Eiskalte Oberräder lassen VfB Friedberg keine Chance
Gruppenliga Frankfurt West: 5:1-Sieg gegen Abstiegskandidaten
Spvgg. 05 Oberrad - VfB Friedberg 5:1 (1:1)
Oberrads Trainer Baldo Di Gregorio hatte erst nach Wiederbeginn eine veränderte Mannschaft in grünen Trikots gesehen: "In der ersten Halbzeit haben wir uns etwas schwer getan. Der Gegner hat sich mit Mann und Maus hinten reingestellt. So wollten sie hier einen Punkt mitnehmen. Nach der Führung hatten wir eine Unachtsamkeit. Da haben wir mehrere Fehlerketten durchlaufen. Der Gegner macht aus einer Chance ein Tor, wobei der Torschütze in dieser Szene seine Qualität gezeigt hat." Die vom Anpfiff weg aggressiven Gastgeber erzielten resultierend aus einem Freistoß von Yannick Seith, den VfB-Torhüter Gökhan Cirak nicht festhalten konnte, die Führung. Kapitän Timo Becker staubte zum 1:0 ab (16.).
Drei Minuten später führte auf der anderen Seite die besagte Fehlerkette zum Ausgleich in Person von Dominique Ware (19.). Nach dem Seitenwechsel tat sich erst einmal nicht viel und für die erneute Oberräder Führung musste ein Standard herhalten. Yannick Seith versenkte einen Eckstoß direkt in die Friedberger Maschen (64.). "Dann haben wir Fußball gespielt und die Außenpositionen aktiviert. Dementsprechend haben wir Lücken aufgerissen und verdient in der Höhe gewonnen", resümierte Di Gregorio. Die Kreisstädter ließen die Spvgg, nun gewähren und machten nicht mehr wirklich viel nach vorne. In der Defensive wurde das Team des neuen Trainers Antonios Tsiakalos dagegen immer anfälliger.
Ike und Vasilev legen nach
Zu allem Überfluss fabrizierte Eugen Rack nach einem Freistoß von Sevki Cevik ein Eigentor zum 3:1 (78.). Am Ende legte Oberrad durch Stanley Ike (82.) und Todi Vasilev (87.) noch zwei Tore zum 5:1-Erfolg nach. Bemerkenswert beim letzten Tor war, dass Timo Becker so lange im Strafraum nachsetzte, bis er den Ball nach innen zu Vasilev spielen konnte. Oberrad hat jetzt noch zwei Spiele, will sechs Punkte holen und dann abwarten, ob es zu etwas in der Endabrechnung langt. "Wir werden genauso weiter arbeiten, wie wir es in den letzten Monaten getan haben unter meiner Regie. Wir wollen von Spiel zu Spiel die bestmögliche Punktzahl rausholen. Wir wissen, dass wir gegenüber den Konkurrenten im Nachteil sind. Unser Ziel war es ja, unter die ersten fünf zu kommen. Da sind wir jetzt aktuell. Wenn mehr möglich ist, sagen wir nicht nein. Wir müssen aber auf die anderen gucken, unabhängig davon wollen wir erfolgreich sein", analysierte Di Gregorio die aktuelle Lage.
Friedberg dagegen wird in dieser Verfassung die Klasse nicht halten können. Auch der VfB hat nur noch zwei Spiele und liegt derzeit auf dem vorletzten Rang. Der Auftritt im Scheerwald war so bieder wie die mausgrauen Trikots, ein Aufbäumen gegen den drohenden Abstieg war kaum zu erkennen. Seit zwölf Spielen ist der VfB ohne Sieg, der letzte Dreier datiert vom 17. November letzten Jahres. Nach nur zwei Jahren Gruppenliga-Zugehörigkeit führt die rasante Talfahrt wohl direkt in den Fahrstuhl eine Etage tiefer.
Die Statistik:
Spvgg. 05 Oberrad: Schmidt - Kazmierczak (84. Shugyo), Worcester, Bernstein, Becker, Hien, Giuda (31. Parmaksiz), Seith, Vasilev, Cevik, Oduro (56. Ike) - Trainer: Baldo Di Gregorio.
VfB Friedberg: Cirak - Krank, Maouche, Rack, Schäfer, Abu-Hamad (46. Haase), Al Towaity, Patzwald (73. Yankov), Becker, Ware, Emrovic - Trainer: Antonios Tsiakalos.
Schiedsrichter: Christian Vogel (Erbach).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Timo Becker (16.), 1:1 Dominique Ware (19.), 2:1 Yannick Seith (64.), 3:1 Eugen Rack (78., Eigentor), 4:1 Stanley Ike (82.), 5:1 Todi Vasilev (87.).


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