Dominik Weber kratzen die Personalprobleme nicht
Verbandsliga: HSV gleich zum Start mit vielen Ausfällen
Dominik Weber müsste bei den Ausfällen eigentlich schauen wie auf diesem Bild, macht er aber nicht. Foto: Charlie Rolff
Hünfelder SV - Melsunger FV (Samstag, 15 Uhr)
Johannes Helmke, Kevin Krieger, Niklas Wahl, Patrick Faust und Neuzugang Daniel Orth heißt das Quintett, das am Samstag auf alle Fälle ausfällt, dazu stehen Fragezeichen hinter Steffen Witzel und Niclas Rehm. "Wir werden dennoch sicherlich eine gute Elf stellen, die in der Lage ist, Melsungen zuhause zu schlagen. Ich mache mir garantiert kein Kopfzerbrechen", geht HSV-Coach Dominik Weber dennoch äußerst selbstbewusst an die Sache ran. Kein Wunder, ist Melsungen doch auch erst vor wenigen Monaten mit 4:0 in der heimischen Rhönkampfbahn abgewatscht worden: "Ein Maßstab ist das aber nicht. Melsungen wird sicherlich tief stehen und hat mit Kilian und Krug zwei Stürmer, die immer gefährlich werden können. Außerdem haben sie mit Frommann einen geholt, den man ja noch aus Schwalmstadt kennt. Es kann sich schon zum Geduldsspiel entwickeln und dann ist es vor allem wichtig, dass die Abwehrreihe hochkonzentriert agiert."
SV Neuhof - Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr)
Der letzte Verbandsliga-Auftritt des SVN datiert vom 25. Mai 2013 - 0:5 hieß es am Ende zuhause gegen Vellmars U 23, der Relegationsplatz war trotz nur zweier Absteiger satte 13 Punkte entfernt. Es war ein wenig ruhmreicher Ausflug in die sechste Liga, der nach einem Jahr schon wieder beendet war. Diesmal, so hoffen es alle rund um die Glückauf-Kampfbahn, diesmal soll alles besser werden. Der Anfang ist wichtig, das weiß auch Radek Görner vor seiner Premiere als Spielertrainer. Deswegen hat er drei Devisen ausgegeben: "Wir wollen guten Fußball spielen, den Zuschauern etwas bieten, aber auch effektiv sein." Gehen alle drei Dinge auf, dann stünde auch dem wichtigen ersten Dreier wenig im Wege.
KSV Baunatal U 23 - SV Steinbach (Sonntag, 16 Uhr)
Die in der vergangenen Rückrunde starke U 23 des KSV Baunatal, dann spielfrei und danach ebenfalls auswärts gegen die Aufsteiger Schauenburg und Bad Soden: "Das ist ein richtig schwerer Start. Da muss man von Anfang an aufpassen, dass man nicht gleich hinten reinrutscht", will Kalle Müller tunlichst einen Fehlstart vermeiden und hadert mit dem Spielplan, der dem SVS erst am 23. August gegen Rothwesten das erste Heimspiel gewährt. Deswegen gelte es nach den überaus erfolgreichen Vorbereitungsspielen mit vollem Elan und vor allem hochkonzentriert das Spiel auf dem kleinen, engen Platz in Baunatal anzugehen. Dabei hat Müller die Qual der Wahl, da alle 18 Feldspieler fit sind und sich im Training aufdrängen, einzig Neuzugang Maximilian Brehl hat noch Nachholbedarf, da er den Großteil der Vorbereitung wegen Prüfungen an der Uni verpassen musste.
TSV Rothwesten - SVA Bad Hersfeld (Sonntag, 15 Uhr)
Der TSV Rothwesten dürfte gleich eine echte Standortbestimmung für das jugendliche daherkommende SVA Bad Hersfeld sein. Schließlich trennte beide Teams in der Vorsaison nur ein Zähler. Die Rothwestener konnten das oft zitierte "schwere zweite Jahr" in der Verbandsliga ohne größere Probleme überstehen, hatte nie richtig Druck im Keller und bewies, dass man zu einer stabilen Verbandsliga-Mannschaft herangereift ist.
SV Weidenhausen - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr)
"Zufrieden" lautet das Urteil Marco Lohsees über die Vorbereitung. Warum nicht hochzufrieden ist mit den Schwankungen in den Testspielen zu erklären: "Aber die sind bei so einer jungen Mannschaft, der sicherlich jüngsten in der Verbandsliga, ganz normal", erklärt der TSV-Trainer, dem vor allem der kurzfristige Abgang Osman Özklüks in Richtung Johannesberg zu schaffen macht: "So wird es noch mal schwerer. Wir müssen schnellstmöglich versuchen, die Punkte zu holen." Dass das gerade im Weidenhausener Chattenloh schwierig wird, weiß der Stürmer mit Blick auf die Statistik: "In den letzten zwei Jahren haben wir da nur einen Punkt geholt."

