„Die beste Barockstadt-Mannschaft, die es je gab“
Nico Rinderknecht und die SG Barockstadt haben ihre Heimstärke unter Beweis gestellt. © Charlie Rolff
Man kennt es aus Spielen der Bundesliga, Champions League oder Nationalmannschaft. Wenn ein Treffer fällt, wird eine Torwahrscheinlichkeit eingeblendet. Die „Expected Goals“-Statistik berechnet dann am Ende des Spiels, wie viele Tore anhand der Chancen beider Teams am Ende hätten fallen sollen. Ein aktuelles Beispiel aus der Bundesliga: Stuttgart hätte Hoffenheim laut der zu erwartenden Tore 3:2 besiegen müssen, verlor aber mit 2:3.
Sedat Gören: „Beste Barockstadt-Mannschaft, die es je gab“
Aber zurück zur SG Barockstadt . Eine „Expected Goals“-Statistik wird nämlich auch in der Regionalliga Südwest geführt. Schließlich wird jedes Spiel gefilmt, und die Technik gibt es her, dass zuverlässige Prognosen getroffen werden können. Der jüngste Auswärtsgegegner der SGB, Hoffenheim II, arbeitete im Zuge der Spielvorbereitung intensiv mit dieser Statistik und stellte fest: Bei keinem anderen Team ist die Diskrepanz zwischen den tatsächlichen Treffern und der zu erwartenden Tore so hoch wie bei Barockstadt. Die SGB macht eine Menge aus ihren Chancen, hat aber Luft nach oben, wenn es darum geht, qualitativ hochwertige Möglichkeiten herauszuspielen. Mit ähnlichen Werten gelang es Union Berlin in der vergangenen Saison, in die Champions League einzuziehen.
Sedat Gören arbeitet nicht mit diesen Werten. Seine Spieler werden in anderen Bereichen überprüft: Laufleistungen, Anzahl und Schnelligkeit der Sprints zum Beispiel. Der Trainer hat festgestellt: „Das ist die beste Barockstadt-Mannschaft, die es je gegeben hat. Das habe ich auch den Jungs gesagt“, lobt der 51-Jährige, um zugleich eine Warnung hinterher zu schieben. „Wir wissen, dass diese Liga ein gutes Schaufenster sein kann. Aber wir dürfen keinesfalls durchdrehen, die Spieler müssen auf dem Teppich bleiben.“ Denn der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist nicht riesig, wenn Teams aus der Dritten Liga dazukommen.

