Die lange Leidenszeit von Marius Grösch

26. Februar 2024, 06:42 Uhr

Beim Heimspiel gegen SGV Freiberg nahm Marius Grösch (rechts) an der Seite von Steffen Kollmann für den Livestream Platz. Schon bald möchte der Verteidiger der SG Barockstadt aber wieder auf dem Platz stehen. © Memento36

Marius Grösch bestritt sein letztes Spiel für die SG Barockstadt am 16. September. Nach nur zehn Minuten riss es im Heimspiel gegen die U23 des FSV Mainz im Oberschenkel.

Der Höhepunkt einer Odyssee, die für Grösch bereits im April letzten Jahres begann. Nachdem er bis dahin (mit Ausnahme einer Gelbsperre) alle Spiele über die vollen 90 Minuten für die SG Barockstadt bestritten hatte, fiel der Innenverteidiger zum ersten Mal aus. Die Saison 2022/2023 war gelaufen, aber Grösch arbeitete sich wieder heran. Zum Saisonauftakt 2023/2024 beim VfB Stuttgart II stand der 29-Jährige wieder über die volle Distanz am Platz. Alles schien gut.

SG Barockstadt: Marius Grösch mit langer Verletzungspause

Doch der Schein trügte: Schon am zweiten Spieltag musste Grösch gegen Walldorf nach nur 23 Minuten runter. Es folgte zwei Wochen später noch eine Einwechslung beim 1:1 in Offenbach, ehe im Spiel gegen Mainz der endgültige Rückschlag kam . „Vor dem Mainz-Spiel habe ich mich topfit gefühlt, habe die Sprints voll durchgezogen. Dann aber kam eine Situation, in der ich über die 100 Prozent hinaus gehen musste. Das war zu viel für den Muskel.“ Bis heute lautet die Diagnose Muskelfaserriss im Oberschenkel. „Aber das kann ja nicht sein, dass man da fünf Monate ausfällt. Keine Ahnung, ob es letztlich doch ein Abriss oder ein Bündelriss war – und ganz ehrlich? Es ist mir auch egal. Ich will nach vorne schauen und die letzten Monate einfach vergessen.“

Nun trainiert Grösch, der in wenigen Tagen 30 Jahre alt wird, wieder voll mit. Ein Einsatz käme aber noch zu früh, sagt er: „Endlich kann ich wieder trainieren. Ich war fünf Monate komplett raus, konnte fast ein Vierteljahr nicht mal joggen. Jetzt muss ich sehen, dass ich wieder Einsatzzeiten – auch gerne erstmal bei der Zweiten – bekomme und über Wettkampfpraxis wieder herankomme. Ein Zeitfenster setzte ich mir dabei aktuell nicht, denn zum Glück ist die Kader-Situation in der Regionalliga entspannt. Es gibt also keinen Grund, etwas zu überstürzen.“

Das gilt auch für seine Vertragsverlängerung. Sein Vertrag läuft nämlich am 30. Juni aus. „Der Verein und ich befinden uns aktuell im Austausch. Im Sommer endet meine berufliche Ausbildung, dann stelle ich mich neu auf. Die Gespräche laufen, mehr kann man aktuell zu diesem Thema noch nicht sagen“, erklärt Grösch.