Friedberg fehlt ein Punkt zur Aufstiegsrunde
Verbandsliga Süd: Nidda empfängt den HFC
Hanauer SC - Germania Ober-Roden (Sonntag,15 Uhr)
Im Herbert-Dröse-Stadion kommt es am Sonntag zum Duell zweier Tabellennachbarn. Mittlerweile hat sich der Hanauer SC an der Germania vorbei auf Rang fünf geschoben. Die letzten drei Partien wurden allesamt gewonnen und dabei hat die Mannschaft von Trainer Antonio Abbruzzese zwölf Treffer erzielt. "Aber wir haben auch zu viele Gegentore kassiert", findet der Sportliche Leiter doch noch ein kleines Haar in der Suppe, freut sich aber ansonsten, dass "wir eine gewisse Konstanz rein bekommen haben." Nach dem schwachen Saisonstart soll der derzeitige fünfte Platz noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
"Wir haben uns das Ziel gesetzt, noch unter die ersten drei zu kommen", so Okan Sari. Den dritten Platz hat derzeit der Hanauer Stadtrivale 93 inne. Dementsprechend kämpfen beide Teams noch um den inoffiziellen Titel der Nummer eins in Hanau. "Das ist ein Anreiz, weil da eine gewisse Rivalität besteht." Zumal es am letzten Spieltag zum großen Showdown im direkten Aufeinandertreffen kommen könnte. "Doch bis dahin sind noch ein paar Spiele. Jetzt kommt erstmal Ober-Roden. Die schätze ich sehr stark ein, besonders in der Offensive", lobt Sari den kommenden Gegner.
Ähnlich wie die Hanauer konnten auch die Gäste die letzten Spiele siegreich bestreiten. "Die zwei Siege brachten unseren Glaube an die eigene Stärke zurück und wir sind gewillt, diesen Trend fortzusetzen, obwohl wir wissen, dass die Aufgabe gegen den Hanauer SC sehr schwer wird", so Daniel Hoffstadt von den Germanen, der ein "umkämpftes, enges Spiel erwartet, in dem wieder Kleinigkeiten entscheiden werden. Wenn es uns gelingt, wieder alles rauszuhauen, haben wir in jedem Spiel die Chance auf etwas zählbares, auch in Hanau", ist der Teammanager überzeugt.
Viktoria Nidda - Hanau 93 (Sonntag, 15 Uhr)
Die beiden Aufsteiger aus der Gruppenliga Frankfurt Ost marschieren seit dem Aufstieg nahezu im Gleichschritt und belegen derzeit die Plätze drei und vier der Tabelle. Doch bei beiden Teams geriet der Motor zuletzt etwas ins Stocken. Die 93er konnten aus den letzten drei Partien nur beim 0:0 gegen Wald-Michelbach punkten, die Gastgeber haben sogar die letzten drei Partien verloren. Gestern setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Darmstadt.
"Derzeit läuft es einfach nicht", sagt Niddas Trainer Carsten Weber und führt die vielen Spiele in den letzten Wochen als einen der Gründe an. "Wir haben einen kleinen Kader und können die Ausfälle nicht kompensieren. Zudem haben einige Spieler noch Rückstand Jetzt hat sich auch noch unser Torhüter (Tim Kuhl) verletzt. Wir müssen das Hanau-Spiel jetzt irgendwie rum bekommen und ich hoffe, dass wir nächste Woche im Training einiges aufholen können und der ein oder andere Spieler zurückkehrt." Denn Weber betont: "Drei Punkte brauchen wir noch. 44 Punkte reichen nicht sicher."
Im Hinspiel brannten beide Teams ein wahres Feuerwerk ab und trennten sich am Ende mit 5:5. Die Toptorjäger Noah Michel und Christian Fischer trafen jeweils dreifach. Weber stellt aber klar, "Hanau hat ganz andere Ziele und Möglichkeiten. Die haben ja noch während der Saison verkündet, dass sie nochmal angreifen möchten. Bei uns haben viele Spieler noch keine Verbandsligaerfahrung. Die haben die drei Ex-Profis und viele Spieler mit höherklassiger Erfahrung." Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen trennt beide Mannschaften nur ein Punkt. Die Zuschauer dürfen sich also auf eine spannende Begegnung freuen.
