Duvnjak packt den Hammer aus
Verbandsliga: Bär kann sich über Sieg gegen Dörnberg nicht freuen
"Vielleicht kommt die Freude später, aber aktuell bin ich nach dem Spiel noch zu emotional. Wir können glücklich sein, dass wir noch gewinnen, aber was mir gar nicht gepasst hat, war unser Defensivverhalten. Das war so nicht verbandsligatauglich", kritisierte Bär die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft gegen auswärtsschwache Nordhessen innerhalb von einer Hälfte drei Gegentreffer einschenken ließ: "Wir haben im Mittefeld zu viele Fehler im Aufbau gemacht. Und wie wir uns dann das Eigentor einhandeln, das war Slapstick pur."
Dabei waren die Gastgeber zunächst optimal in die Begegnung gestartet: Schon nach vier Minuten staubte Spielertrainer Radek Görner nach einem Pfostentreffer von Marko Curic ab. Doch die Gäste, die bis dato auswärts immer wieder Pleiten eingesteckt hatten, schlugen zurück: Erst verwandelte Dominik Richter einen Freistoß von halblinker Position direkt ins kurze Eck (11.), dann setzte sich Florian Müller stark auf der linken Seite gegen Kevin Müller durch und Innenverteidiger Gyorgi Zarevski beförderte die Kugel zur Führung der Gäste ins eigene Netz (24.).
In der Folge waren die Gäste ordentlich im Spiel, hätten durch Tobias Gunkel nach einem Freistoß beinahe das dritte Tor nachgelegt (35.), doch Neuhof blieb offensiv brandgefährlich. So hätte Curic nach einem Görner-Schuss abstauben können, stand jedoch bei seinem Treffer im Abseits (31.). Das muntere Hin und Her setzte sich fort: Innerhalb von fünf Minuten bekamen die 40 Zuschauer bei Dauerregen gleich drei weitere Treffer serviert: Erst gelang Görner nach Doppelpass mit Sosa Perez der Ausgleich (36.), dann nutzte Florian Müller die Unordnung in der SVN-Hintermannschaft zur erneuten Führung (40.), ehe Curic nach einem Schuss von Görner abstaubte. "Und dann müssen wir sogar noch das vierte Tor machen", haderte Bär, denn Görner setzte unmittelbar vor der Pause frei vorm Tor den Ball aus fünf Metern noch über den Kasten.
So munter die Begegnung im ersten Abschnitt verlief, so zerfahren wurde das Spiel in Hälfte zwei. Mit Ausnahme von zwei guten Gelegenheiten von Görner (47., Pfostentreffer 82.) lief offensiv nun bei beiden Teams nicht mehr viel zusammen. Und so musste individuelle Klasse herhalten, um für Neuhof doch noch das bessere Ende zu ermöglichen: Es lief bereits die 90. Minute, als der eingewechselte Mateo Duvnjak aus etwa 30 Metern den Hammer auspackte und zum glücklichen 4:3-Sieg ins lange Eck traf.
Die Statistik:
SV Neuhof: Ditzel - Müller, Zarevski, Labudovic, Manns - Sosa Perez, Gomez (90. Ristevski) - Schmitt (63. Vranjes), Gorgiev (27. Duvnjak), Curic - Görner.
FSV Dörnberg: Plavcic - Grenzebach, Bingül, Mannewitz, Gunkel - Dauber (84. Reichmann), Hansch, D. Richter (46. Lotzgeselle), Müller - K. Richter (87. Seidel), Kemper.
Schiedsrichter: Dennis Becher (Karben)
Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Radek Görner (4.), 1:1 Dominik Richter (11.), 1:2 Gyorgi Zarevski (24., Eigentor), 2:2 Radek Görner (36.), 2:3 Florian Müller (40.), 3:3 Marko Curic (41.), 4:3 Mateo Duvnjak (90.)


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