Fil: "Hätte mir einen anderen Gegner zum Auftakt gewünscht"
Verbandsliga Süd: Hochtaunus-Derby in Usingen
Mustafa Fil (vorne) und Co-Trainer Gültekin Cagritekin reisen mit den Friedbergern nach Urberach. Foto: Patrick Scheiber
Eintracht Wald-Michelbach - FC Alsbach (Samstag, 17 Uhr)
Zwar sind sich Wald-Michelbach und der FC Alsbach bislang in 16 Partien begegnet, trotzdem erwartet Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel einen schwer einschätzbaren Gegner zum Auftakt. "Sie haben einen personell verjüngten Kader und mussten die Abgänge von einigen Führungsspieler verkraften. Deshalb ist Wald-Michelbach schon eine Unbekannte", so Andreas Rothermel, der ein enges Spiel, wie in der vergangenen Saison erwartet. Bei der Eintracht siegten die Bergsträßer knapp mit einem 1:0. Mit einem ähnlichen Ergebnis rechnet Rothermel auch am Samstagnachmittag. "Ich denke, wir werden erst mal abwarten, wie sich der Gegner verhält und dann schauen wir, was sich ergibt", sagte Alsbachs Pressesprecher, der mit einem Punkt zufrieden wäre.
"Ein Sieg zum Auftakt wäre natürlich toll." Dazu bleibt aber abzuwarten, wer in der Offensive bei den Alsbachern für Torgefahr sorgen könnte, denn die Sturmreihe um Cengiz Gencer, Marcel Daniel und Philipp Ehmig ist zwar angeschlagen, aber einsatzbereit. Lediglich Fricker wird nicht spielen. "Wir wollen kein Risiko eingehen, deshalb wird er nicht dabei sein, was natürlich schade ist, weil er uns als Innenverteidiger auf dem Kunstrasenplatz fehlen könnte", äußerte sich Rothermel zum Fehlen Frickers. Der Pressesprecher ist trotzdem zuversichtlich, dass der Innenverteidiger in Wald-Michelbach gut vertreten wird.
Die Eintracht hat zum Auftakt ein Heimspiel, bei dem sich bereits zeigen könnte, wohin die Reise in dieser Saison gehen wird, neben einem runderneuerten Kader (Elf neue Spieler in Wald-Michelbach), wird nämlich auch ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Ralf Ripperger, der in der vergangenen Saison noch Co-Trainer war, hat nun den Chefposten von Sebastian Haag übernommen. Der 27 Jahre alte Ripperger wird gegen den FC Alsbach dann sein erstes Pflichtspiel als Trainer in der Verbandsliga Süd bestreiten. "Das Heimspiel gibt Sicherheit, weil wir auf die Unterstützung der Zuschauer setzen können. Diese Unterstützung brauchen vor allem unsere jungen Spieler und das kann für uns von Vorteil sein", freut sich Wald-Michelbachs Pressesprecher Lothar Strusch auf das erste Spiel in der neuen Runde. (se)
TS Ober-Roden - SG Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 15 Uhr)
Es wird das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften in einem Pflichtspiel sein. Am Sonntag empfängt die Turnerschaft die U23 des Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt. Die Gäste sind dabei erstmals in der Verbandsliga Süd vertreten und deshalb eine Unbekannte für viele Mannschaften. Das liegt auch daran, dass ein Spieleraustausch zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft sowie der U19 herrscht. "Wir sind personell gut aufgestellt und arbeiten noch enger zusammen als die Jahre zuvor, deshalb ist es noch offen wer spielen wird, aber es wird die bestmögliche Mannschaft sein", so der Trainer der zweiten Mannschaft. Hicham Tahrioui hat seinen Spielern bereits mitgegeben, dass sie losgelöst und neugierig aufspielen und das zeigen sollen, was sie können. Unabhängig von der Liga und dem Gegner. "Ich erwarte eine spielstarke und selbstbewusste Mannschaft, die eingespielter sind als wir", äußerte sich Tahrioui zu den Ober-Rodener. Der Frankfurter Trainer muss bei dieser Aufgabe nur auf Patrick Gürser verzichten, der sich beim Sparkassen-Cup eine leichte Zerrung zu gezogen hat.
