Erstes Quali-Spiel souverän gemeistert - Fotos
Hessenliga: Borussen gewinnen klar
Nicht wenige hatten erwartet, dass die neue Situation durch den Aufstiegsverzicht von Hessen Dreieich den Fuldaern einen Hemmschuh verpassen könnte, zumindest im ersten Spiel danach war dies zu keiner Sekunde der Fall. Vielmehr agierte die Brendel-Elf mit jeder Menge Schwung gegen zwar bemühte, letztlich aber vollkommen unterlegene Gäste. Dass Ederberglands Trainer Vladimir Kovacevic seinen Männern allem Anschein nach mit auf dem Weg gab, offensiv im großen Stadion zu verteidigen, spielte nur den Borussen in die Karten, die oftmals zu viel Raum besaßen und diesen auch immer wieder zu nutzen vermochten.
Mit drei Treffern innerhalb von gerade einmal zehn Minuten entschied der Gastgeber das Spiel Mitte der ersten Halbzeit: Eingeleitet wurde das Torspektakel von Sommer-Neuzugang Daniel Kornagel, den die jüngste Vertragsverlängerung scheinbar beflügelt hat, denn mit seinem leicht abgefälschten Schuss aus 20 Metern gelang ihm sein erstes Hessenligator für Borussia Fulda (18.). Zwei Zeigerumdrehungen spielte Younes Bahssou Leon Pomnitz frei, dessen satter Schuss aus recht spitzem Winkel aber durchaus haltbar schien (20.). Tor Nummer drei gehörte Benjamin Fuß, auch wenn in dessen Flankenlauf Ederberglands Innenverteidiger Yannic Holzapfel den Fuß hineinhielt und vor Bahssou versuchte zu retten, was nicht mehr zu retten war (28.).
Wolf bleibt angeschlagen in der Kabine
In der zweiten Halbzeit besaß das Spiel viele Strecken, weil Ederbergland auf einen Stürmer umstellte, insgesamt ein wenig tiefer agierte und Borussia Fulda nicht mehr ganz so viel Zug im letzten Drittel hatte. Allerdings wäre durchaus wieder ein Kantersieg á la dem 8:0 gegen Urberach vor wenigen Wochen möglich gewesen. Gerade der wieder sehr agile Leon Pomnitz fehlte bei mehreren gefährlichen Distanzschüssen die nötige Portion Fortuna. Und ein bisschen Slapstick war auch dabei, wie beispielsweise bei Matija Poredskis Möglichkeit, als er über die perfekte Ernst-Flanke aus einem Meter Entfernung über den Ball trat (72.). Treffen sollte nur noch Pomnitz, der eine Ernst-Hereingabe am langen Pfosten nur noch über die Linie zu drücken brauchte (78.).
Und Ederbergland in der Offensive? Gleich zu Beginn hatte der später gelb-rot-gefährdete und daher ausgewechselte Felix Nolte nicht genug Durchsetzungsvermögen (3.), gegen Lukas Guntermann war später Tobias Wolf zweimal hellwach und machte den Weg zum Tor klasse zu (10.). Apropos Wolf: Der Schlussmann zerrte sich in Durchgang eins am Oberschenkel und musste in der Kabine bleiben, Kenan Mujezinovic verlebte anschließend ganz ruhige 45 Minuten, nur einmal gegen Daniel Gora musste er auf der Hut sein - und war es (77.).
Die Statistik:
Borussia Fulda: Wolf (46. Mujezinovic) - Fuß, Gröger, Beck - Alles (54. Jaksch), Jerkovic - D. Müller, Pomnitz, Kornagel (71. Ernst) - Bahssou, Poredski.
Ederbergland: Hartmann - Wolff, Mohr, Holzapfel, von Drach - Miß (63. Todt), Karge, Neuschäfer (54. Lindenborn), Guntermann - Nolte (58. Brussmann), Gora.
Schiedsrichter: Simon Heß (FC Starkenburgia Heppenheim).
Zuschauer: 850.
Tore: 1:0 Daniel Kornagel (18.), 2:0 Leon Pomnitz (20.), 3:0 Yannic Holzapfel (28., Eigentor), 4:0 Leon Pomnitz (78.).


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