Eddersheim haut richtig rein

Verbandsliga Mitte: Biebrich schlägt Schwanheim knapp

25. März 2018, 20:02 Uhr

Der Doppelpack von Zeilsheims Leonardo Bianco reichte am Ende nicht. Foto: Jörg Schulz

In der Verbandsliga Mitte gab sich der Tabellenführer FC Eddersheim beim 5:0 (3:0)-Sieg gegen das Schlusslicht FSV Braunfels keine Blöße. Der SG Oberliederbach hätte ein weiteres Erfolgserlebnis nach dem Sieg unter der Woche in Braunfels sehr gut getan. Allerdings musste die Schlierbach-Truppe gegen den FV 09 Breidenbach eine bitter 1:4 (1:2)-Niederlage einstecken.

FV Biebrich - Germania Schwanheim 1:0 (0:0)

Germania Schwanheim ist nach der 0:1-Niederlage beim FV Biebrich der Abstiegszone gefährlich nahe gerückt. Die SG Kinzenbach konnte nämlich mit ihrem Auswärtssieg beim TuS Dietkirchen dreifach punkten und darf wieder Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen. Das Spiel verlief ausgeglichen, einen Sieger hatte es eigentlich nicht verdient gehabt. Symptomatisch dafür war die späte Entscheidung durch Orkun Zer in der 82. Minute.

Schiedsrichter: Dennis Becher.
Zuschauer: 100.
Tor: 1:0 Orkun Zer (82.).

FC Eddersheim - FSV Braunfels 5:0 (3:0)

"Das war eine eindeutige Geschichte. Wir sind es von der ersten Minute an richtig angegangen und haben den Gegner nicht unterschätzt", meinte Eddersheims sportlicher Leiter Erich Rodler nach dem Spiel. Der Tabellenerste gegen den Letzten, da verwunderte es nicht, dass die Braunfelser erst garnicht zur Entfaltung kamen. Tatsächlich hatten sie keine richtige Torchance. Den Torreigen eröffnete Malcolm Phillips, dessen Schuss aus 18 Metern noch von Patrick Jung mit dem Oberschenkel etwas abgefälscht wurde.

Sehenswert auf alle Fälle dann das 2:0 durch Turgay Akbulut: Nach einem Abschlag von Keeper Pero Miletic über 80 Meter roch Akbulut den Braten, umkurvte den herauslaufenden Torwart Fabian Engelhard und schob ein (24.). Felix Rottenau erhöhte noch vor der Pause auf 3:0, ehe unmittelbar nach dieser Ivan Rebic per Foulelmeter auf 4:0 stellte. Für den Schlusspunkt sorgte Patrick Hilser schon nach knapp einer Stunde: Per Volleyabnahme nach einer abgewehrten Ecke drosch er den Ball unter die Latte. Damit war der Tabellenletzte von seinem Leiden erlöst.

Schiedsrichter: Tom Bauer.
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Malcolm Phillips (21.), 2:0 Turgay Akbulut (24.), 3:0 Felix Rottenau (41.), 4:0 Ivan Rebic (47., Foulelfmeter), 5:0 Patrick Hilser (63.).

SG Oberliederbach - FV 09 Breidenbach 1:4 (1:2)

Hatte Oberliederbach noch unter der Woche einen 2:1-Sieg beim TSV Braunfels feiern können, sah das jetzt schon wieder anders aus. Dabei wäre heute wenigstens ein Punktgewinn so wichtig gewesen für die SG. Im Alleingang schoss Breidenbachs Felix Baum die Elf von Thomas Schlierbach ab. Schon nach elf Minuten stand es 0:2, und aufkeimende Hoffnung durch den Anschlusstreffer von Leon Günther wurde durch den alles überragenden Baum in der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten Doppelschlag zunichte gemacht.

