Döppenschmitt: "Eine Aufstiegsrunde ist immer auch Nervensache"
Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt Ost: Hinspiele steigen am Samstag
Büdingens Kapitän Volkan Bina (blaues Trikot) möchte mit seiner Mannschaft die Rückkehr in die Gruppenliga Frankfurt Ost schaffen. Foto: Steffen Turban
FSV Bad Orb - SG Büdingen (Samstag, 15.30 Uhr)
Aufgrund einer politischen Veranstaltung im an den Büdinger Sportplatz angrenzenden Bürgerhaus wurde das Heimrecht in dieser Partie getauscht. Deswegen findet das Hinspiel zuerst in Bad Orb statt. "Das ist für uns dumm gelaufen", so Büdingens erster Vorsitzender Ali Köksal, der die Entscheidung nur schwer nachvollziehen kann. Dennoch hofft er, dass "die Mannschaft in Bad Orb ein gutes Ergebnis einfährt, um mit einer guten Ausgangslage ins Rückspiel zu gehen."
Zum Gegner kann Köksal wenig sagen: "Wir kennen Bad Orb überhaupt nicht, aber unsere Mannschaft hat von den letzten 20 Spielen nur eines verloren und hat überragend gespielt. Wir wollen guten, attraktiven Fußball spielen und dann werden wir sehen, was dabei herauskommt." Personell sieht es bei der SG gut aus. Bis auf Abdullah Yildiz, der sich im letzten Saisonspiel gegen Nieder-Mockstadt einen Muskelfaserriss zugezogen hat, sind alle Mann an Bord. Für Büdingens Trainer Michael Mohr sind es bekanntlich die letzten Spiele auf der Trainerbank der SG. Für ihn übernimmt in der neuen Runde Alberto Agnetelli.
Auch die Gastgeber aus Bad Orb können personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur die beiden Langzeitverletzten David Scholz und Maximilian Grauel stehen Trainer Helmut Dauth nicht zur Verfügung. "Wir haben uns über Büdingen informiert. Die haben eine gute Mannschaft mit starken Einzelspielern", so Bad Orbs Sportlicher Leiter Jörg Döppenschmitt. "Ich bin aber optimistisch. Eine Aufstiegsrunde ist immer auch eine Nervensache. Wir wollen unsere Stärken ausspielen und aus einer geordneten Defensive heraus agieren. Für ein Tor sind wir immer gut", so Döppenschmitt.
Der Sportliche Leiter hofft, dass die starke Leistung der Mannschaft in der Rückrunde auch entsprechend honoriert wird, denn ähnlich wie die Gäste hat aucH der FSV im Jahre 2017 fast durchgehend starke Auftritte hingelegt. "Ich hoffe auf eine große Kulisse. Das haben die Jungs sich verdient."/db
Germania Niederrodenbach - 1. FC Langen (Samstag, 15.30 Uhr)
Die Niederrodenbacher haben die Saison als Tabellenzweiter der Kreisoberliga Hanau mit 71 Punkten und einer Tordifferenz von 94:28 abgeschlossen. Damit war der Platz für die Aufstiegsrunde in die Gruppenliga Frankfurt Ost mit sieben Punkten Vorsprung auf Eintracht Oberrodenbach nicht wirklich gefährdet. Für das erste Aufstiegsrunden-Spiel gegen den 1. FC Langen gibt es für Trainer Jochen Breideband keinen großen Taktier-Spielraum: "20 Prozent Fußball, 20 Prozent Fitness und 60 Prozent Kopf", verteilte Niederrodenbachs Trainer die Anteile, auf die es am kommenden Samstag gegen den 1. FC Langen ankommen wird. Seit dem Abstieg aus der Gruppenliga haben die Germanen in den letzten vier Jahren einen zweiten, fünften und zweimal dritten Tabellenplatz belegt. "Wir sind gewappnet und es kribbelt schon. Personell hat sich meine Mannschaft in den letzten Jahren kaum verändert. Sie ist jetzt soweit", sagte Breideband. In seinem sechsten Relegationsspiel als Spieler selbst oder Trainer hat der Übungsleiter folgendes festgestellt: "Die Anspannung muss abgelegt und eine gewisse Lockerheit reingebracht werden. Die Leistung muss mannschaftlich abgerufen werden. Mit Langen begegnen wir einem Gegner auf Augenhöhe, und die Zuschauer erwartet bei vollem Leistungsabruf ein Gruppenliga-Spiel", prognostizierte der Übungsleiter.
Verzichten müssen die Niederrodenbacher auf Volkan Bakar, der sich die Achillessehe gerissen hat so wie auf Dincer Topcu wegen eines Kreuzbandrisses. Beide Spieler zogen sich ihre Verletzungen im Kreispokalhalbfinalspiel gegen die Spvgg. Langenselbold zu. Alexander Krämer fehlt wegen eines Haarrisses in der Wade.
Für den Aufstiegsaspiranten 1. FC Langen stellte sich die Tabellensituation in der Kreisoberliga Offenbach deutlich "enger" dar. Zwar waren es am Schluss nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten TSG Neu-Isenburg, mit drei Punkten Rückstand auf den Meister SVG Steinheim allerdings auch nur drei Punkte Rückstand. "Zu Saisonbeginn hatten wir es uns nicht zum Ziel gesetzt, ganz oben mit dabei zu sein. Das hat sich enwtickelt, nachdem wir nach dem achten Spieltag direkte Duelle gegen sehr gute Mannschaften für uns entschieden haben. Gerade nach der Winterpause wurde das Ziel dann nochmals konkreter, als wir gleich drei Spiele gegen hervorragende Teams gewonnen hatten", befand Langens Spielausschussvorsitzender Waldemar Schick.
Der Verein, der noch vor sieben Jahren in der Verbandsliga spielte und dann nach und nach in sich zusammenfiel, erlebt seit der Führungsübernhame vor zwei Jahren durch Stefan Schmidt und Stephan Seidel eine Renaissance: " Ohne eine Niederlage sind wir im vorletzten Jahr in die Kreisoberliga aufgestiegen, was unter anderem auch unserem Trainer Murat Kilinc zu verdanken ist. Außerdem besteht die Mannschaft zu 90 Prozent aus gebürtigen Langenern oder denen, die schon bei uns in der Jugend gespielt haben", sagte Schick. Dass der FC jetzt auch die Chance beim Schopf packen und aufsteigen will, ist klar, "und wird sich nicht strategisch auf Unentschieden oder nach dem Gegner ausrichten", macht der Spielausschussvorsitzende deutlich.
Die Rückspiele finden am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in Büdingen und um 19.30 Uhr in Langen statt. Die Gewinner aus der Bilanz beider Spiele treten am 10. Juni auf neutralem Platz in Hochstadt um den Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt Ost gegeneinander an./cw


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