Die Abwehr bleibt die Problemzone
Flieden vor Derby: Verlieren fast schon verboten
„Vier Punkte aus zwei Spielen – das hätte was. Und dann geht’s nächste Woche zum Derby gegen Borussia“, wünschte sich Buchonen-Coach Meik Voll vor Wochenfrist. Doch die Realität sieht nach der 2:4-Pleite gegen Watzenborn-Steinberg anders aus. Dabei war das Team aus dem Königreich gegen den Aufsteiger keineswegs schlechter, in den ersten 25 Minuten war Flieden spielbestimmend und machte ein richtig gutes Spiel. Warum die Buchonen nach dem zwischenzeitlichen 1:1 dann aber völlig den Faden verloren, bleibt allerdings ein großes Rätsel.
Zwei Dinge waren dabei auffällig: Die Abwehr bleibt wohl auch unter Neu-Trainer Meik Voll die Problemzone. Denn alle vier Treffer waren absolut vermeidbar. Ein Mix aus individuellen Fehlern, der fehlenden Cleverness und dem nicht vorhandenen Glück wurde der Buchonia letztlich zum Verhängnis. Addiert man die zwei Gegentreffer aus dem Spiel gegen Lohfelden (2:2) mit dazu, so hat die Voll-Elf in zwei Begegnungen bereits sechs Tore kassiert - das kann selbst die starke Buchonen-Offensive nicht auffangen.
Außerdem fehlte Flieden ohne Angreifer Fabian Schaub (krank) im Sturmzentrum die Durchschlagskraft. Julian Ankert war zwar sehr bemüht, hatte gegen den robusten Michael Bodnar aber einen schweren Stand. "Uns hat in der Offensive einfach die Entlastung gefehlt. Es ist uns nicht gelungen, den Ball mal durch die Schnittstelle zu spielen, eigene Chancen zu kreieren. Da haben wir einfach viel zu umständlich gespielt", kritisierte Voll.
Immerhin: In dieser Woche steigt Schaub wieder ins Training ein. Bedenkt man, dass Flieden am Samstag (18.30 Uhr) gegen Borussia Fulda spielt, die bekannterweise mit den kantigen Innenverteidigern Nikola Milankovic und Sebastian Ruhl auflaufen, wird der 25-Jährige trotz zweiwöchiger Krankheit mehr als nur eine Alternative sein. Zumal Kemal Sarvan vom TSV Lehnerz erst am vergangenen Freitag eindrucksvoll zeigte, dass Milankovic und Ruhl mit einem robusten, groß gewachsenen Stürmer durchaus ihre Probleme haben.
Denn vor Probleme muss Flieden die Borussen auf dem großen Platz im Stadion der Stadt Fulda stellen. Trotz der Personalprobleme, die derzeit im Königreich herrschen, wäre nur ein Punkt aus den ersten drei Ligaspielen im Königreich zu wenig. Verlieren im Derby also fast schon verboten.


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