Fallacara: "Wollen unsere Serie beibehalten"

Verbandsliga Süd: Nidda reist nach Wald-Michelbach

19. Oktober 2017, 19:29 Uhr

Michael Fink wird trotz seiner neuen Aufgabe bei Waldhof Mannheim am Wochenende zur Verfügung stehen. Foto: Patrick Scheiber

Seit mittlerweile neun Partien ist der 1.Hanauer FC schon ungeschlagen und hat den Platz seit der Rückkehr in die Verbandsliga Süd im Sommer erst einmal als Verlierer verlassen. Am Samstag (16 Uhr) empfangen die 93er als Tabellendritter den Tabellennachbarn aus Usingen zum Verfolgerduell. Zeitgleich reist Viktoria Nidda zur Eintracht aus Wald-Michelbach.

Hanau 93 - Usinger TSG (Samstag, 16 Uhr)

"Wir wissen um unsere Serie und wollen sie auch beibehalten", sagt Hanaus Sportlicher Leiter zu den neun Spielen ohne Niederlage, auch wenn der Sieg gegen Sandzak (3:2) am vergangenen Wochenende ein hartes Stück war. "Das war für uns der bisher stärkste Gegner", verteilte Giovanni Fallacara ein Sonderlob an den letzten Kontrahenten und war besonders stolz darauf, dass in Ilker Bicakci nur ein Neuzugang in der Startelf stand. "Unsere Meistermannschaft kann Verbandsliga."

Denn kommenden Gegner aus Usingen, der zuletzt 2:0 gegen Bruchköbel gewonnen hat, schätzt Fallacara "stark ein. Die hatten zwar zuvor drei Niederlagen am Stück und ich weiß auch nicht, warum das so war, aber das ist eine gestandene Mannschaft. Wir kennen Marcel Kopp (Spielertrainer, Anm. d. Red.) noch aus Seligenstädter Zeiten und wissen wie er und seine Mannschaft Fußball spielen. Wir haben einen Plan."

Personell sieht es bei den Gastgebern gut aus. Verletzt ist derzeit nur Sascha Jakicevic. Fehlen wird außerdem Daniyel Cimen, der mit Watzenborn-Steinberg ebenfalls am Samstag ran muss. "Wie es bei Ervin (Skela) aussieht, kann ich noch nicht sagen", steht noch nicht fest, ob der zweite Ex-Profi gegen Usingen mitwirken kann. Sicher dabei ist aber Michael Fink, der unter der Woche interimsweise das Traineramt des entlassenen Gerd Dais bei Waldhof Mannheim übernommen hat. "Er wird dabei sein, weil Waldhof erst am Sonntag spielt", freut sich der Sportliche Leiter.

Die Usinger, die gegen Bruchköbel mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnten und sich dadurch wieder auf den vierten Rang nach vorne gearbeitet haben, liegen nur zwei Zähler hinter den 93ern und können mit einem Auswärtssieg an den Gastgebern vorbeiziehen. Dementsprechend dürfen sich die Zuschauer auf eine spannende Partie an der Kastanienallee freuen.

EIntracht Wald-Michelbach - Viktoria Nidda (Samstag, 16 Uhr)

Ebenfalls eine kleine Serie von vier Spielen ohne Niederlage hat sich Viktoria Nidda erarbeitet. Dementsprechend zufrieden ist Trainer Carsten Weber mit dem momentanen sechsten Rang, sagt aber auch: "Gerade in dieser Liga, wo alles so eng zusammenliegt, muss man die Tabellenplätze noch relativieren. Das kann in zwei Spielen schon wieder ganz anders aussehen."

Dementsprechend will er den kommenden Gegner, der derzeit auf einem Abstiegsplatz liegt, auch nicht danach bewerten. "Die sind sehr heimstark und haben mit (Malcolm) Darffour und (Rene) Brunner zwei sehr starke Stürmer. Wald-Michelbach arbeitet gut gegen den Ball und hat ein schnelles Umschaltspiel. Auswärts und zuhause haben die zwei Gesichter", weiß Weber, der die Eintracht schon mehrfach in dieser Saison gesehen hat. Auch wenn seine Mannschaft die bisherigen beiden Spiele auf Kunstrasen verloren hat, sieht er das Geläuf in Wald-Michelbach nicht als Nachteil. "Gegen Alsbach haben wir durch Standardsituationen verloren. Das hat nichts mit dem Platz zu tun. Wir können Fußball spielen und haben auch auf Kunstrasen schon gute Spiele gemacht."

Personell sieht es nicht ganz so gut aus. Jannik Jung fehlt weiter aufgrund seines Muskelfaserrisses und auch Sven Diedrich wird wegen der Prellung aus dem letzten Spiel nicht mitwirken können. "Er hat brutale Schmerzen", so der Coach. Zudem war Jonathan Jung die ganze Woche krank und Christoph Pilch musste das Training abbrechen. Bei ihnen hofft Weber aber dennoch auf einen Einsatz und macht gleichzeitig deutlich: "Wir sind breit genug aufgestellt und werden eine konkurrenzfähige Truppe auf dem Platz haben."

Die Gastgeber mussten sich zuletzt zweimal auswärts geschlagen geben, sind aber zuhause eine Macht. Drei der fünf Spiele auf heimischem Gelände wurden gewonnen. Auch wenn beide Teams in der Tabelle acht Plätze trennen, liegen nur sechs Zähler dazwischen. Das zeigt mal wieder, wie eng es in der Liga zugeht.

Autor: Daniel Bolz