FCE holt deutlichen Derbysieg gegen SGO

Verbandsliga Mitte: Auch Biebrich gewinnt am letzten Spieltag

27. Mai 2018, 17:35 Uhr

Erzielte erst ein Tor und sah dann die gelb-rote Karte: Biebrichs Orkun Zer. Foto: Steffen Turban

Mit gemischten Resultaten beendeten die heimischen Teams in der Mitte-Verbandsliga die Saison 2017/18. Meister FC Eddersheim verabschiedete sich mit einem 8:1-Triumph gegen Absteiger SG Oberliederbach gen Hessenliga. Der FV Biebrich (5.) machte zum Abschluss seinen 16. Saisonerfolg gegen den SSV Langenaubach klar, während der SV Zeilsheim nicht über ein 0:4 gegen den FV Breidenbach hinaus kam. Nichts zu holen war zudem für Germania Schwanheim und Rückzieher Viktoria Kelsterbach, die in ihrem vorerst letzten Verbandsliga-Spiel in Dorndorf unter die Räder kamen.

FC Eddersheim – SG Oberliederbach 8:1 (3:0)

"Das war ein gutes Spiel. Es war aber mehr ein Sommerkick, es ging ja für beide Mannschaften um nichts mehr", hielt Erich Rodler, der Sportlicher Leiter beim FC Eddersheim, nach dem 26. Saison-Dreier seiner Farben fest. Insgesamt zeigte die SG Oberliederbach im Derby nur wenig Gegenwehr, Ivan Rebic (11.), Torschützenkönig Turgay Akbulut (31.) - via direkt verwandeltem Freistoß aus 20 Metern - sowie Husejn Mevkic (42.) hatten bereits bis zum Pausentee für klare Verhältnisse gesorgt. "Wir haben es ihnen auch denkbar leicht gemacht, vielleicht war es sogar die schlechteste Leistung, seitdem ich dabei bin", kritisierte SGO-Coach Thomas Schierbach, der unter anderem die zahlreichen Fehlpässe und Ballverluste seiner Schützlinge bemängelte, nachträglich.

Nach der Pause setzte sich FC-Mann Hendrik Dechert sehenswert zum 4:0 (49.) durch, den Oberliederbacher Ehrentreffer markierte im Anschluss Aaron Wilson nach einem schnell ausgeführten Freistoß (52.). Beeindrucken ließ sich der Primus von diesem kurzen Aufbäumen jedoch nicht. Erneut Mevkic (61.), zweimal Alexander Scholz (65., 74.) sowie Torgarant Akbulut (52 Saisontore) schraubten den Eddersheimer Sieg noch weiter in die Höhe. "Es ist auch in der Höhe verdient. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen", meinte Schlierbach nach dem Abpfiff.

Trotz des Erfolgs bitter für die Hausherren: Patrick Hilser verletzte sich in der 20. Minute nach einem Foul am Ellenbogen und musste ausgewechselt werden. "Das tut uns sehr weh. In einem Spiel, wo es um nichts mehr geht – das trübt natürlich das Ganze", so Erich Rodler, der dem Gegenspieler in dieser Situation allerdings keine Absicht unterstellte.

Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Düdelsheim).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Ivan Rebic (11.), 2:0 Turgay Akbulut (31.), 3:0 Husejn Mevkic (42.), 4:0 Hendrik Dechert (49.), 4:1 Aaron Wilson (52.), 5:1 Mevkic (61.), 6:1 und 7:1 Alexander Scholz (65., 74.), 8:1 Akbulut (79.).

FV Biebrich – SSV Langenaubach 2:0 (1:0)

"Wir haben noch einmal einen Tabellenplatz gut gemacht, am Mittwoch den Pokal geholt - von daher sind wir natürlich sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf", lautete das Fazit von FVB-Trainer Nazir Saridogan. Nach einer glatten Viertelstunde erzielte David Meurer per Kopfball die Wiesbadener Führung, die bis zum Pausengong nicht unverdient Bestand haben sollte. Ebenfalls nach einem Eckball mit Köpfchen zur Stelle war Orkun Zer in der 63. Minute (2:0). Biebrich verpasste nachfolgend den dritten Treffer, bekam im Gegenzug aber gleich zwei Langenaubacher Strafstöße zu sehen – beide wurden allerdings von FV-Keeper Paul Kissler stark pariert.

Der erste Handelfmeter erfolgte in der 75. Minute. Die vorausgegangene Szene hierzu: Zer trank am eigenen Gehäuse aus einer Wasserflasche, hatte die Flasche noch in der Hand, als der SSV zu einem Eckball ansetzte und warf diese offenbar nicht rechtzeitig genug fort. Der Unparteiische entschied auf einen indirekten Freistoß aus sechs Metern, Zer selbst bekam die Gelbe Karte zu sehen. Da der Freistoß der Gäste an Orkun Zers Hand landete, wurde dieser nun mit Gelb-Rot bedacht – außerdem war der besagte Strafstoß fällig.

Auch der zweite Elfmeter des SSV (83.) erfolgte nach einem Handspiel, diesmal war Abdullah Tasdelen der Verursacher. Und erneut ließ sich Paul Kissler nicht überwinden. "Das einzig Doofe ist nun vielleicht, dass Orkun Zer dann in der nächsten Saison im ersten Spiel gesperrt ist", hielt Nazir Saridogan nach dem Sieg fest.

