Trainerwechsel in der Hessenliga
Dreieich und Trainer Tabib gehen getrennte Wege
"Der Verein hatte die Sorge, dass ich dem Traineramt zeitlich nicht mehr gerecht werden könnte. Diese Angst ist sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen", betont Tabib. Als Gründer von Care 1 und CEO von Chip 1 ist der 42-Jährige beruflich stark eingespannt, zudem ist er Präsident sowie in der kommenden Saison Trainer beim SV Pars Neu-Isenburg. Der Verein schaffte es seit 2014 dank fünf Meisterschaften von der C-Liga in die Verbandsliga.
Vor einem Jahr übernahm der A-Lizenz-Inhaber dann den SC Hessen Dreieich, den er dank 31 Punkten in 12 Spielen bis zur Saisonunterbrechung auf Platz zwei in der Hessenliga führte. "Wir hatten eine sensationelle Qualität in der Mannschaft, meine Oma hätte wahrscheinlich genauso viele Siege geholt. Ich kann demütig meinen Anteil einschätzen", gibt sich Tabib bescheiden, der gerne auf die Zeit zurückblickt und keineswegs im Groll geht.
"Die Zusammenarbeit mit Patrick Ochs (Vorstand Sport, früherer Profi von Eintracht Frankfurt, Anm. d. Red.) hat mir großen Spaß gemacht, ich habe sehr viel gelernt und bin dankbar für die Chance. Dreieich ist eine sensationelle Adresse, ich werde weiterhin sehr gerne zu den Spielen gehen", unterstreicht Tabib.
Unklar ist noch, wer auf den 42-Jährigen folgen wird. Aber der scheidende Trainer hat da eine Idee: "Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass mein Co-Trainer Sven Kunisch übernehmen und mein Erbe fortführen wird." Gemeinsam konnten sie Tabibs erfolgreiches Konzept aus Neu-Isenburg – zum Beispiel wurde mit kognitivem Training über eine App gearbeitet – bei einem Hessenliga-Topteam integrieren.

