Die Stimmung im Training passt

Hessenliga: Kaminski erwartet Kampfspiel

20. September 2018, 09:59 Uhr

Ob Benjamin Trümner am Samstag gegen Griesheim auflaufen kann, ist fraglich. Foto: Charlie Rolff

Nach zuvor vier sieglosen Ligaspielen hat die SG Barockstadt am vergangenen Wochenende mal wieder drei Punkte einfahren. Am Samstag gastiert nun der SC Viktoria Griesheim in Lehnerz (15 Uhr) und wenn es nach Trainer Alfred Kaminski geht, sollen drei weitere Punkte folgen.

„Dass Punkte immer hilfreich für das Selbstbewusstsein sind, ist ja klar. Trotzdem war der Sieg in Bad Vilbel nicht wichtiger wie jeder andere Sieg. Wir verfolgen einen Plan, um voran zu kommen und deshalb ist es grundsätzlich so, dass wir in Ruhe weiterarbeiten und Fortschritte erkennen wollen“, meint der 54-Jährige.

Ob der Sieg am Samstag eine Art Brustlöser gewesen ist, wagt Kaminski nicht zu sagen: „In den Spielen davor hat man auch bereits eine gewisse Entwicklung gesehen. In Alzenau haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, konnten aber keine Punkte mitnehmen. Gegen Ginsheim waren wir in der Offensive nochmal deutlich besser, haben aber nicht die richtige Balance im Spiel gefunden. Davon war mehr in Bad Vilbel zu sehen, weil wir nicht so viele Chancen zugelassen haben. Ich sehe uns auf dem richtigen Weg“, meint Kaminski. Ob die Stimmung durch den Sieg unter der Woche im Training gelöster wirkte, vermag der Fußballlehrer nicht zu sagen. „Es passt eigentlich schon die ganze Zeit bei uns, sodass kein Unterschied merkbar war. Der Spaß ist da.“

Fast als Pflichtpunkte könnte man die drei zu vergebenen Zähler am Samstag gegen den Tabellenvorletzten aus Griesheim ansehen. Wenn dies so sein soll, muss laut dem SGB-Trainer insbesondere im kämpferischen Bereich nochmal eine Stufe hochgeschaltet werden. „Griesheim ist eine sehr robuste Mannschaft. Schaut man sich die Spiele von ihnen an, fällt auf, dass es immer körperbetont zugeht. In dieser Sache müssen wir dagegenhalten und unsere spielerische Idee miteinbringen.“ Die Gäste, die mit fünf Niederlagen schwach gestartet waren, befanden sich zuletzt im Aufwind. Den zwei Siegen gegen Bad Vilbel (2:1) und Friedberg (3:1) folgte vorige Woche allerdings wieder ein Dämpfer gegen Hadamar (0:2).

Alles andere als rosig sieht dagegen die personelle Lage bei den Barockstädtern aus. „Ich hatte am Dienstagabend nur zwölf Feldspieler am Ende der Trainingseinheit zur Verfügung, nachdem auch noch Benjamin Trümner abbrechen musste. Aus der zweiten Mannschaft hat Lukas Marvin Friedrich in dieser Woche mittraininert und zudem waren noch drei A-Junioren-Spieler mit dabei. So viel darf aktuell nicht mehr passieren“, hofft der SGB-Trainer auf keine weiteren Verletzungen.

Autor: Tobias Konrad

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