Schiedsrichter: Mirko Radl (Biebesheim).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 David Meurer (15.), 2:0 Orkun Zer (63.).
Gelb-Rot: Orkun Zer (75., FVB).

FC Dorndorf – Viktoria Kelsterbach 6:2 (5:1)

Den Abschied aus der Liga hatten sich die Gäste vorab anders vorgestellt. "Wir hatten uns auf jeden Fall was vorgenommen", erläuterte Kelsterbachs Co-Trainer Dominic Machado, dessen Team zunächst auch motiviert aufspielte und nach zehn Minuten durch Philipp Langelotz in Führung ging. "Wir hätten dann nachlegen müssen, haben das aber versäumt", so Machado. Die Folge: Aufgrund von individuellen Fehlern und Abwehrschwächen auf Seiten der Viktoria, überrannte der FC Dorndorf das Team aus dem Kreis Groß-Gerau bis zur Pause regelrecht. Jeweils zweimal Jonathan Kap (23., 25.) und Thomas Wilhelmy (28., 40.) sowie Yannik Blättel (38.) bescherten den Gastgebern eine 5:1-Führung zur Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel fing sich die Viktoria wieder, das Spiel gestaltete sich fortan ausgeglichener. Dreierpacker Wilhelmy (67.) und Kelsterbachs Roger Martinez Rosique (71.) erzielten die beiden letzten Buden der Partie. "Natürlich hätte jeder gerne ein anderes Ergebnis gehabt, aber nach den letzten Wochen und Konstellationen ist es halt so", gab Dominic Machado abschließend zu Protokoll.

Schiedsrichter: Karsten Pfeiffer (Nieder-Wöllstadt).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Philipp Langelotz (10.), 1:1 und 2:1 Jonathan Kap (23., 25.), 3:1 Thomas Wilhelmy (28.), 4:1 Yannik Blättel (38.), 5:1 und 6:1 Wilhelmy (40., 67.), 6:2 Roger Martinez Rosique (6:2, 71.).

Germania Schwanheim – SF/BG Marburg 2:4 (2:1)

Die Germania erwischte einen starken Start und dominierte den Gegner in der Anfangsphase. Diese Überlegenheit spiegelte sich auch in einer 2:0-Führung - resultierend aus einem Doppelpack von Ahmet Gök - nach 20 Minuten wider. "Danach haben wir uns aber ausgeruht und das Tempo raus genommen", blickte Schwanheims Trainer Tomas Pelayo zurück. Sascha Huhn verkürzte für die Oberhessen noch vor dem Seitenwechsel auf 1:2 (41.).

Nach der Pause lief bei den Hausherren nicht mehr viel rund. "Bei 28 Grad - da war die Laufbereitschaft auch nicht mehr da. Das ist dann eine mentale Sache. Da ist es ganz schwierig als Trainer, die Jungs noch mental zu treffen", meinte Pelayo. Etwas agiler wirkten derweil noch die Gäste, deren drei anschließenden Tore von der 54. bis zur 59. Minute – die Torschützen hießen Tomi Pilinger sowie zweimal Huhn – allesamt aus Kontern entstanden.

Schiedsrichter: Marcel Rühl (Erda).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 und 2:0 Ahmet Gök (11., 20.), 2:1 Sascha Huhn (41.), 2:2 Tomi Pilinger (54.), 2:3 und 2:4 Huhn (58., 59.).

SV Zeilsheim – FV Breidenbach 0:4 (0:2)

Nach dem 2:3 im Kreispokalfinale gegen die SG Oberliederbach, setzte es für den SV Zeilsheim auch noch im Saisonfinale in der Liga ein Niederlage. Dabei sahen die knapp 100 Zuschauer gleich zu Beginn eins, zwei gute Chancen der Amstätter-Elf, die jedoch ungenutzt blieben.

Besser machten es die Gäste: Johannes Damm (9.) und Phillip Willershausen (11.), dessen Schuss wohl noch abgefälscht wurde, sicherten dem FVB eine zügige 2:0-Führung. Nachfolgend zogen sich die Kicker aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf vornehmlich in der eigenen Hälfte zurück und verteidigten sicher. "Wir haben einfach zu wenige Mittel gefunden, um zum Torabschluss zu kommen", bilanzierte SV-Trainer Sascha Amstätter. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte hatten die Frankfurter durchaus Möglichkeiten, um zum Anschluss zu gelangen, nach einem Defensivfehler sorgte Breidenbachs Yanik Berberich (66.) aber für klare Verhältnisse. Der gleiche Spieler erhöhte noch in der 74. Minute auf 0:4 aus heimischer Sicht.

"Wir haben uns vor der Saison schon etwas mehr ausgerechnet gehabt. Im Laufe der Runde konnten wir dann die Langzeitverletzten - gerader was die Offensive betrifft -, nicht immer kompensieren. Gerade in den Spitzenspielen ist uns immer etwas die Luft ausgegangen. Letztendlich müssen wir mit dem Abschneiden zufrieden sein. Wir nehmen die Lehren daraus mit und wollen in der neuen Saison dann versuchen, das alles ein bisschen zu verbessern", lautete das Fazit von Sascha Amstätter.

Schiedsrichter: Florian Tesch (Dieburg).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Johannes Damm (9.), 0:2 Phillip Willershausen (11.), 0:3 und 0:4 Yanik Berberich (66., 74.).

(cn)