Doppelpack Aschenbrücker - Petersberg schlägt Primus Sand
Verbandsliga: Verdienter 2:0-Erfolg auf dem Kunstrasenplatz - Fotostrecke
Doppelpacker Boris Aschenbrücker (von links) freute sich mit Julian Wehner, Adrian von Pazatka und Kubilay Kücükler über den Coup. Foto: Charlie Rolff
Und der Erfolg ging sowas von in Ordnung. Petersberg erarbeitete sich einige hochkarätige Torchancen, war bis auf die Haarspitzen motiviert in den Defensivzweikämpfen und kaufte dem Spitzenreiter so von Beginn an den Schneid ab. Bereits nach fünf Minuten zappelte der Ball im Netz, als der überragende Adrian von Pazatka einmal mehr auf rechts durchgebrochen war und Boris Aschenbrücker im Anschluss an die abgefälschte Flanke goldrichtig stand.
Folglich erwarteten die Zuschauer ein Torfestival auf dem kleinen Kunstrasenplatz, es entwickelten sich schließlich Torchancen im Minutentakt. Doch es ging mit einem 1:0 in die Pause. Weil die spielstarken Gäste aus Sand entweder am starken Rückkehrer im Kasten, Christian Beikirch, scheiterten oder vor dem Tor nicht die nötige Ruhe an den Tag legten. Die besten Gelegenheiten vergaben Lukas Knigge (19.), da Beikirch hervorragend reagierte, sowie Robert Garwardt und Steffen Klitsch, die den Ball knapp über beziehungsweise neben das Tor setzten.
Aber auch Petersberg hätte mit mindestens drei Toren auf der Habenseite in die Kabine gehen können. Youngster Marcel Zehner, der für den gesperrten Patrick Stupp in die Startelf gerückt war, scheiterte kurz vor der Pause beispielsweise frei vor Torwart Johannes Schmeer. Die dickste Gelegenheit vergab Julian Wehner, der einen Foulelfmeter - Florian Amert kam gegen von Pazatka zu spät - an den Innenpfosten setzte (17.). Apropos Aluminium. Kurz darauf scheiterte erneut Wehner nach einer Ecke am Pfosten, den anschließenden zweiten Ball setzte Kubilay Kücükler ebenfalls ans Gehäuse (24.).
In der zweiten Halbzeit scheiterte der RSV gar das vierte Mal am Aluminium, nur Sekunden später brach dennoch kollektiver Jubel aus. Kücükler hatte den Ball erobert und Boris Aschenbrücker freigespielt. Petersbergs Nummer neun traf erst den Pfosten, brachte die Kugel im Nachschuss aber mit aller nötiger Entschlossenheit im Kasten unter (78.). "Entscheidend war heute, dass wir kein Gegentor zugelassen haben. Nach vorne sind wir eigentlich immer gefährlich", befand der Doppeltorschütze nach der Partie.
Sand dagegen hatte zwar die größeren Spielanteile, konnte sich aber gerade nach der Pause keine ganz großen Gelegenheiten mehr erspielen. Die dicksten Chancen hatte Sand erst, als das 2:0 bereits gefallen war, dann fehlte den Spitzenreiter aber erneut das nötige Abschlussglück. Petersberg siegte somit überraschend, aber auch absolut verdient. "Das erste Spiel nach der Winterpause ist immer schwierig, auch für eine Mannschaft wie Sand. Deswegen wollten wir auf jeden Fall einen Punkt mitnehmen. Auf dem Kunstrasen ist aber alles möglich, das hat man heute gesehen", war Boris Aschenbrücker überglücklich.
Die Statistik:
Petersberg: Beikirch; Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt - von Pazatka, Wingenfeld (74. Lindiger), Wehner, Zehner - Kücükler (85. Mötzung), B. Aschenbrücker.
Sand: Schmeer; Schäfer, Amert (24. Garwardt), Bräutigam, Knigge, Itter (60. Wicke), Guthof (53. Bernhardt), Klitsch, Bernhardt, Wagner, Oliev.
Schiedsrichter: Nicklas Rau (Nidderau). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Boris Aschenbrücker (5.), 2:0 Boris Aschenbrücker (78.). Besonderes Vorkommnis: Julian Wehner (Petersberg) schießt Foulelfmeter an den Pfosten (17.).

