KOL Süd: Lütter schlägt Rothemann
Ditzel hier und dort – bis Djounang kommt
Rothemanns Florian Schertell (links) lieferte sich einige rassige Zweikämpfe mit Lütters Lukas Brehl. Juri Dieterle beobachtet die Szenerie. Foto: Jonas Wenzel
Andre Ditzel. Ein Name, der sich nach dem Gemeinde-Derby vor allem auf Seiten Lütters eingebrannt haben dürfte. Der 30-Jährige war Rothemanns Garant, dass die Hausherren überhaupt lange die Null hielten. Denn vom TSV kam exakt nichts, wie Lars Hohmann erkannte. Der Sportliche Leiter musste mit seinen 43 Lenzen im Sturm ran, "aber ansonsten hatten wir eine gute Truppe. Das müssen wir hinterfragen." Sebastian Groß, eigentlich Lütters Reserve-Trainer und für den rotgesperrten Raphael Groß im Kasten, konnte seine Kräfte für die anstehende Nachtschicht aufsparen. Anders sein Pendant auf der Gegenseite. Auf sieben Glanztaten kam Ditzel. Und Leidtragender seiner Sahneleistung war beispielsweise Florian Münkel. Der ehemalige Hessenliga-Torjäger eröffnete den Reigen, doch egal ob Kopfball oder Drehschuss – Ditzel war zur Stelle. Juri Dieterle war erfolgreicher, stand aber wohl im Abseits (40.). Bemerkenswert, dass Lütter die beste Phase der ersten Halbzeit hatte, als Mario Müller zehn Minuten vom Feld musste.
Spielerisch war über die gesamte Spielzeit wenig von beiden geboten. Der nasse Rasen sorgte für etliche Stockfehler, TSG-Trainer Marco Lohsse hatte gar den Plan, nicht allzu gefällig spielen zu lassen. "Rothemann sollte was fürs Spiel tun. Es sollte nicht so laufen wie im Vorjahr", sagte Lohsse und spielte auf die 0:1-Pleite an. Und er behielt recht, seinen Mannen drehten den Spieß um. Lütter lieferte eine starke zweite Hälfte, beste Chancen wurden allerdings vergeben. Das lag natürlich am besten Mann am Platz. Ditzel ließ neben Münkel auch Manuel Giraldi und Louis Winkow verzweifeln. Und wenn der 30-Jährige geschlagen war, half die Latte. Weiß blieb des Keepers Weste nicht, weil Rothemanns Kapitän Daniel Kratz die Hand im Strafraum zur Hilfe nahm. Loic Djounang blieb eiskalt vom Punkt (69.).
Seine Leistung hängte Ditzel nicht an die große Glocke, "zumal wir mit leeren Händen dastehen. Da wäre mir ein 2:1-Sieg mit einem Torwartfehler von mir lieber gewesen." Den gab's aber nicht, was auch Lohsse anerkannte und Ditzel in höchsten Tönen lobte. Gleiches galt für seine Mannschaft: "Ich bin richtig zufrieden. Wir haben es sauber gemacht, im Defensivverbund nichts zugelassen. Im Mittelfeld haben wir gut gepresst." Den Glauben an ein Tor verlor Lohsse trotz fortschreitender Spielzeit nicht, einzig das Spiel vor einem Jahr kam ihn in den Kopf, als Kratz vom Elfmeterpunkt spät traf. "Ich wollte nur, dass es nicht wie damals läuft", fügte ein sichtlich erlöster Lohsse an.
Die Statistik:
TSV Rothemann: Ditzel; Hilgenberg, Stephan, Kratz, Kirsch – Kretsch – Schertell, Bohl, Röhrig, Gaul – Hohmann (Kress).
TSG Lütter: Groß; Schlott, Müllers, Mondo, Dechant – Höhl, Müller – Brehl, Djounang, Dieterle – Münkel (Drüschler, Winkow, Giraldi).
Schiedsrichter: Markus Dinnebier (Schlüchtern).
Zuschauer: 300.
Tor: 0:1 Loic Djounang (69., Handelfmeter).
Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Mario Müller (32., Lütter).


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