Einspruch sorgt für kurioses Szenario vor B-Liga-Spitzenspiel

Welkers kann auf drei Punkte hoffen

11. Mai 2016, 14:58 Uhr

Foto: Thomas Bertz

Kuriose Situation in der B-Liga Fulda: Laut der aktuellen Tabelle könnte die zweite Mannschaft des Haimbacher SV mit einem Sieg am heutigen Abend gegen Verfolger SV Welkers den Meistertitel perfekt machen. Allerdings prüft das Kreissportgericht derzeit einen Einspruch, der Welkers voraussichtlich drei weitere Punkte bescheren wird.

Wie Kreisfußballwart Thorsten Beck auf Nachfrage erklärt, hat der SV Welkers Einspruch gegen die 1:4-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Kerzell/Löschenrod II eingelegt. Die Spielgemeinschaft soll dabei mindestens einen Spieler eingesetzt haben, der bereits auf mehr als sechs Einsätze in seiner ersten Mannschaft kommt. Stefan Müller, Vorsitzender der SG Löschenrod und gleichzeitig Trainer der Reserve, erklärt, wie das Missgeschick zustande kam: „Wir hatten nicht auf dem Zettel, dass das Nachholspiel gegen Rommerz nicht zu den letzten vier Spielen zählt. Beim nächsten Mal wissen wir es.“

Zur Erklärung: Reservemannschaften dürfen in den letzten vier Saisonspielen keine Spieler einsetzen, die für die jeweilige erste Mannschaft in der Rückrunde bereits mehr als sechs Partien absolviert haben. Ausschlaggebend ist dabei nicht der Zeitpunkt der Austragung, sondern die Ansetzung laut Spielplan. Kerzell/Löschenrod II hat zwar laut Plan noch vier Partien zu bestreiten, allerdings zählt die Partie gegen Rommerz II zum 24. Spieltag, die Partie gegen Welkers dagegen zum 27. Spieltag. Dementsprechend wird Kerzell/Löschenrod II die drei gewonnenen Punkte am grünen Tisch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder verlieren – und Welkers kann im heutigen Spitzenspiel in Haimbach (19 Uhr) noch einmal für Spannung sorgen.

In einem ähnlichen Fall hatte in der vergangenen Saison die Reserve von Michelsrombach/Rudolphshan einen Punkt am grünen Tisch verloren.

Autor: Viktoria Goldbach

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