Frauen: Derbytime zum Saisonstart - Schlechte Stimmung in Gläserzell
Auf Gläserzeller Seite feiert der neue Coach Sven Zeidler sein Debüt. Doch nach dem Abstieg aus der Regionalliga ist die Stimmung nicht gerade bestens. Zeidler, früher Juniorentrainer bei Eintracht Frankfurt, spürt wenig Unterstützung vom Vorstand und hat mit Abgängen, lädierten und unzuverlässigen Kickerinnen zu kämpfen: "Das Niveau im Training ist top, leider sind fast immer nur acht Spielerinnen dabei." Deshalb gibt der 38-Jährige vor dem Derby gegen Rückers die Favoritenrolle an den Lokalrivalen ab: „Wenn alle Spielerinnen aus unserem Kader dabei wären, könnten wir sicher unter den ersten fünf landen. Aber in der aktuellen Situation wird das ein ganz hartes Spiel.“
Sein Gegenüber Sonja Rehm war mit der Vorbereitung in Rückers dagegen sehr zufrieden: „Wir haben drei Mal die Woche richtig hart trainiert, hatten ein sehr gutes Trainingslager und jede Woche ein Testspiel mit durchweg positiven Erkenntnissen“, sagt Rehm, die beim Derby jedoch auf Nachwuchstalent Laura Schnabel (Bänderriss) und die neue Keeperin Kristina Stölzel (Muskelfaserriss) verzichten muss.
„Für mich ist es ganz schwer Gläserzell im Vorfeld richtig einzuschätzen. Da hat sich im Kader einiges verändert, dazu kommt der neue Trainer“, ist sich Sonja Rehm noch ein bisschen unsicher, was sie und ihr Team erwarten wird.
Auch in der Verbandsliga Nord geht es mit einem Derby los. Allerdings erst am Sonntag. Dann spielt um 15 Uhr die Zweite aus Gläserzell gegen die Vertretung von Aufsteiger TSG Lütter, der nach zwei Jahren wieder auf die Verbandsebene zurückgekehrt ist.


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