Pokalsieg nach Verlängerung
Ehlert macht es wie einst Arjen Robben - Fotos
Nicht viel Platz hatten die Sodener (hier Kevin Demuth) gegen Freiensteinau (Patrick Muth). Foto: Kevin Kremer
Der erste Absatz muss dem angewendeten Hygienekonzept von Gastgeber SG Schlüchtern gelten. Die Verantwortlichen wollten alles richtig machen, wobei die Maßnahmen doch arg überzogen schienen. Parkplätze wurde klar vorgegeben, getrennte Eingänge und Aufenthaltsbereiche für die Zuschauer geschaffen. Etwa 20 Stadtpolizisten und Ordner sorgten für die Einhaltung der Regeln. Übrigens: Der ganze Aufriss erfolgte für nur 170 Zuschauer. Wer Hunger hatte, der hatte indes Pech: Auf das Grillen von Bratwürstchen wurde aus Hygienegründen verzichtet.
Die personelle Lage: Beide Seiten mussten auf drei SPieler verzichten. Bei Freiensteinau mussten Sebastian Krieg (Gehirnerschütterung), Alexander Krieg (Grippe) und Marvin Höbeler (Zerrung) passen. Auf Seiten des Favoriten fehlten Jaron Krapf und Memeti Ilir angeschlagen, Rückkehrer Christian Pospischil darf erst am Samstag ran.
In Halbzeit Eins tat sich Soden schwer. Was druckvoll mit Pressing begann, schlief mehr und mehr ein. Freiensteinaus Keeper Felix Kania musste ein einziges Mal wirklich ernst gefordert klären. Der Rest der Möglichkeiten waren mehr oder weniger Halbchancen. Freiensteinaus einzige Möglichkeit hatte Patrick Muth, der aber verzog (11.). Das Fazit nach 45 musste lauten: Freiensteinau spielte taktisch clever, sehr diszipliniert und ließ sehr wenig zu.
Zwar wechselte Sodens Coach Anton Römmich zur Pause zwei Mal, aber das Spiel blieb das Gleiche. Weiter hatte Soden mehr den Ball, aber gute Möglichkeiten für den Verbandsligisten blieben rar. Einzig eine Phase zwischen der 75. und 81. Minute brachte richtig Spannung, aber Freiensteinau überstand die Momente mit ein bisschen Glück schadlos.
Es ging ab in die Verlängerung und da sollte der Knoten aus Sodener Sicht endlich platzen. Bezeichnender Weise war es eine spektakuläre Einzelaktion, die das 0:1 brachte. Wie einst Arjen Robben zog Lukas Ehlert von links ins Zentrum, umspielte fünf Mann. Es folgte ein Flachschuss mit links. Ausgerechnet Ehlert mögen sich die Zuschauer gedacht haben, denn bis dahin war er eher untergetaucht und unauffällig.
Danach versuchte Freiensteinau alles und hatte zwei gute Möglichkeiten. Erst als Roland Lotz den Ball direkt nahm, (107.), dann als Sebastian Sill die Chance hatte (114.). Beide Male war Sodens Keeper Ersöz zur Stelle. Am Schluss ging sogar Keeper Kania mit nach vorne und so konnte Fiorentino im Schlusstakt alleine aufs Tor laufen und das 0:2 machen.
Die Statistik:
SG Freiensteinau: Kania; Papsch, S. Sill, Link, Schenk, Strbny, Muth, Müller, Lotz, Stramm (61. Lang), Beikirch.
SG Bad Soden: Ersöz; Okyere (46. Lairich), Rintelmann, Neiter, Kymlicka, K. Paulowitsch (46. T. Paulowitsch), Mezini, Huhn, Demuth (61. Ardem), Ehlert, Fiorentino.
Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (Schlüchtern).
Zuschauer: 170.
Tore: 0:1 Lukas Ehlert (98.), 0:2 Daniele Fiorentino (120.+1).

