Fischbach pariert, Schleuning trifft, Vogelsberg jubelt - Fotos

Relegation zur Kreisoberliga Mitte: 1:0-Sieg in Margretenhaun

05. Juni 2018, 20:00 Uhr

Marc Ortwein (links) ließ Dominik Hintze und den RSV Margretenhaun straucheln. Foto: Charlie Rolff

Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg in Margretenhaun darf die FSG Vogelsberg weiter vom Aufstieg in die Kreisoberliga Mitte träumen. Für den RSV sind derweil bereits vor dem letzten Relegationsspiel am Freitag in Simmershausen die Hoffnungen auf Platz eins geplatzt, die Mannen von Robert Posa können lediglich über Platz zwei aufsteigen - sofern Schlitzerland noch der Aufstieg über die Aufstiegsrunde zur Gruppenliga gelingt.

"Das ist schon sehr bitter, aber wir waren unter dem Strich im letzten Drittel nicht gefährlich genug", konstatierte ein geknickter RSV-Kapitän Dominik Hintze nach Spielschluss. Denn in Durchgang eins waren die Hausherren die bessere Mannschaft, verpassten es aber, sich aus dem deutlichen optischen Übergewicht ein klares Chancenplus zu erspielen. Die Posa-Elf hatte zwar eine Vielzahl an Gelegenheiten, die richtig dicken Möglichkeiten waren aber Mangelware.

In Führung hätte Margretenhaun dennoch gehen müssen, weil Florian Bug von Christoph Narz im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden konnte (44.). Die Chance zur Führung vom Elfmeterpunkt konnte Patrick Stupp aber nicht nutzen, Marcel Fischbach parierte sowohl den Strafstoß als auch den Nachschuss klasse. Vogelsberg hingegen kam schwer in die Partie und hatte nur wenig Spielanteile. Eine dicke Möglichkeit hatten die FSG dennoch, als Henrick Schleuning plötzlich frei durch war, den Ball jedoch knapp am Tor vorbeisetzte (41.).

Nach dem Seitenwechsel sahen die 800 Zuschauer eine offene Partie, weil Margretenhaun das Heil weiter in der Offensive suchte, in der Defensive aber immer wieder anfällig für schnelle Gegenangriffe der Gäste war. So wie in der 47. Minute, als Lorenz Ruhl einen super Ball auf Henrick Schleuning spielte, der aber am stark parierenden Jens Huder scheiterte. Ähnliches Muster in der 71. Minute, dieses Mal aber von Erfolg gekrönt: Cristi-Solomon Christians Flugball auf Schleuning war punktgenau, während Huder eine Millisekunde zu spät dran, sodass der Angreifer den Ball zum umjubelten 1:0-Führungstreffer markieren konnte.

Margretenhaun hingegen fiel nicht viel ein und war davon abhängig, dass Florian Bug, gefährlichster Akteur des RSV, mit seiner individuellen Qualität das Offensivspiel belebte. So blieben richtig gute Torchancen der Hausherren im zweiten Spielabschnitt aus, auch weil Vogelsberg-Spielertrainer Marc Ortwein in der Abwehr der Fels in der Brandung war. Vielmehr hatten Benjamin Szombierski (86.) und Schleuning (90.+1) nach langen Abschlägen jeweils die dicke Chance zum 2:0.

"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert, auch wenn das Remis mit dem verschossenen Elfmeter zur Pause sicherlich etwas glücklich war", sagte Ortwein, dessen Team von circa 150 mitgereisten Fans nach Abpfiff gefeiert wurde, als wäre der Aufstieg bereits perfekt. "Wir halten jetzt erstmal die Bälle und warten ab, was am Freitag passiert. Ich traue Margretenhaun aber auf jeden Fall zu, dass sie gegen Simmershausen punkten." Dann wäre die FSG als Erster der Dreierrunde sicher aufgestiegen.

Die Statistik

RSV Margretenhaun: Huder - Gutmann, Klewitz, Höpfner, Semmler - Kabul, Becker - Fe. Bug, Hintze, Stupp - Fl. Bug (Bell, Kocak, Schütz).
FSG Vogelsberg: Fischbach - Ortwein - Dehn, C. Narz - Esser, Leister, M. Narz, Staubach - Schleunig, Ruhl, Szombierski (Pokoj, Günther, Christian).
Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld).
Zuschauer: 800.
Tore: 0:1 Henrick Schleuning (71.),
Verschossener Foulelfmeter: Patrick Stupp (RSV Margretenhaun) scheitert an Marcel Fischbach (44.).

Autor: Max Lesser

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