TS Ober-Roden - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Wechselvolle Wochen liegen hinter der Turnerschaft, die sich mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen bis auf Rang neun vorgearbeitet hat. Besonders wichtig war dabei der 3:1-Sieg im Rödermark-Derby beim direkten Konkurrenten Viktoria Urberach, denn nach diesem Prestigesieg beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz immerhin drei Punkte. Zu wenig, um sich zurücklehnen zu können, zumal jetzt mit Türk Gücü Friedberg der aktuelle Tabellenführer und die offensivstärkste Mannschaft (87 Tore) an der Dr.Walter-Kolb-Straße aufkreuzt. "Wir sind alle hochkonzentriert und gut im Training. Defensiv haben wir uns stabilisiert und es ist gegen jeden Gegner wichtig, kompakt zu stehen und über die Laufbereitschaft zu kommen", erklärt TSO-Trainer Zivojin Juskic.
Die Tabelle studiert der serbische Übungsleiter derzeit nicht: "Das ist erst am Saisonende wichtig. Wir wissen aber, dass wir noch einige Punkte holen müssen", sagt Juskic. Dass der Gegner derzeit so weit oben steht, verwundert den Trainer der Gastgeber überhaupt nicht: "TGF hat überwiegend Spieler, die schon höherklassig gespielt haben. Sie verfügen aus diesen Grund über die nötige Erfahrung und einen guten Trainer." Chancenlos sieht Juskic sein Team aber nicht: "Ich weiß, dass wir gegen jede Mannschaft punkten können." Sein Gegenüber Mustafa Fil sieht die Turnerschaft als "starken Gegner, der gut ausgebildete junge Spieler in seinen Reihen hat." Dennoch wäre der Coach der Wetterauer mit einem Punkt schon zufrieden, weil dann schon zum jetzigen Zeitpunkt die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga sicher wäre.
Trotz momentan vier Punkten Vorsprung auf Bad Vilbel, jedoch mit drei mehr ausgetragenen Spielen, ist die Meisterschaft für Fil kein Thema. "Bad Vilbel ist stark genug, um die fehlenden Punkte noch zu holen. Für uns geht es hier nur um den zweiten Platz", tritt der Coach auf die Euphoriebremse. Personell fallen für die Reise in den Rödermarker Stadtteil mit Kevin Effiong, Florian Decise, Selim Aljusevic und Vuk Toskovic vier Stammspieler verletzt aus. Darüber hinaus fehlt Ernad Dananovic aus beruflichen Gründen.
SV FC Sandzak - SG Bruchköbel (Sonntag, 15 Uhr)
Der SV FC Sandzak holte sich am Niddasportfeld mit dem 2:0-Sieg beim FV Bad Vilbel ganz wichtige drei Punkte. Aufgrund des Tabellenstandes vielleicht überraschend, Kenner der Szene wissen aber ganz genau, dass die Frankfurter Balkan-Kicker das Potenzial besitzen, gegen jede Mannschaft in der Verbandsliga Süd zu gewinnen. "Wir sind wie ein Spitzenteam aufgetreten und haben neben Lauffreudigkeit auch Spielwitz an den Tag gelegt", sagte Sandzaks Macher Murat Sejdovic nach dem Coup an der Frankfurter Stadtgrenze.
Im Heimspiel gegen Absteiger SG Bruchköbel sind die Gastgeber natürlich der klare Favorit. Doch Vorsicht: Die Gäste aus dem Main-Kinzig-Kreis konnten zuletzt einige Punkte einsammeln und auch gegen den Tabellenvierten Viktoria Nidda mit 3:2 gewinnen. Um den nur zwei Punkte betragenden Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz zu vergrößern, ist für den SV FC ein Heimsieg auf dem Bonameser Kunstrasenplatz gegen die SGB absolute Pflicht. "Wir gehen mit sehr viel Fahrt in das Spiel und werden keine Mannschaft unterschätzen. Wir haben uns gefunden und agieren nun entschlossen und geschlossen. Bad Vilbel war ein Meilenstein zur Rettung", betont Sejdovic.
FC Bensheim - Rot-Weiß Darmstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Der Effekt des Trainerwechsels in Bensheim ist in der vergangene Woche verpufft. Mit 1:2 unterlag der FCB der Germania aus Ober-Roden zum Einstand des neuen Gespanns David Suljic und Ricardo Bastias. Bei fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wird es langsam eng. Auch der Hessenliga-Absteiger aus Darmstadt steckt noch mitten im Abstiegskampf und hat nur drei Punkte mehr auf dem Konto. Aber immerhin hat die Mannschaft von Trainer Dominik Lohrer durch das 4:0 gestern gegen Nidda ein Erfolgserlebnis im Rücken.
Schon direkt nach dem Spiel hoffte der Rot-Weiß-Trainer, dass das "der Aufwecker für die Endphase der Saison ist. Der Sieg war aber nur ein kleiner Schritt und gegen Bensheim müssen wir nachlegen. Das wir aber auf dem kleinen Kunstrasen ein ganz anderes Spiel. Aber wir sind in der Pflicht."
(pac/db)

