Ein Auftritt, der Hoffnung macht

Gajic sicher: "5:0-Sieg war die Initialzündung"

05. September 2016, 16:04 Uhr

Boris Aschenbrücker brachte mit seinem 1:0 den RSV auf die Siegerstraße. Foto: Kevin Kremer

Völlig zurecht rieben sich die 150 Zuschauer am Sonntagnachmittag am Petersberger Waidesgrund verwundert die Augen. Mit 5:0 fegte der RSV den 1. FC Schwalmstadt vom Feld und sorgte somit für die ersten Punkte in der laufenden Verbandsliga-Saison. Es war ein Auftritt, der Hoffnung auf mehr macht.

"Es war eine super Reaktion auf die ganze Unruhe nach dem Fehlstart. Wir haben den Seuchenmonat August hinter uns gelassen, die Saison geht jetzt erst richtig für uns los", war RSV-Coach Goran Gajic euphorisch nach dem ersten Dreier in dieser Spielzeit. Entscheidend war, dass die Leistungsträger Boris Aschenbrücker und Julian Wehner nicht nur wieder da, sondern auch wieder in Form waren. "Jeder hat gesehen, wie wichtig die beiden für uns sind", bekräftigte Gajic, dessen Team sehr kompakt gegen den Ball agierte und immer wieder blitzschnell umschaltete.

Zudem war den Petersbergern das Glück endlich hold. "Es war bislang wie verhext. Wir hatten sehr viel Pech mit Verletzungen sowie Urlaubern und waren in den Spielen nur selten klar unterlegen. Man darf auch nicht vergessen, dass wir gegen die Spitzenmannschaften nicht unseren besten Kader zur Verfügung hatten und uns dennoch meistens vernünftig geschlagen haben. Gegen Schwalmstadt hat sich das Blatt jedoch endlich zum Postiven gewendet. Bald kann ich wieder aus dem Vollen schöpfen", frohlockte Gajic, der ein Sonderlob an den 18-jährigen Mark Lindinger aussprach. Der Youngster spielte in der Innenverteidigung für den verletzen Marc Aschenbrücker (Bänder im Sprunggelenk überdehnt). "Er hat das auf einer zentralen Position überragend gemacht und ganz clever agiert. Großes Kompliment an den Jungen", lobte Gajic.

Der RSV-Coach hofft nun, dass sein Team eine kleine Serie startet und im Abstiegskampf weitere Lebenszeichen sendet. Die nächsten Gegner mit CSC 03 Kassel, Hessen Kassel II und Weidenhausen sind jedenfalls schlagbar, vorausgesetzt der Aufsteiger legt eine ähnliche Einstellung und taktische Disziplin wie gegen den amtierenden Vize-Meister der Verbandsliga an den Tag. "Der Erfolg gegen Schwalmstadt war die Initialzündung, da bin ich mir sicher. Die Mannschaft ist wieder da", freut sich Gajic, der einen Satz anfügte, der natürlich nicht fehlen darf: "Es war überragend."

Autor: Max Lesser

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