A-Liga Rhön: Druck erhöht

Ehrenberg sagt ab – Motten feiert Play-offs

30. Oktober 2021, 20:05 Uhr

Die Fans des SC Motten dürfen schon unterm Weihnachtsbaum den Klassenerhalt feiern. Foto: Charlie Rolff

Aus einem Dreikampf um noch zwei freie Plätze in der Aufstiegsrunde der A-Liga Rhön ist am Samstagabend ein Zweikampf um einen freien Platz geworden. "Schuld" ist die SG Ehrenberg II, die die Begegnung beim SC Motten aus Personalmangel abgesagt hat – der SCM gewinnt das Spiel am grünen Tisch mit 3:0.

Eigentlich sollten sich Motten (gegen Ehrenberg II), Ulstertal (in Weyhers) und Hofbieber II (gegen Büchenberg) am Sonntagmittag ab 13 Uhr in drei Fernduellen um zwei freie Plätze streiten. Nun ist Motten durch den kampflosen Sieg sicher durch, nur noch Ulstertal und Hofbieber II kämpfen um den letzten freien Aufstiegsrundenplatz. Die Ausgangslage ist klar: Hofbieber II muss gewinnen, um Chancen zu haben. Aber gewinnt Hofbieber II, dann reicht der SG Ulstertal aufgrund der verlorenen direkte Duelle gegen Motten und Hofbieber II auch kein Remis.

Motten soll's egal sein – und das stellt der Sportliche Leiter Christian Nowak heraus: "Nach den letzten, nicht immer leichten Jahren, sind wir einfach froh, jetzt schon den Klassenerhalt erreicht zu haben. Alles was jetzt in den Aufstiegsspielen kommt, ist für uns Bonus." Mit nur fünf Punkten startet dort der SCM, der somit eigentlich nur noch um die Goldene Ananas spielen wird. "Egal", sagt Nowak.

Was er aber nicht verhehlen möchte, "dass ich mir insgeheim die Showdowns schon gerne angeschaut hätte. Sowas macht den Fußball ja auch irgendwie aus." Er spricht im Plural, da die zweite Mannschaft des SCM in der B-Liga Rhön ebenfalls noch um die Aufstiegsrunde kämpft. Dort sei der Konkurrenz gesagt, dass sie sich wegen der Spielabsage der ersten Mannschaft Mottens keine Gedanken müsse. "Wir werden deswegen nicht mehr unseren Reservekader ändern. Da geht es auch um Fairplay." Erfahren von der Absage hatte Nowak am Samstagabend gegen 19 Uhr. "Der Trainer der Ehrenberger hat sich bei unserem Trainer entschuldigt, sei sich der prekären Lage bewusst, konnte aber an der Situation aufgrund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle nichts mehr ändern."