KOL Mitte: Wer geht in die Play-Offs?
Entspannt vor dem großen Finale
Haben Sie den Rechenschieber schon ausgepackt und sich mit allen Eventualitäten samt möglichen Sonder-Tabellen bei Punktgleichheit beschäftigt?
Ganz ehrlich? Ich weiß, dass es primär auf den direkten Vergleich hinausläuft. Damit ist schon alles gesagt, den Rest sehen wir.
Eigentlich hatte man Ihre Mannschaft vor der Runde nicht unbedingt auf der Rechnung, was die Play-Off-Runde angeht.
Das stimmt. Zumal uns mit Loris Isberner und Jonas Dittmann noch zwei Mann dauerhaft nicht zur Verfügung gestanden haben und der Kader so noch kleiner war. Aber es ist und bleibt, unabhängig davon, ob wir am Sonntag die Play-Offs erreichen, sowieso ein gute Runde von uns.
Wie würden Sie Stärken und Schwächen Ihrer Mannschaft beschreiben?
Die große Stärke ist die Kameradschaft. Wir haben keine Superstars, sondern sind ein Team. Selbst nach Niederlagen sitzen wir zusammen und trinken gemeinsam etwas. Sportlich gesehen haben wir aus meiner Sicht einen überragenden Torwart und eine sehr kompakte, starke Defensive. Was uns fehlt, ist ein wirklicher Knipser. Ich habe in dieser Saison schon sechs, sieben Leute in der Spitze ausprobiert.
Beim 2:4 in Niesig vergangenen Sonntag war deutlich mehr drin. Dicke Chancen wurden liegengelassen, aber hinten auch fleißig Geschenke verteilt.
Mit einem echten Stoßstürmer führen wir zur Pause, weil wir mindestens zwei Tore gemacht hätten. Aber die Jungs machen es dennoch richtig gut in einer aus meiner Sicht brutal engen Liga. Ich kann da meinem Margretenhauner Trainerkollegen Torsten Renz nur beipflichten: Wir hatten beispielsweise Hofbieber am Rand einer Niederlage, haben dafür aber nur mit mit Ach und Krach in Mackenzell gewonnen.
Sollten die Play-Offs verpasst werden, wurde die FSG aktuell 14 Zähler mit in die Abstiegsrunde nehmen. Ein gutes Polster?
Da wir gegen niemanden hinter uns verloren haben, wäre das in der Tat ein richtig gutes Polster. Aber ich will es am Sonntag trotzdem mit einem Sieg gegen Margretenhaun in die Play-Offs schaffen.
Hand aufs Herz. Die Meisterrunde in der KOL Mitte scheint schwer langweilig zu werden, denn Hofbieber wird einsam seine Kreise ziehen. Könnte das eine Rückrunde mit extrem vielen „Freundschaftsspielen“ werden, weil es für die meisten Teams um nichts mehr geht?
Wenn wir es am Sonntag schaffen würden, dann wären wir so ein Beispiel, denn dann wäre die Rückrunde tatsächlich für uns eine Runde mit reinen Freundschaftsspielen. Wie uns, ergeht es dann auch mindestens drei, vier anderen Vereinen.
In Niesig waren viele Zuschauer von der FSG dabei. Der Zuspruch scheint sehr gut zu sein.
Durch die Serie mit vier Siegen und zwei Unentschieden ist noch mehr Euphorie aufgekommen. Rothenkirchen/Kiebitzgrund hat sowieso schon ein treues Publikum. Da fahren viele noch mit, auch wenn du vorher zehn Begegnungen verloren hast.
Mit Thorsten Eich wird ein Hessenliga-Schiedsrichter die Partie am Sonntag gegen Margretenhaun leiten. Anscheinend erwartet der Verband ein Kampfspiel mit vielen Emotionen.
Es wird ein hart umkämpftes Spiel werden – alleine schon ob des tiefen Bodens. Wir hatten in dieser Saison mit Sabine Stadler bereits eine sehr erfahrene Schiedsrichterin, die das super gemacht hat und ohne Gelbe Karte auskam. Von daher bin ich immer froh, wenn so ein erfahrener Mann zu so wichtigen Spielen kommt.


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