Dortelweil will „von der ersten Sekunde an wach sein“

Gruppenliga Frankfurt West: Merzhausen sucht nach der Form der Hinrunde

24. März 2017, 09:00 Uhr

Patrick Berschick ist mit seinen Merzhausenern in diesem Jahr noch sieglos. Foto: Jörg Schulz

Der 25. Spieltag der Gruppenliga West wird mit zwei Partien bereits heute Abend eröffnet. Der 1. FC Oberstedten empfängt die TSG Nieder-Erlenbach (19.30 Uhr), kurz darauf beginnt die Begegnung zwischen TuS Merzhausen und dem TSV Bad Nauheim (20 Uhr). Am Sonntag kommt es erneut zu zwei Abstiegsduellen. Das Schlusslicht aus Enkheim empfängt den Kreispokalfinalisten aus Königstein. Ein paar Punkte mehr haben die Teams der Begegnung zwischen dem SV BKC Bosnien und der SG Ober-Erlenbach. Zudem erwartet der SV FC Sandzak nach zwei Niederlagen und zwei Remis bei der SG Bornheim den ersten Sieg im neuen Jahr.

1. FC Oberstedten – TSG Nieder-Erlenbach (Freitag, 19.30 Uhr)

Zur Eröffnung des Spieltages empfängt der Aufsteiger aus Oberstedten die TSG Nieder-Erlenbach. Die Gastgeber konnten zuletzt nach vielen Monaten im Tabellenkeller aus der Abstiegszone klettern. Gegen drei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel holte die Rissling-Elf sechs Zähler. Auch die TSG zeigte sich am vergangenen Spieltag in einer guten Verfassung. Trotz 80-minütiger Unterzahl holte man gegen den Tabellenvierten aus Merzhausen einen Zähler. „Wir können wieder aus dem Vollen schöpfen“, so TSG-Spielertrainer Vito Raimondi, dessen Urlauber in den letzten Wochen nach und nach zur Mannschaft zurückgestoßen sind. „Langsam kommen wir. Wir gehen dahin und versuchen, drei Punkte zu holen.“

TuS Merzhausen – TSV Bad Nauheim (Freitag, 20 Uhr)

Obwohl die Gastgeber bislang 16 Punkte mehr einfuhren und am anderen Ende der Tabelle stehen, scheint ein Sieg des Aufsteigers nach den vergangenen Partien durchaus vorstellbar. Nach dem 4:0-Erfolg über die SpVgg. Griesheim wurde am vergangenen Wochenende auch der FC Germania Enkheim mit 4:1 deutlich besiegt. Merzhausen auf der anderen Seite ist nach wie vor auf der Suche nach der Hinrundenform. Erst zwei Punkte konnten in vier Spielen im Jahr 2017 eingefahren und dabei auch erst magere zwei Tore erzielt werden. Doch da auch die Konkurrenten um die Aufstiegsplätze regelmäßig Punkte liegen lassen, ist der Relegationsplatz nur zwei Punkte entfernt, zudem gehört der TuS zu den Mannschaften, die erst 22 Spiele absolviert haben, während Sandzak und Friedberg – auf den Plätzen zwei und drei liegend – bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben.

FC Neu-Anspach – VFB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)

Punktemäßig liegt der FC Neu-Anspach nach dem Remis beim SV FC Sandzak genau in der Mitte zwischen den Interessanten Zonen. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung zum ersten theoretischen Abstiegsplatz, sieben Punkte Rückstand sind es auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Eben jenen könnte der Aufsteiger aus Friedberg mit einem Sieg über den FCNA erreichen. Sorge um die torhungrigen Neu-Anspacher um Marco Weber habe man aufgrund der eigenen Defensive laut Spielausschuss-Vorsitzenden Carsten Lesiak nicht: „Wir haben mit Eugen Rack und Malte Strothmann zwei ausgefuchste Leute, die im Zentrum schon den einen oder anderen Stürmer kalt gestellt haben. Ein Unentschieden wäre top“, so die Erwartungshaltung der Gäste. „Ich denke, dass wir mehr gefordert sein werden, selbst etwas für das Spiel zu machen“, erwartet FCNA-Trainer Rico Henrici den Gegner in einer „relativ defensiven Ausrichtung.“

FG Seckbach – Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 15 Uhr)

Nach zwei Niederlagen gegen Mannschaften die um den Klassenerhalt kämpfen, hofft die FG Seckbach nun auf die gute Bilanz gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion. Dennoch überwog nach dem 2:4 bei der SG Ober-Erlenbach die Enttäuschung: „Wir werden die Woche nutzen, um ohne Ball am konditionellen Bereich zu arbeiten“, so Seckbach-Coach Nico de Rinaldis wenige Stunden nach der Niederlage. Beim Gegner vom Brentanobad läuft es auch im neuen Jahr rund. Gleich mehrere Traumtore durfte Trainer Hicham Tahrioui bestaunen. Nach 90 Minuten war der 5:1-Sieg über den 1. FC Oberstedten perfekt. Da seit dem Jahreswechsel keiner der Konkurrenten im Aufstiegskampf regelmäßig punkten konnte, beträgt der Vorsprung auf Platz zwei schon sechs Zähler.

