Ein Mann, der Zweikämpfe sucht

Tobias Manns – „Staubsauger“ vor der Neuhofer Abwehr

23. November 2015, 12:00 Uhr

Tobias Manns (links) scheut keinen Zweikampf. Foto: Ralf Hofacker

„Seit seinem Wechsel vor eineinhalb Jahren von Flieden zu uns hat er sich enorm weiter entwickelt. Er ist sehr kampf- und laufstark, stopft im Mittelfeld die Löcher, ist ein wichtiger Spieler auf der Sechser-Position. Gemeinsam mit Edin Hasanagic ist er vor der Abwehr so eine Art Staubsauger.“ Mit diesen Worten beschreibt der Sportliche Leiter und Co-Trainer des SV Neuhof, Alexander Bär, den Vizekapitän des Verbandsligisten, Tobias Manns.

Die sportlichen Wurzeln von Tobias Manns liegen in seinem Heimatort Kressenbach, wo er beim dortigen 1. FC im Alter von fünf Jahren die ersten fußballerischen Gehversuche unternahm. Mit dem Eintritt bei den C-Junioren wechselte er zum SV Buchonia Flieden. Als Innenverteidiger avancierte Manns zu einer festen Größe in der Mannschaft. „Wenn ich überhaupt ein Vorbild als Fußballer habe, dann vielleicht Jerome Boateng. Der spielt ja die gleiche Position wie ich damals in Flieden“, verrät der 21-Jährige.

In Flieden durfte Manns bereits im letzten A-Jugend-Jahr sowie im ersten Seniorenjahr Verbandsligaluft in der Hessenligareserve schnuppern. Nach dem Abstieg der Fliedener aus der Verbandsliga folgte 2014 der Wechsel in die Glückaufkampfbahn zum SV Neuhof.

„Der Kontakt kam über meine damaligen Arbeitskollegen Adam Agovic und Deniz Citakoglu zustande. Die haben mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, nach Neuhof zu kommen. Und da ich nach all den Jahren in Flieden mal etwas anderes machen wollte, hatte ich mich dazu entschieden, nach Neuhof zu gehen.“

Im Nachhinein sieht sich der Industriekaufmann in seiner Entscheidung bestätigt. Schließlich schaffte der SV Neuhof im vergangenen Sommer über den Umweg der Relegation den Aufstieg in die Verbandsliga Nord. „Und auch, was das Zwischenmenschliche anbelangt, fühle ich mich in Neuhof sehr wohl. Wir unternehmen auch außerhalb des Spielfeldes sehr viel miteinander. Das zeigt, dass die Kameradschaft stimmt, wozu sicherlich auch unsere beiden Trainer Radek Görner und Alexander Bär sehr viel beitragen.“

Tobias Manns pflegt eine sehr körperbetonte Spielweise, sagt von sich selbst, „dass er die Zweikämpfe sucht“. Allerdings läuft er dabei immer wieder einmal Gefahr, vom Schiedsrichter vorzeitig zum Duschen geschickt zu werden. In dieser Saison ist dies bislang zweimal geschehen. „In Rothwesten war es nachvollziehbar. Am letzten Wochenende in Kassel hielt ich es aber für übertrieben. Aber der Schiedsrichter hat nun mal so entschieden. Und ich muss es eben akzeptieren.“

Daher durfte Tobias Manns gestern bei der Partie gegen den SVA Bad Hersfeld (2:2) auch nicht mitwirken. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung somit weiterhin, der SVN liegt auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Dementsprechend klar ist die Zielvorgabe: „Unser vorrangiges Saisonziel als Aufsteiger ist natürlich der Klassenerhalt." rd

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