"Die Anfrage hat mich geehrt"

B-Liga Schlüchtern: Heiko Jäckel sieht SVU gut aufgestellt

31. Januar 2017, 10:07 Uhr

Vereinsurgestein Heiko Jäckel trainiert ab Sommer seinen SV Uttrichshausen. Foto: Oswald Leibold

"Als große Ehre" empfindet es Heiko Jäckel, dass er im Sommer als Nachfolger von Jürgen Mott das Traineramt beim Schlüchterner B-Ligisten SV Uttrichshausen übernehmen darf. Der 46-Jährige ist ein Urgestein beim SVU und möchte mit einem perspektivisch gut aufgestellten Team bald gerne in der A-Liga spielen.

Dass es vielleicht schon in diesem Sommer mit der Rückkehr in die A-Klasse klappt, das kann Jäckel in dieser Saison sogar noch aktiv beeinflussen: Sechs Treffer hat der Routinier in dieser Runde für seinen SVU erzielt. "Platz eins ist fix an Niederzell vergeben, den Relegationsrang wollen wir aber gerne bis zum Saisonende behaupten", erklärt Jäckel, der zur neuen Saison dann als Coach eher an der Seitenlinie als auf dem Feld stehen wird. Sein jetziger Coach Jürgen Mott will in Zukunft etwas kürzertreten und hat für den Sommer seinen Abschied nach drei Jahren angekündigt.

"Ein Traum, meinen Heimatverein trainieren zu dürfen, gab es zwar nicht. Dennoch freue ich mich, dass es sich jetzt so ergeben hat. Der Rahmen passt", freut sich der Beamte der Bundesbahn auf die neue Aufgabe. So komme sein Sohn Maurice im Sommer aus der Jugend des Vereins heraus, "dazu kehrt Gabriel Jäckel vom dualen Studium zurück. Er ist ein klasse Torjäger", weiß Jäckel, der über einen kleinen, aber relativ jungen Kader verfügen wird: "Sieben, acht Spieler sind noch keine 25 Jahre alt. Uttrichshausen hat nur 900 Einwohner, dennoch wollen wir uns unsere Eigenständigkeit so lange wie möglich bewahren und sind auf einem guten Weg."

Jäckel weiß, wovon er spricht, hat der 46-Jährige in den vergangenen zwölf Jahren im Jugendbereich des Vereins gearbeitet und kennt somit alle Talente des SV Uttrichshausen. Die erste Mannschaft des SVU wird das zweite Seniorenteam sein, das Jäckel coacht, war der Torjäger in der Spielzeit 2001/2002 für eine Saison schon Spielertrainer beim TSV Oberzell, den er gleich zum Aufstieg in die damalige Bezirksliga führte. "Damals habe ich aber das Engagement trotzdem nach einem Jahr beendet, weil ich das zeitlich nicht mit dem Beruf unter einen Hut bekommen hatte. Mittlerweile kann ich das besser händeln", erklärt Heiko Jäckel, der neben Uttrichshausen auch für die TSG Lütter und den SV Neuhof fußballerisch aktiv gewesen ist.

Wenn nicht in diesem Jahr, dann möchte Jäckel spätestens in der nächsten Saison den Aufstieg mit Uttrichshausen ins Visier nehmen. "Die A-Liga ist die richtige Klasse für uns", glaubt der 46-Jährige, der im Kampf um Rang zwei den FSV Schlüchterner Löwen und die SG Rückers II als härteste Konkurrenten ausgemacht hat.

Autor: Christian Halling

Kommentieren