SG Bornheim – SV FC Sandzak (Sonntag, 15 Uhr)

Nach drei Siegen ohne Gegentor setzte es für die SG Bornheim am vergangenen Spieltag beim SC Dortelweil die erste Niederlage des Jahres. Auf der anderen Seite steht beim SV FC Sandzak nach drei Pflichtspielniederlagen zum Auftakt eine neue potentielle Ungeschlagenen-Serie. Sowohl vom SV BKC Bosnien als auch vom FC Neu-Anspach trennte sich Sandzak unentschieden und wartet auf Platz zwei liegend immernoch auf den ersten Sieg 2017. „Spiele gegen Bornheim sind immer schwierig, sie sind aggressiv und haben ein super Team“, so die Einschätzung des Spielertrainers Murat Sejdovic. Dennoch „erwarten wir einen Sieg.“ In Bornheim hingegen freue man sich darauf, „uns zu Hause mit den Besten der Liga zu messen.“

Germania Enkheim – 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr)

Nächstes Abstiegsduell für die Germania: Sieben Tage nach der 1:4-Auswärtsniederlage beim Tabellenvorletzten TSV Bad Nauheim, empfangen die Enkheimer nun den Drittletzten aus Königstein. Obwohl die Luft am Tabellenende immer dünner wird, beträgt der Abstand zum 14. Platz, mit dem die Königsteiner letztes Jahr den Klasse hielten, nur sieben Zähler. Ebenfalls positiv ist, dass Enkheim im weiteren Saisonverlauf gegen sechs der acht Konkurrenten aus der zweiten Tabellenhälfte spielt. Zehn Tage nach dem erfolgreichen Pokal-Halbfinale wollen die Gäste den Schwung des Finaleinzugs mit in die Liga nehmen. Nur Stunden nach dem Sieg über Ober-Erlenbach lag der Fokus des sportlichen Leiters Till Sommerfeld mehr auf der Liga als auf dem anstehenden Finale: „In Enkheim wollen wir drei Punkte holen.“

SV BKC Bosnien – SG Ober-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Obwohl der VFB Friedberg nach dem vergangenen Spiel gegen den SV BKC Bosnien von einem „typischen 0:0-Spiel“ sprach, verloren die Bosnier das Spiel durch einen Treffer in der 89. Minute. Dennoch steht die Defensive im Vergleich zur Hinrunde deutlich stabiler und kassierte in den ersten vier Spielen fünf Treffer. Der Gegner aus Ober-Erlenbach zeigte sich vom Pokalaus in Königstein wenig beeindruckt und besiegte drei Tage später die FG Seckbach zu Hause mit 4:2. Der Rückstand auf den BKC beträgt somit vier Zähler. „Bosnien hat 28 Punkte, wenn wir gewinnen, kommen wir an sie heran“, so SGO-Trainer Antonios Tsiakalos über das anstehende Abstiegsduell. Aufgrund der Siege der Konkurrenten, sollte dennoch nachgelegt werden: „Das Spiel wird sehr wichtig sein, zumal alle anderen gepunktet haben.“

SpVgg. Griesheim – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

In den „zwei Endspielen“ der Griesheimer gegen die direkte Konkurrenz aus Königstein und Fauerbach konnten drei Zähler geholt werden. Dadurch steht das Team mit mageren zwei Punkten Vorsprung vor der Abstiegszone auf Rang elf. Für die Gäste aus Dortelweil ist die Begegnung das dritte Spiel binnen sieben Tagen. Unter der Woche trat die Mannschaft von Trainer Markus Beierle im Nachholspiel bei Olympia Fauerbach an. Bereits nach acht Minuten lag Dortelweil mit 0:2 hinten: „Wir müssen von der ersten Sekunde an wach sein“, bat Co-Trainer Gökhan Kocatürk seine Akteure nach dem 3:3 zur Konzentration. Zudem erwarte er auf dem Griesheimer Kunstrasenplatz „zwei Teams, die sehr viel Wert auf Fußballkultur legen werden.“

(sly)