"Ich tue mich schwer mit der Bewertung des Spiels. Die ersten beiden Gegentore resultierten aus individuellen Fehlern. Da haben wir gegen lange Bälle schach verteidigt. Nach dem Anschlusstreffer von Leon Günther haben wir ein gutes Spiel gemacht und uns weitere Torchancen erarbeitet", resümierte Oberliederbachs Coach Thomas Schlierbach. In der zweiten Halbzeit hat die SG dann den Faden verloren. In den entschiedenden Situationen wurde gepatzt: "Breidenbach musste nicht mehr viel tun für den Sieg. Meiner Mannschaft mache ich keinen Vorwurf. Sie waren engagiert, im entscheidenden Moment aber nicht da", so Schlierbach. Der in der 41. Minute eingewechselte Aaron Schlotterer musste das Feld in der 68. Minute wegen wiederholten Foulspiels schon wieder räumen.

Schiedsrichter: Felix Eliah Salzmann.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 und 0:2 Felix Baum (1., 11.), 1:2 Leon Günther (18.), 1:3 und 1:4 Felix Baum (58. 77).

Gelb-Rote Karte: Aaron Schlotterer (Oberliederbach) wegen wiederholten Foulspiels (68.).

SSV Langenaubach - Viktoria Kelsterbach 3:1 (1:1)

Das Duell der Tabellenmittelfeld-Nachbarn konnte der SSV Langenaubach mit 3:1 (1:1) für sich entscheiden. Zwar ging die Viktoria früh durch Dominic Fernandes Machado mit 1:0 in Front, allerdings dauerte es nicht bis zur halben Stunde Spielzeit, bis der SSV durch Abbas Attia ausgleichen konnte.

Nach dem Seitenwechsel war es Langenaubachs Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten, der die Partie entschied. Erst Sebastian Schneider und nochmals Attia sorgten für die Vorentscheidung, als noch 20 Minuten zu spielen waren. Für die Kelsterbacher also ein gebrauchter Tag. Auf den ersten Abstiegsplatz auf Dorndorf sind es zwar weiterhin sieben Zähler, aber der FC hat noch zwei Spiele mehr zu bestreiten.

Schiedsrichter: Marco Cremer.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Dominic Fernandes Machado (8.), 1:1 Abbas Attia (27.), 2:1 Sebastian Schneider (65.), 3:1 Abbas Attia (70.).

FSV Fernwald - SV Zeilsheim 3:2 (1:2)

Nichts zu holen gab es im Spitzenspiel für den SV Zeilsheim. Die Anfangsphase verschliefen die Gäste, nach gerade einmal 180 Sekunden war Andre Marius Jörg für die Fernwälder Führung zur Stelle. Es dauerte einigen Minuten, ehe die Amstätter-Elf in einem insgesamt hart umkämpften Duell in ihren Rhythmus fand. Nach einer guten halben Stunde gelang schließlich SV-Goalgetter Leonardo Bianco mit einem sehenswerten Doppelschlag die Wende binnen drei Minuten. Mit dem hieraus resultierenden 2:1-Vorteil verabschiedeten sich die Frankfurter anschließend auch in die Kabinen.

Gerade einmal fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff schlugen die Mittelhessen nach einem schwach verteidigten Eckball zurück: Malte Simon erzielte das 2:2 an dieser Stelle. Eine Weile noch boten die ersatzgeschwächten Zeilsheimer den Hausherren Paroli, ehe gegen Ende immer mehr die Kräfte schwanden. Den entscheidenden Treffer markierte schließlich FSV-Mann Helmut Schäfer, der das Leder ins lange Eck zimmerte, zehn Minuten vor dem Abpfiff.

"Wir haben einen großen Kampf geliefert, am Ende sind uns die Kräfte aber leider geschwunden“, blickte SV-Coach Sascha Amstätter nach der Begegnung zurück. Bedauerlich aus Zeilsheimer Sicht: Keeper Dominik Reining sah nach dem Abpfiff noch den gelb-roten Karton, nachdem er den Ball weggeschossen hatte./cn

Schiedsrichter: Wissam Awada (Kassel).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Andre Marius Jörg (3.), 1:1 und 1:2 Leonardo Bianco (36., 39.), 2:2 Malte Simon (50.), 3:2 Helmut Schäfer (80.).

Gelb-Rot: Dominik Reining (90.+2, SVZ).

Autor: Christoph Weß

Kommentieren