Fliedens Jubel verstummt: Bellings/Hohenzell zittert sich zum Klassenerhalt

11. Juni 2024, 20:59 Uhr

Lauterbachs Aushilfstorhüter Loic Valdez Naoussitene machte seine Sache gut, doch letztlich jubelten Marcel Bott und Bellings/Hohenzell. © Memento36

Die SG Bellings/Hohenzell bleibt in der Kreisoberliga Süd. Im letzten Relegationsspiel genügte ein 0:0 beim VfL Lauterbach zum Klassenerhalt.

Die Ausgangslage war klar: Bellings/Hohenzell durfte nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Flieden II bloß nicht verlieren, während Flieden nach dem eigenen 3:0 gegen Lauterbach – als die Buchonia in der zweiten Halbzeit nicht mehr nach vorne spielte – auf einen nicht zu deutlichen VfL-Sieg hoffte. Lauterbach war jedenfalls nicht vorzuwerfen, dass die Mannschaft die Relegation locker austrudeln lassen würde. Doch die Unterlegenheit war trotzdem klar ersichtlich – zumal Spielertrainer Kenan Duran Mitte der ersten Hälfte mit einer Knieverletzung das Feld verlassen musste.

Fliedens Jubel verstummt: Bellings/Hohenzell zittert sich zum Klassenerhalt

Doch Bellings/Hohenzell verpasste es, aus seinen vielen guten Chancen vor der Pause einen Treffer zu erzielen. Schon nach 90 Sekunden hatte Max Schmidt eine dicke Gelegenheit, der dann mit dem Halbzeitpfiff per Kopf nur die Latte traf. Noch dicker war die Chance des Doppeltorschützen der vergangenen Woche, Jan Zellmann, der freistehend verzog (20.) Dabei stand mit Loic Valdez Naoussitene ein etatmäßiger Feldspieler im Tor, der in Flieden noch über die rechte Seite stürmte. Der bekam fast nichts aufs Tor, machte seine Sache dennoch richtig gut – beispielsweise als Benjamin Hartmann um ein Haar ins eigene Tor traf (62.). Glück hatte der Schlussmann aber bei einem schlecht gespielten Klärungsversucht, Spielertrainer Florian Ertel traf das leere Tor jedoch nicht (82.).

So blieb es spannend bis zum Schluss – und plötzlich zappelte der Ball im Bellingser Netz. Nach einem Freistoß war Oussama Tatou wohl entscheidend dran, doch das Schiedsrichtergespann hatte eine Abseitsposition erkannt. Der Jubel der Hausherren – und besonders der mitgereisten Fliedener – verstummte prompt und unter großen Protesten (80.). Es sollte die letzte Chance bleiben: Bellings/Hohenzell zitterte sich dank des 0:0 zum Klassenerhalt, Flieden II und Lauterbach bleiben in der A-Liga. „Wir haben es mit Mühe und Not geschafft. Ich wollte eigentlich nicht rechnen, musste im Spiel dann aber doch damit anfangen. Am Ende interessiert es aber nicht, wie das Spiel gelaufen ist“, freute sich Ertel über den Klassenerhalt seiner Mannschaft und hoffte, dass es sein Team im nächsten Jahr nicht wieder so spannend machen würde. Größer als im Lauterbacher Lager war dagegen die Enttäuschung bei Flieden II: „Es ist richtig bitter. Aber Riesen-Respekt an Lauterbach, die haben sich bis zum Ende reingehauen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir das erste Spiel verloren haben“, sagte Trainer Marius Sievers.

Die Statistik VfL Lauterbach: Naoussitene; Hossaini, Kolbe, Kowalski – Lungu, Maier, Duran, Qarizada – Kahraman, Vladavic – Turcin (Güvenc, Hartmann, Tatou). SG Bellings/Hohenzell: Hommel; Heid, Bott, Lisiecki – Dersch, Lauer, Landes, Bauerhenne – Ma. Schmidt – Ertel, Zellmann (Brodt, Hartmann). Schiedsrichter: Kevin Eberheim (Blau-Weiß Schotten). Zuschauer: 400. Tore: Fehlanzeige. Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Alden Vladavic (Lauterbach, 59.).

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