Fliedens Verteidiger in Torlaune

Die offensive Defensive – Fotos

10. Oktober 2020, 15:50 Uhr

Lufthoheit: Hier köpft Niko Zeller (Nummer 13) das 2:0. Foto: Kevin Kremer

Der SV Flieden bleibt daheim eine Macht und erkämpfte sich dank seiner Innenverteidiger Andre Leibold, Nico Zeller und der Standardstärke von Marius Kullmann die Punkte 13, 14 und 15, die mit ihren Toren für die Vorentscheidung gegen Erlensee sorgten. Die Blau-Weißen siegten in einer ansehnlichen Begegnung mit 3:0 (1:0).

Wenn nichts geht Leibold und Zeller fragen! Ok: Diese These ist vielleicht etwas überspitzt formuliert, hebt aber die Wichtigkeit dieser Akteure hervor. Ihren eigentlichen Job, das Verteidigen, erledigten sie bravourös und hielten auch das Gebilde SV Flieden in den ersten 20 Minuten am Leben, als die Blau-Weißen noch nach ihrer Form suchten. Die Krönung folgte mit der ersten richtigen Chance für Flieden, als Leipold nach Kullmann-Ecke richtig stand und zur Führung einköpfte (21.).

Und Zeller? Der sorgte mit dem 2:0 – wieder bereitete Kullmann nach einem ruhenden Ball vor – für die Vorentscheidung, als der 23 Jährige aus kürzester Distanz einnickte (51.). Zwar wurden die Hausherren ab der 20 Spielminute stärker und übernahmen das Kommando – richtig gefährlich wurde es aber fast im gesamten Spiel nur nach Standards, bei denen eben die Verteidiger glänzten. Nico Hohmann hatte noch eine große Gelegenheit, traf nach einer Ecke aber nur die Unterlatte (24.). Und so war es erneut ein ruhender Ball, der den Gästen den Stecker zog. Marius Kullmann glänzte dieses Mal als Vollstrecker und zirkelte einen Freistoß über die Mauer. Der Ball wurde noch abgefälscht (70.).

Dass die Partie diesen Verlauf nahm, war allerdings nicht selbstverständlich. Die Hausherren wirken in der Anfangsphase abwesend und fabrizierten zu viele leichtsinnige Fehler im Spielaufbau. Niegisch scheiterte nach einem Konter an Lukas Hohmann (5.), Sebastian Wagner setzte seinen Kopfball nur Zentimeter neben den Pfosten (11.) und scheiterte später im eins gegen eins an Hohmann (36.). Ein Erlenseer Treffer in der ersten Halbzeit wäre mehr als verdient gewesen.

So aber zeigte der SV Flieden gegen eine junge Mannschaft all seine Routine und schlug jeweils zur richtigen Zeit zu. Neben dem Sieg gibt es zudem eine weitere erfreuliche Nachricht: Nach seiner Verletzung war Stürmer Fabian Schaub erstmals seit dem Spiel gegen Baunatal (16. September) wieder im Kader. Seine Dienste wurden allerdings heute nicht benötigt – dank der offensiven Defensive.

Die Statistik

SV Flieden: L. Hohmann – N. Hohmann, Zeller, Leibold, Hack – Kullmann (82. Odenwald), Rumpeltes, Gaul – Götze (76. Grosch), Neu, Betz (76. Müller).
1. FC Erlensee: Kuhl – Hixt (53. Forster), Fischer, Hamann, Walke – Becker – Lüdke, Mohn (78. Bassenauer) – Niegisch, Wagner, Damm (68. Spindler).
Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark). Zuschauer: 250 (ausverkauft). Tore: 1:0 Andre Leibold (21.), 2:0 Nico Zeller (51.), 3:0 Marius Kullmann (70.).

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