Auch Ober-Rodens Trainer erwartet einen spielstarken Gegner und kein "taktisch-defensives Geplänkel" im ersten Heimspiel der anstehenden Saison. "Wir wollen mit einem Sieg in die Runde starten, aber wir haben eine harte Nuss zu knacken. Außerdem kann ich die Frankfurter gar nicht einschätzen", sagte Daniel Nister zu der "schwierigen Aufgabe" gegen den Aufsteiger. Die Hausherren wollen dabei mutig nach vorne mit der nötigen Leidenschaft agieren. Außerdem sollen die abgesprochenen Abläufe eingehalten werden, erklärte Nister, der hinzufügte: "Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Leistung abrufen und die Chancen suchen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird." Für das Heimspiel gegen die Rot-Weissen stehen Nister vier Spieler nicht zur Verfügung. Neuzugang Feta Suljic ist noch im Urlaub, während Thomas Barowski gesperrt fehlt. Außerdem werden Jannis Fritsch und Max Ender verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. (se)
Viktoria Urberach - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Der Hessenliga-Absteiger aus Urberach musste zu Beginn der Woche das 0:7 im Hessenpokal gegen Bayern Alzenau verkraften. "Das Spiel ist abgehakt. Der Pokalwettbewerb ist für uns vorbei und wir konzentrieren uns auf die Liga. Wir haben die Mannschaft aber auch in die Pflicht genommen", macht Urberachs Co-Trainer Marco Saul deutlich, der sein Team aber auch "gut gerüstet für den Saisonstart sieht. Mit Türk Gücü Friedberg haben wir natürlich gleich einen echten Prüfstein und ein richtig schweres Spiel gleich zu Beginn, aber in unseren Heimspielen wollen wir punkten."
Friedbergs Trainer Mustafa Fil war mit der Vorbereitung seines Teams "alles andere als zufrieden. Wir hatten viele Verletzte und angeschlagene Spieler. Dazu mussten wir aufgrund der Stadtmeisterschaft unser Training umstellen." Den Gegner schätzt Fil derweil stark ein. "Die kommen aus der Hessenliga und werden das auch zeigen wollen. Es wird sehr schwer für uns. Ich hätte mir einen anderen Gegner zum Auftakt gewünscht."
Beide Teams haben zum Start noch nicht alle Mann an Bord. Bei den Gastgebern werden die verletzten Sinisa Alempic und Josip Ivkovic, sowie der privat verhinderte Stefan Kresovic. Auf Seiten der Friedberger fällt Florian Decise sicher aus. Dazu steht hinter den Einsätzen von Selim Aljusevic und Fnan Tewelde noch ein Fragezeichen und Alit Usic und Abdusammed Gürsoy kommen erst am Wochenende aus dem Urlaub. (db)
SG Bruchköbel - Germania Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr)
Der Aufsteiger aus Ober-Roden bekommt es zum Auftakt mit der SG Bruchköbel zu tun, die zu den Mannschaften mit der längsten Ligazugehörigkeit zählt. "Wir ziehen unser Selbstbewusstsein aus der langen Verbandsliga-Erfahrung", macht Bruchköbel Sportlicher Leiter Jochen Dickerhoff deshalb auch deutlich, der aber auch anmerkt, dass "die Vorbereitung eher durchwachsen war. Wir hatten auch nicht die Ergebnisse und wollen nicht absteigen und im gesicherten Mittelfeld landen." Die Germania kann der Sportliche Leiter nicht wirklich einschätzen. "Zu denen kann ich nicht viel sagen." Verzichten muss Trainer Andreas Arr-You auf Ciro Civale, Kim Nowak und vermutlich auch auf Kim Werner.
