrad, die ihrerseits erst 15 Treffer erzielen konnte und zudem die wenigsten Punkte pro Auswärtsspiel holt. Dennoch weiß Oberrads Coach Baldo di Gregorio, dass in dieser Liga "jeder jeden schlagen kann. Wir werden wieder über 100 Prozent gehen müssen, denn Hausen hat auch gewisse Qualitäten. Sie haben ein gutes Mittelfeld, da können die auch gut zocken. Da müssen wir höllisch aufpassen“, erwartet der Trainer aufgrund des spielfreien Dienstags der Hausener einen ausgeruhten Gegner.

FC Kalbach – FV Stierstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Erst in letzter Sekunde sicherte sich der FC Kalbach unter der Woche gegen den 1. FC Oberstedten durch Florian Kisters 5:4-Siegtreffer die drei Zähler. Damit konnte der FCK die Tabellenführung verteidigen, die vor wenigen Wochen auch schon der FV Stierstadt inne hatte. Nach dem klasse Saisonstart des FVS gingen vier der letzten fünf Partien verloren. Für den Aufsteiger spricht, dass der FV in der Fremde bereits mehr Zähler einfahren konnte als der FC Kalbach zu Hause. Drei der vier Gastspiele konnte Stierstadt für sich entscheiden, die erste Niederlage auswärts setzte es vor wenigen Tagen beim 3:7 in Griesheim. Kalbach hingegen landete mit dem Last-Minute-Sieg gegen Oberstedten erst den zweiten Heimsieg.

SG Bornheim – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)

In den vergangenen fünf Partien blieb der FSV Friedrichsdorf sieg- und punktlos bei einer Tordifferenz von 2:18. Zuletzt setzte es in den Heimspielen gegen Neu-Anspach und gegen die Sportfreunde zwei deftige Niederlagen. Nun reist die Mannschaft mit den wenigsten Toren zur Mannschaft mit den zweitwenigsten Gegentreffern nach Bornheim. Und auch im Angriff zeigte sich die SG zuletzt formverbessert. Mit Moritz Schneider und Alaa Aishouna erzielten zuletzt auch wieder die nominellen Stürmer zusammen insgesamt sechs der letzten acht Treffer. Mit vier Siegen aus den letzten vier Partien hat Bornheim zudem momentan die längste aktive Siegesserie aller 17 Vereine.

SKV Beienheim – Spvgg. Griesheim (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir gehen auf dem Zahnfleisch und müssen hoffen, dass ein Torwart zurückkommt“, äußerte sich Griesheim-Vorstand Christian Kossack nach dem 7:3-Sieg gegen den FV Stierstadt, bei dem SOMA-Schlussmann Sven Oker zwischen den Pfosten stand: "Wir wollen gegen Beienheim auf jeden Fall was holen, den Anspruch müssen wir haben“, so Kossack weiter. Beim SKV hofft man hingegen, dass der momentan einzige nominelle Stürmer, Leon Hirzmann, auflaufen kann nachdem er gegen Oberrad verletzt ausgewechselt werden musste. "Griesheim ist ein Konkurrent gegen den Abstieg, die haben zehn Punkte und wir 13. Insofern reden wir von einem Sechs-Punkte-Spiel“, so Beienheims Pressesprecher Michael Major: "Der Tabellenplatz von Griesheim sagt nichts aus. Es wird ein schweres Spiel, und wir werden sie nicht unterschätzen.“

VfB Friedberg – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Auf vier Niederlagen zum Saisonauftakt folgten beim VfB Friedberg drei Siege am Stück. Auf die drei Siege folgten nun drei erneute Niederlagen. Zuletzt lag man beim Tabellendritten aus Merzhausen nach 20 Minuten mit 2:0 vorne und musste sich dennoch mit 2:5 geschlagen geben. Etwas konstanter verliefen die letzten Wochen beim SV BKC Bosnien. In fünf der letzten sechs Spiele blieb man ohne Niederlage. In der Tabelle bedeutet das insgesamt 14 Punkte aus elf Spielen und den zehnten Tabellenplatz. In einem laut VfB-Spielausschuss Carsten Lesiak „typischen 0:0-Spiel“, erzielten die Friedberger beim Heimspiel in der vergangenen Saison das Tor des Tages erst in der 89. Minute. Auch das Hinspiel konnte der VfB mit 5:1 für sich entscheiden.

1. FC Oberstedten – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Durch die Niederlage Nieder-Erlenbachs beim FC Neu-Anspach und dem darauf folgenden 7:3-Sieg der Spvgg. Griesheim gegen den FV Stierstadt hat die TSG erneut die rote Laterne an sich nehmen müssen. Der Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz ist mit sechs Punkten jedoch noch überschaubar. Zudem können bei der Dichte der Liga jederzeit gleich mehrere Vereine in die Abstiegszone rutschen. Auch der FCO liegt trotz zuletzt guter Ergebnisse nur einen Punkt vor dem Tabellen-Zwölften aus Stierstadt. Von der Tabellensituation des Gegners lässt sich FCO-Trainer Artur Rissling nicht blenden: "Nieder-Erlenbach hat da unten nichts verloren, Punkt. Wir versuchen, was zu holen, aber es wäre vermessen zu sagen, wir wären der Favorit.“

(sly)