Krimi

Ex-Lüderer Bachmann setzt den Lucky Punch

Gruppenliga: Schlitzerland siegt in letzter Minute gegen Großenlüder

05. Mai 2019, 14:35 Uhr

Der Moment, der ganz Schlitzerland in Ekstase versetzte: Hendrik Bachmann (links) trifft zum 3:2. Foto: Kevin Kremer

Die SG Schlitzerland hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Im Abstiegskrimi der Gruppenliga setzte sich die SGS dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit 3:2 (2:0) gegen den SV Teutonia Großenlüder durch.

Im Jubelhaufen war Hendrik Bachmann gar nicht mehr zu erkennen, nachdem er mit der einzig wirklichen Torchance der SG Schlitzerland im zweiten Durchgang den erlösenden Siegtreffer erzielte (90.+2) – und zugleich sah man, welche Last von den Grosch-Schützlingen abfiel. „Ich wäre nach der zweiten Halbzeit, in der uns Großenlüder mega unter Druck gesetzt hat, mit dem Unentschieden eigentlich schon zufrieden gewesen“, meinte ein ansonsten sprachloser SGS-Trainer Simon Grosch. Der baldige Hünfelder konnte es gar nicht in Worten beschreiben, meinte aber schließlich doch noch, „dass wir das nötige Glück heute hatten.“

Dass Schlitzerland überhaupt so in die Bredouille geriet, dachte zur Halbzeit noch niemand. Viel zu überlegen waren die Hausherren, führten völlig zurecht mit 2:0. Erst kombinierte sich Kilian Kuchenbuch und Bachmann hervorragend durch die Gäste-Abwehr und Kuchenbuch traf im Nachschuss (31.), ehe Marius Hampl viel zu leicht mit dem Pausenpfiff zum zweiten Tor einnicken durfte (45.+1). „Das war unterirdisch von uns und eine absolute Katastrophe“, spielte Lüder-Coach Adrian Giemza auf die ersten 45 Minuten an. Giemza schien jedoch die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben, denn mit Beginn der zweiten Halbzeit spielte nur noch Großenlüder.

Unmittelbar nach Wiederbeginn verkürzten die Gäste, nachdem SGS-Keeper Jung den Ball prallen ließ und Moritz Reith abstauben durfte (48.). Seinen Fehler machte Jung kurze Zeit später wieder wett, denn der ansonsten so sichere Elfmeterschütze, aber heute glücklose, Fabian Lehmann scheiterte vom Punkt am Torwart-Oldie (69.). Die Körpersprache stimmte allerdings weiterhin, das Gaspedal wurde durchgedrückt und Andre Pfeffer belohnte den Einsatz, als er nach einer Ecke per Fallrückzieher traf (79.). Das Momentum war voll auf der Seite der Teutonen – doch Bachmann schickte seinen ehemaligen Verein ins Tal der Tränen.

Die Statistik:

SG Schlitzerland: Jung – Vossoughi, M. Bachmann, Kurz – Suppes, Hahn, T. Wahl – Hampl (90.+3 Schmier), H. Bachmann, Kuchenbuch (73. Schaub) – F. Steube (78. Braun).
SV Teutonia Großenlüder: Dietrich – M. Hasenauer, Schlitzer, Schneider, Hendler – Hohmann (89. Strehl), Nteugha – Reith, S. Hasenauer (43. Wese), Haus (46. Pfeffer) – Lehmann.
Schiedsrichter: Andreas Böck (Bellings).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Kilian Kuchenbuch (31.), 2:0 Marius Hampl (45.+1), 2:1 Moritz Reith (48.), 2:2 Andre Pfeffer (79.), 3:2 Hendrik Bachmann (90.+2).
Verschossener Foulelfmeter: Fabian Lehmann (Großenlüder) scheitert an Lars Jung (69.).

Autor: Tobias Konrad

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