Beim Aufsteiger waren die Verantwortlichen mit der Vorbereitung hingegen durchaus zufrieden. "Wir sind gut durchgekommen. Die Ergebnisse haben gepasst und machen uns auch hoffnungsfroh, auch wenn ich nicht viel auf die Testspiele gebe", so Teammanager Daniel Hoffstadt. Mit der Kaderplanung ist Hoffstadt derweil zufrieden. "Wir haben einen breiten Kader und die Aufstiegsmannschaft sowohl in der Breite, als auch in der Spitze gut verstärkt." So soll für Ober-Roden am Sonntag auch etwas Zählbares rausspringen. "Mit Bruchköbel wartet ein gestandener Verbandsligist auf uns und wir wissen nicht genau, wo wir stehen. Wir werden aber versuchen zu punkten", so Hoffstadt. (db)
FV Bad Vilbel - Rot-Weiß Darmstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Der FV Bad Vilbel hatte in der vergangenen Saison insbersondere nach der Winterpause einen hervorragenden Lauf und mit dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen. Die letzten beiden Spiele gegen die Verbandsligisten Viktoria Nidda im Hessenpokal und das Freundschaftspiel gegen Viktoria Kelsterbach gingen zwar jeweils mit 0:1 verloren, das sollte aber am Sonntag die Mustafic-Elf nicht sonderlich beirrren. Vielleicht eher der Wochentag, denn normalerweise tragen die Brunnenstädter ihre Heimspiele an einem Freitag Abend aus. "Weil das ein oder andere Spiel in der Vorbereitung nicht so gut gelaufen ist, bin ich schon ein bisschen nervös, sehe dem Spiel aber positiv entgegen. Aus den Spielen habe ich jedenfalls meine Erkenntnisse gesammelt. Die Darmstädter habe ich gegen Eddersheim beobachtet. Die geben alles, kämpfen und können Fußball spielen, deswegen wird es kein einfaches Spiel werden", vermutet Bad Vilbes Trainer Amir Mustafic, der auch lieber an einem Freitag Abend gespielt hätte, weil "die Stimmung da einfach besser ist. Der Gegner wollte das aus welchen Gründen auch immer aber leider nicht."
Rot-Weiß Darmstadt hat zwar am vergangenen Sonntag in der ersten Runde des Hessenpokals eine 1:2- Niederlage gegen den Mitte-Verbandsligisten SC Eddersheim hinnehmen müssen, Stephan Adam allerdings, der sportliche Leiter von den "Rot-Weißen", konnte der Partie einiges an Gutem abgewinnen: "Die Niederlage wird uns nicht das Genick brechen. Spätestens hier haben die Leute gesehen, dass wir eine gute Mannschaft haben." Mit Bad Vilbel haben die Darmstädter gleich zu Beginn der Verbandsliga-Süd Saison einen dicken Brocken vor der Brust, denn der FV schloss die zurückliegende Runde mit dem dritten Tabellenplatz ab: "Wir wissen um deren Stärken, aber wenn wir unsere Chancen nicht so leichtfertig vergeben und das Wechselspiel zwischen Tor und Mittelfeld verbessern, dann kommen wir auch zu unseren Gelegenheiten", spekuliert Adam. (cw)
Usinger TSG - TSV Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem das Hochtaunus-Derby erst auf Samstag Abend fixiert wurde, findet die Begegnung zwischen der Usinger TSG und dem TSV Vatanspor Bad Homburg nun doch am Sonntag Nachmittag statt. Die Usinger haben im Vorfeld ihre Generalprobe mit einem 2:0-Testspielsieg gegen den Gruppenligisten SG Waldsolms im Rahmen eines dreitägigen Trainingslagers bestanden. "Wir sind gerüstet und gewappnet. Jetzt haben wir uns noch einmal mit Standards und der Teambildung beschäftigt. Ich sehe die Tagesform als entscheidend an, weil es zum einen ein Derby ist und zum anderen der erste Spieltag, an dem einstudiertes Passspiel noch nicht komplett sein kann", sagte Usingens Spielertrainer Marcel Kopp, der grippebedingt hinter die Einsätze von Torwart Jan Eric Dreikausen, Torben Selzer, Nils Arne Wielpütz und Julian Waschkau dicke Fragezeichen machen muss.
