"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen"
Alsbachs Wolff hat bei den Lilien viel gelernt
Johannes Wolf (links) wurde in der bisherigen Halbserie zum Stammspieler beim FC Alsbach. Foto: Steffen Turban
Johannes Wolff ist gerade einmal 19 Jahre alt und schaffte es, sich beim FC Alsbach in seiner ersten Saison im Seniorenfußball durchzusetzen. In der Jugend wurde der Abwehrspieler bei der SKG Bickenbach, Rot-Weiß Darmstadt und Darmstadt 98 ausgebildet. Genau wie Liam Fisch und Daniel Thur (heute beide VfB Ginsheim) erhielt Wolff einen Local-Player-Vertrag als Seniorenspieler, kam in der ersten Mannschaft in Pflichtpartien aber nicht zum Einsatz.
"Es war natürlich immer ein Highlight, wenn wir mit den Profis trainiert oder gespielt haben. Für mich ist mit den Erfahrungen aus dem Profibereich ein Traum in Erfüllung gegangen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Harder-Cup in der SAP-Arena, wo ich gegen gestandene Profis wie beispielsweise Moritz Stoppelkamp spielen durfte. Außerdem war ich noch bei einem Testspiel in der Wintervorbereitung bei den Profis im Einsatz", so Wolff über seine Zeit bei den Lilien.
Der Defensiv-Akteur entschied sich vor der Saison trotzdem für einen Wechsel zum Süd-Verbandsligisten FC Alsbach. Dort schlug Wolff direkt ein und konnte sich durchsetzen. In allen 19-Pflichtspielen wurde der Defensivmann von Beginn an eingesetzt. Allerdings nicht immer auf seiner angestammten Position auf der rechten Seite. "Durch verletzungsbedingte Ausfälle von anderen Spielern habe ich auch schon im defensiven und zentralen Mittelfeld gespielt", so Wolff, der in Frankfurt Sportwissenschaft studiert.
Wolff als "die positive Überraschung" der Hinrunde
Von der Mannschaft und seinem Trainer Sascha Huy erhält der 19-Jährige positive Rückmeldung und ist auch selbst zufrieden mit seiner Leistung. Alsbachs Pressesprecher, Andreas Rothermel, nannte Wolff außerdem "die positive Überraschung" des bisherigen Saisonverlaufs. Auch der Spielausschussvorsitzende, Tobias Kreisl, fand nur lobende Worte für ihn: "Johannes ist sehr vorbildlich. Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Wenn man ihm was sagt, macht er es auch direkt."
Wolff selbst freut sich über diese Worte und ist glücklich, sich schnell eingelebt zu haben. "Ich wurde gut aufgenommen und habe mich schnell eingewöhnt", sagt der Defensivspezialist, der sich von den älteren Spielern noch das eine oder andere abschaut, um besser zu werden. Vor allem an die körperliche Komponente, wie das Zweikampfverhalten, musste sich Wolff in der Verbandsliga aber erst einmal gewöhnen. "Die Zweikämpfe sind robuster. Nur das Tempo war ich schon aus der Jugend gewohnt", erklärt der Verteidiger, der nicht damit gerechnet hatte, so viele Einsatzzeit zu erhalten. "Aber es war mein Anspruch", fügt Alsbachs Spieler, der seine Stärken im Passspiel und im konditionellen Bereich sieht, hinzu.
Daran möchte Wolff auch in der Vorbereitung anknüpfen und weiterhin häufig spielen, um sich weiterzuentwickeln. Im Vordergrund stehe für ihn aber auch der Klassenerhalt, wie er betont und woran er "alles setzen möchte", dass dieses Ziel auch am Ende gelingt. Langfristig gesehen, möchte sich der Defensivspieler von Jahr zu Jahr weiterentwickeln, "um so zukünftig die ein oder andere Liga höher spielen zu können."

