Gruppenliga: FT fordert RSV
Die weiße Derby-Weste verteidigen
Seit der Gruppenliga-Rückkehr 2018 gewann Petersberg (rechts mit David Wollny) nie gegen Florian Möller und FT Fulda. Foto: Kevin Kremer
Bislang hielt sich FT seit der Rückkehr in die Gruppenliga gegen den Nachbarn aus Petersberg schadlos. "Entsprechend werden sie alles gegen uns reinlegen", erwartet FT-Trainer Romeo Andrijasevic. "Petersberg wird mit einer breiten Brust zu uns kommen, sie haben am ersten Spieltag ein kleines Ausrufezeichen gesetzt", betont Andrijasevic. Mit 5:2 gewann der RSV zum Auftakt gegen den Vorjahres-Zweiten Horas, Dreifach-Torschütze David Wollny scheint sich rechtzeitig in eine gute Form geschossen zu haben. Entsprechend werde Andrijasevic den Fokus auf die Abwehrarbeit legen, zumal es das mannschaftliche Verteidigen noch zu verbessern gelte.
Mit dem 1:1 zum Auftakt gegen eine starke Eiterfelder Mannschaft ist der Fuldaer Trainer zufrieden. Weniger zufrieden blickt er auf den anstehenden Doppelspieltag. Nicht unbedingt, weil der Zeitpunkt am zweiten Spieltags-Wochenende nach langer Pause und kurzer Vorbereitung recht früh ist. "Dass diese Spieltage im Sommer stattfinden, geht ja nicht anders. Es wäre aber besser gewesen, wenn wir ein oder zwei Tage mehr Pause zwischen den Spielen gehabt hätten", wünscht sich Andrijasevic eine Abkehr vom Freitag-Sonntag-Modell. Bereits 44 Stunden später gastiert Elters/Eckweisbach/Schwarzbach bei der FT.
Nach der 2:5-Niederlage gegen Petersberg sieht Horas-Trainer Matthias Wilde seine Mannschaft unter Zugzwang. Gegen Aulatal (heute, 19 Uhr) und die zweite Mannschaft des Hünfelder SV (Sonntag, 15.30 Uhr) "müssen wir punkten, denn das erste Spiel ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", betont Wilde. Der FVH habe schlichtweg vergessen, die Tore zu den richtigen Zeitpunkten zu erzielen. "Unter der Woche haben wir versucht, so gut wie möglich zu trainieren und uns so gut wie möglich auf das Wochenende vorzubereiten. Das ist uns gelungen", sagt Wilde. Zudem kehren einige zuvor verletzte Spieler zurück, was die Möglichkeiten der Horaser erheblich erhöhe.
Kerzell froh über längere Vorbereitung
Während alle Teams der Gruppenliga ihren Saisonstart bereits absolviert haben, hatte die SG Kerzell eine Woche länger Vorbereitung und startet heute Abend gegen Hosenfeld (19 Uhr) in die neue Spielzeit – es ist das einzige Spiel der Kerzeller an diesem Wochenende. „Es ist kein Geheimnis, dass wir vom Leistungsstand noch nicht da sind, wo wir letztes Jahr waren. Von daher tut uns das ganz gut, dass wir letzte Woche frei hatten und jetzt nur ein Spiel“, sagt Trainer Uwe Bleuel. Mit Hosenfeld zum Auftakt hätte es die Helvetia wohl nicht schwieriger erwischen können, zählt die Sportvereinigung nicht nur für Bleuel zum Top-Favoriten der Liga. „Für uns gibt es nichts zu verlieren, sondern viel mehr zu gewinnen. Wir wollen wenig zulassen und die Leistung aus dem Spiel gegen Bad Orb zeigen, das war für uns ein Schritt nach vorne“, betont Bleuel.