Für den TSV Vatanspor Bad Homburg soll es jetzt auch wieder losgehen: "Schade ist, dass das Spiel von Samstag auf Sonntag verschoben wurde, aber auf einem Kunstrasen wollten wir nicht antreten. Wir haben in den letzten beiden Wochen beim TV Burgholzhausen trainieren dürfen und bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung, vor allem bei Stefan Lang", sagte Vatanspors Sportmanager Hüseyin Güven. Für das bevorstehende Derby hat Güven schon eine Vorahnung: "Ich erwarte ein hitziges, aber faires und intensives Spiel. Usingen hat eine eingespielte, schlaue und kampfstarke Mannschaft. Unser Team ist stark verjüngt und wir müssen auf Moritz Kulick und Eugen Schippmann urlaubsbedingt verzichten. Außerdem wird Luca Lotz unseren zweiten Torwart Taha Özdemir ersetzen. Zuversichtlich bin ich aber, weil unser super Trainer die Mannschaft perfekt einstellen wird." (cw)
SV FC Sandzak - FC 07 Bensheim (Sonntag, 15 Uhr)
Beim Duell des Aufsteigers gegen den FC Bensheim werden zwei neue Trainer an der Seitenlinie stehen. Bensheims Sportlicher Leiter erwartet dabei eine offene Partie. "Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes, aber es wird auch ein nervöser Start", so Daniel Nischwitz, der den SV FC Sandzak als "Wundertüte" bezeichnete. Deshalb erwartet Nischwitz eine schwierige Aufgabe in der ersten Partie. Das liegt auch daran, dass der FC vom Verletzungspech geplagt ist und es wohl noch ein paar Wochen dauern wird, bis alle Spieler wieder zur Verfügung stehen. "Wir haben einen gebeutelten Kader und müssen gucken, was dabei herauskommt." Bensheims neuem Trainer, Ludwig Brenner, werden im Auswärtsspiel Philipp Pfeifer, Dennis Konietzko, Willy Eifler und Fabio Hechler nicht zur Verfügung stehen. Außerdem fehlt Daniel Piller gesperrt, da er im Pokalspiel gegen den SV Lörzenbach eine rote Karte sah. Fraglich sind zudem Ricardo Zocco und Benedikt Saltzer. Ludwig Brenner, der die Nachfolge von Elton da Costa antritt, wird deshalb nicht aus den Vollen schöpfen können gegen den Aufsteiger.
Für Sandzak wird es in den ersten Wochen nun darum gehen, sich an die neue Liga zu gewöhnen. Um sich optimal vorbereiten zu können, setzt der Verein auf Aleksandar Pajic als neuen Trainer. Der ehemalige Spielertrainer Murat Sejdovic wird künftig nur noch als Spieler agieren. Der Liga-Neuling stellt für alle anderen Vereine eine Unbekannte dar, auch weil sie viele ehemalige Profis aus Serbien und Montenegro in ihren Reihen haben, die unter anderem schon beim FK Novi Pazar, dem serbischen Erstliga-Absteiger, gespielt haben. Pajic sei von diesem Projekt überzeugt, wie Sejdovic erklärte. Außerdem fügte er hinzu: "Wir haben uns mit Pajic zusammengesetzt und denken, dass er der richtige Mann ist. Die Ergebnisse werden kommen. Er ist ein harter Trainer, spielt schönen Fußball und ist taktisch variabel." Ob das richtige Ergebnis bereits schon im Heimspiel gegen Bensheim zustande kommt, bleibt abzuwarten. (se)


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