Eine Vorführung für den SV Neuhof
Verbandsliga: Petersberg gewinnt deutlich
Julian Elm machte ein klasse Spiel für Petersberg. Auch Patrik Kalis (grünes Trikot) bekam gegen den RSV-Abwehrmann keinen Stich. Foto: Ralph Kraus
„Das war wirklich von der ersten Minute an eine hoch konzentrierte Leistung: So wie gegen Bad Soden wollten wir dem Gegner über den Teamgeist den Schneid abkaufen. Die Einstellung war klasse und das Ergebnis geht in Ordnung“, befand nachher Mittelfeldregisseur Julian Wehner.
Während Petersberg sofort hellwach war, wirkte Neuhof komplett abwesend. Der SV hatte zwar im Vergleich zum 0:3 in Rothwesten die Startelf auf sechs Positionen umgestellt (Ditzel, Agovic, Stachelski, Müller, Ristevski und Ganovsky raus, dafür Hadzic, Radacic, Labudovic, Gorgiev, Kalis und Duvnjak rein), doch geholfen hat das nicht. Im Gegenteil: Neuhof lief in den ersten 30 Minuten nur hinterher und musste ein Foulspiel nach dem anderen begehen, um die Petersberger einzufangen. Bittere Konsequenz: Schon in der 13. Minute musste der total überforderte Außenverteidiger Radacic nach seinem vierten Foul das Feld mit Gelb-Rot verlassen.
Neuhof entgeht richtigem Debakel
Petersberg ließ sich aber zu keiner Sekunde von der drohenden Hektik anstecken und spulte seine Idee ganz abgeklärt herunter. Dass es dennoch bis zur 28. Minute dauerte, ehe Boris Aschenbrücker nach Hereingabe des starken Julian Elm das erste Tor machte, lag am einzigen Schwachpunkt der Petersberger vor dem Wechsel, nämlich der Chancenverwertung. Bei der Chance von Aschenbrücker nach langem Abschlag von Beikirch (11.), beim Freistoß von Wingenfeld (knapp drüber; 15.) und bei der Möglichkeit durch Stenger (Hadzic hält; 19.) war das 0:1 deutlich eher drin.
Ein Traumpass von Marcel Zehner in den Lauf von Tim Stenger brachte dann noch vor dem Wechsel mit dem zweiten Petersberger Tor die Vorentscheidung. Abgeklärt, wie Stenger noch den Torwart umspielte und sich auch von Tobias Manns beim Abschluss nicht beeindrucken ließ. Als dann nach dem Wechsel binnen fünf Minuten drei weitere Treffer für Petersberg fielen, drohte für Neuhof ein Debakel. Doch der RSV beließ es bei den fünf Torerfolgen. „Letzte Saison hatten wir nach sechs Spielen noch keinen einzigen Punkt. Jetzt stehen wir schon bei vier. Das nenne ich schon mal einen deutlich besseren Start“, so Julian Wehner. In Neuhof hofft man nun durch weitere Zugänge der Lage Herr zu werden. Schon am Mittwoch gegen Johannesberg könnten der Spanier Sergio Sosa Perez sowie ein Portugiese eventuell auflaufen, sollte die Spielberechtigung eintreffen.
Die Statistik:
SV Neuhof: Hadzic; Radacic, Labudovic, Aboubakar (49. Ristevski), Manns, Antoniev, Duvnjak, Schmitt, Gorgiev, Kalis (46. Stachelski), Görner.
RSV Petersberg: Beikirch; Elm (69.Bleuel), M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt, Wingenfeld, Stenger, Nüchter, Wehner (69. Grösch), Zehner, B. Aschenbrücker (62. Kücükler).
Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark).
Zuschauer: 110.
Tore: 0:1 Boris Aschenbrücker (28.), 0:2 Tim Stenger (38.), 0:3 Daniel Nüchter (59., Foulelfmeter), 0:4 Boris Aschenbrücker (62.), 0:5 Kubilay Kücükler (64.), 1:5 Antonio Antoniev (84.).
Gelb-Rote Karte: Mate Radacic (Neuhof) wegen wiederholten Foulspiels (13.).

